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21.01.2019, 08:52

Raonic hat wenig Mühe im Achtelfinale

Zverev: "Es gibt solche Tage..."

Nach dem sang- und klanglosen Aus von Angelique Kerber im Achtelfinale der Australian Open machte es Alexander Zverev kaum besser. Gegen den Kanadier Milos Raonic half es ihm auch nicht mehr, dass er nach dem zweiten Satz seine Wut deutlich zeigte.

Alexander Zverev
Frustabbau: Alexander Zverev zertrümmert einen Schläger.
© Getty ImagesZoomansicht

Alexander Zverev zerhackte wütend seinen Schläger und fluchte: Einen Tag nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus von Angelique Kerber bei den Australian Open war auch für den Hoffnungsträger aus Hamburg nach einer lange Zeit schwachen Leistung in der Runde der letzten 16 Schluss. Der Weltranglisten-Vierte verlor am Montag 1:6, 1:6, 6:7 (5:7) gegen den Kanadier Milos Raonic.

"Als ich das Match angefangen habe, wusste ich, dass es ein schwerer Tag wird", sagte Zverev. "Es gibt solche Tage einfach, man hat es schon bei Angie gesehen." Damit verpasste Zverev klar die Revanche für das verlorene Wimbledon-Achtelfinale gegen Raonic vor anderthalb Jahren und muss weiter auf den Einzug in sein zweites Grand-Slam-Viertelfinale warten. Insgesamt waren 13 Deutsche beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison dabei.

Nachdem Zverev ein paar rosafarbene Schweißbänder ins Publikum geworfen hatte, verschwand er in der Kabine und musste Raonic das Siegerinterview überlassen. "Ich habe unglaublich gespielt, ich habe viele Dinge sehr gut gemacht", stellte Raonic fest. "Ich wollte ihn aus dem Gleichgewicht bringen." Das gelang ihm vor allem anfangs.

Zverev startet mit einem Break

Dabei begann das Match in der Rod-Laver-Arena zur frühen Nachmittagszeit eigentlich optimal für Zverev. Der starke Aufschläger hatte überraschend Rückschlag gewählt und nahm Raonic tatsächlich dessen starken Aufschlag sofort ab. Doch danach ging praktisch nichts mehr für Zverev, vor allem nicht beim eigenen Service. Nicht ein einziges Aufschlagspiel gewann der Sieger der ATP Finals im ersten Satz, zwölf Breakchancen erlaubte er Raonic, der drei davon nutzte.

Der ehemalige Wimbledonfinalist machte im zweiten Satz gleich dort weiter, schlug allerdings nicht nur gut und hart auf, sondern variierte auch von der Grundlinie und kam ans Netz. Zverev dagegen kochte innerlich und schaute immer wieder achselzuckend zu seiner Box mit Trainer Ivan Lendl. Schon früh flog beim Gang zur Bank der Schläger, wegen Zeitüberschreitung beim Aufschlag gab es eine Verwarnung, Raonic traf knapp die Linien oder hatte Glück mit der Netzkante. Beim Stand von 1:4 im zweiten Satz schließlich zertrümmerte Zverev mit neun in der Arena deutlich hörbaren Schlägen sein Racket.

Raonic braucht nur 1:59 Stunden

"Das hätte ich vielleicht nach dem ersten Satz machen sollen. Dann wäre es vielleicht anders gelaufen", meinte er. Zverev verließ kurz den Platz, hielt im dritten Satz zumindest seine Aufschlagsspiele und suchte über seinen nimmermüden Kampfgeist einen Weg zurück in die Partie. Breakbälle gegen Raonic, der stets vorlegte, hatte er allerdings nicht mehr. Der 28 Jahre alte, in Montenegro geborene Weltranglisten-17. spielte seelenruhig sein Spiel, während Zverev weiter gelegentlich schimpfte. Beim 4:5 wehrte er bei eigenem Aufschlag die ersten beiden Matchbälle ab, davon einen in einem langen Ballwechsel mit 29 Schlägen, und glich aus.

Im Tiebreak lag er nach einem spektakulären Rückhand-Schmetterball schon 4:2 vorn, gab den Vorsprung aber wieder ab. "Dass ich in den Tiebreak gekommen bin, war wie ein Wunder. Ich glaube nicht, dass ich das Match trotzdem gewonnen hätte", sagte Zverev zum verpassten Satzgewinn. Raonic nutzte am Netz nach 1:59 Stunden seinen vierten Matchball und zog in sein zweites Australian-Open-Viertelfinale ein.

dpa

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Australian Open

Austragungsort:Melbourne
Land: Australien
Modus:Grand Slam
Die letzten Sieger:
2019  Novak Djokovic
2018  Roger Federer
2017  Roger Federer
2016  Novak Djokovic
2015  Novak Djokovic


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