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21.05.2019, 18:01

WTA-Turnier in Nürnberg: Abbruch am späten Nachmittag

"Am Ende wurde ich hektisch": Petkovic tanzt im Regen

Mit Leggins und Langarm-Shirt hat Andrea Petkovic ihr Auftaktmatch im Nürnberger Schmuddelwetter gewonnen - sogar samt Tänzchen. Danach lobte sie ihre nächste Gegnerin. Für Sabine Lisicki war indes schnell wieder Pause angesagt.

Andrea Petkovic am Dienstag in Nürnberg
Gelungener Auftakt: Andrea Petkovic am Dienstag in Nürnberg.
© imago imagesZoomansicht

Andrea Petkovic lächelte zufrieden im Nürnberger Schmuddelwetter. Nach dem mit einem Vorhand-Volley verwandelten Matchball führte die Hoffnungsträgerin auf den ersten Heimsieg bei dem WTA-Event in Franken für die wenigen Fans auf dem Center Court noch ein Tänzchen auf, den berühmten "Petko-Dance". Die Finalistin von 2013 besiegte die türkische Qualifikantin Cagla Buyukakcay am Dienstag in 74 Minuten mit 6:3, 6:2 und war "zufrieden" mit der eigenen Vorstellung.

"Es war ein guter Test, um reinzukommen", sagte Petkovic gut gelaunt nach dem geglückten Start. "Es war insgesamt eine solide Leistung, abgesehen von drei Konzentrationslöchern." Die 31-Jährige hatte sich mit einer Leggins und einem Langarm-Shirt für die speziellen äußeren Bedingungen präpariert: "Am Ende wurde ich hektisch, als der Regen mehr wurde. Man guckt ständig nach oben."

Friedsam beißt sich rein - und trifft jetzt auf Petkovic

Bei der Generalprobe für die French Open in Paris trifft die Fed-Cup-Spielerin aus Darmstadt nun auf Anna-Lena Friedsam. Die 25-Jährige aus Andernach hatte zuvor die Rumänin Irina-Camelia Begu nach zwei Stunden Schwerstarbeit mit 4:6, 6:3, 6:3 niedergerungen. Friedsam war "stolz" auf sich: "Der erste Satz war nicht gut. Über das Match hinweg gab es stärkere und schwächere Phasen."

Die Bedingungen erschwerten das Tennisspiel. Auf dem feuchten Platz habe sie sich "ein bisschen vorsichtiger bewegen" müssen. "Es war nicht einfach, es hat öfter stärker geregnet. Aber wenn ich mich reinbeiße, mag ich das auch", antwortete sie auf die Frage, ob sie zur Schlechtwetterspielerin tauge. Auf das Duell mit Petkovic im Achtelfinale am Mittwoch freut sie sich: "Es ist ein deutsches Duell, das ist auch für die Zuschauer interessant."

"Ich halte sehr viel von Anna-Lena"

Petkovic ist ebenfalls gespannt auf das Achtelfinale. Sie erwartet für sich "einen weiteren guten Test vor den French Open". Ihre Gegnerin schätzt sie sehr: "Ich halte sehr viel von Anna-Lena. Sie ist eines unserer brillantesten Talente, das leider immer wieder von viel Verletzungspech zurückgeworfen wird."

Gegen Buyukakcay war für sie spielentscheidend, die Konzentration hoch zu halten. Wenn Petkovic druckvoll spielte, war sie die Chefin auf dem Platz. Sie fühlt sich im Aufwind. "Ich finde zu einem geduldigen Spiel zurück", sagte die einstige Weltranglistenneunte.

Barthel weiter - Lisicki wartet

Am Montag, als wegen Regens in Franken kaum Tennis gespielt werden konnte, war bereits Mona Barthel in die zweite Runde eingezogen. Bei einem Erfolg gegen die an Nummer eins gesetzte Kasachin Julia Yulia Putintseva würde Barthel im Viertelfinale auf Petkovic oder Friedsam treffen.

Indes hat weiter anhaltender Regen in Nürnberg zur Vertagung der noch nicht beendeten Erstrundenpartien geführt. Betroffen waren davon am Dienstagabend auch zwei deutsche Spielerinnen. Die ehemalige Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki (Berlin) liegt gegen Ajla Tomljanovic aus Australien vor der für Mittwoch angesetzten Fortsetzung mit 2:6, 2:1 zurück. Qualifikantin Jule Niemeier aus Dortmund stand beim Abbruch kurz vor einer Zweisatz-Niederlage gegen Kristyna Pliskova. Die Tschechin führt mit 6:1 und 5:3.

kon/dpa

 
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