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10.08.2018, 22:27

Leichtathletik-EM: Holzdeppes bitteres Aus

Jungfleischs Premiere - Hussongs Goldwurf

Der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe ist bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin bereits in der Qualifikation gescheitert - ohne gültigen Versuch. Weitaus erfreulicher verlief der Abend für Marie-Laurence Jungfleisch, Kristin Gierisch und Carolin Schäfer.

Hochsprung (F): Jungfleisch glänzt

Marie-Laurence Jungfleisch
Sie holte ihre erste Medaille bei einem internationalen Wettkampf: Marie-Laurence Jungfleisch.
© imagoZoomansicht

Die deutsche Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch vom VfB Stuttgart hat mit 1,96 Metern bei der Leichtathletik-EM in Berlin Bronze im Hochsprung gewonnen. Für die 27 Jahre alte Sportsoldatin ist es die erste Medaille bei einem internationalen Titelkampf. Bei den Europameisterschaften 2014 und 2016 war sie jeweils Fünfte geworden. Weltmeisterin Maria Lasitskene holte am Freitagabend als neutrale Athletin auch bei der EM den Titel mit 2,00 Metern vor der höhengleichen Bulgarin Mirela Demirewa. Imke Onnen aus Hannover belegte den 14. Platz.

Speerwurf (F): Hussong ist die Nummer 8

Christin Hussong ist die achte deutsche Speerwurf-Europameister in der Geschichte der kontinentalen Leichtathletik-Titelkämpfe. Gleich im ersten Versuch machte die Pfälzerin im tosenden Olympiastadion alles klar.

Dreisprung (F): Gierisch springt zu Bronze

Dreispringerin Kristin Gierisch hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin die Silbermedaille gewonnen. Die 27-Jährige aus Chemnitz kam am Freitagabend im Olympiastadion im ersten Durchgang auf 14,45 Meter und musste sich nur der Griechin Paraskeví Papahristou (14,60) geschlagen geben. Bronze holte die Spanierin Ana Peleteiro mit nur einem Zentimeter weniger als Gierisch. Für die Deutsche ist es eine persönliche Bestleistung, Ende Juni war sie in Paris 14,42 Meter weit gesprungen. Die Hallen-Vizeweltmeisterin von 2016 und Hallen-Europameisterin von 2017 feierte damit ihren größten Erfolg bei Freiluft-Titelkämpfen. Auch der deutsche Rekord von 14,57 Metern von Katja Demut (2011) rückt damit immer mehr in Reichweite für Gierisch. Neele Eckhardt aus Göttingen belegte mit 14,01 Metern den zehnten Platz.

Siebenkampf (F): Schäfer sichert sich Bronze

Vor dem EM-Abschluss im Siebenkampf mussten die deutschen Leichtathleten einen Schock verkraften. Louisa Grauvogel und Mareike Arndt kamen nach einem Autounfall ins Krankenhaus - EM-Aus. Teamkollegin Carolin Schäfer holte sich Bronze - und teilt die Medaille. "Es ist natürlich schlimm", sagte die 26 Jahre alte Schäfer in der ARD. "An die Mädels ganz, ganz liebe Genesungswünsche, das ist einfach scheiße. Den Sieg teile ich mit euch, ich feier euch mit." Im abschließenden 800-Meter-Lauf verteidigte die Frankfurterin am Freitagabend in 2:14,65 Minuten erfolgreich ihren dritten Platz und kam insgesamt auf 6602 Punkte. Gold und Silber waren nicht zu erreichen. Den EM-Titel holte Olympiasiegerin Nafissatou Thiam aus Belgien mit 6816 Zählern, den zweiten Platz sicherte sich die Britin Katarina Johnson-Thompson mit 6759 Punkten.

400 m (M): Hudson-Smith verpasst Europa-Rekord

Matthew Hudson-Smith hat indes den Titel über 400 m geholt. Der Brite lief am Freitagabend 44,78 Sekunden und blieb damit über der Europa-Bestmarke des früheren DDR-Sprinters Thomas Schönlebe (44,33), die dieser bei seinem WM-Gold 1987 in Rom erzielt hatte. Silber holte der Belgier Kevin Borlee (45,13), Bronze ging an dessen Bruder Jonathan Borlee.

1500 m: 17-jähriger Ingebrigtsen läuft allen davon

Der jüngste der drei norwegischen Ingebrigtsen-Brüder hat im 1500-Meter-Finale bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin die Goldmedaille geholt. Im Alter von erst 17 Jahren triumphierte Jakob Ingebrigtsen am Freitagabend in 3:38,10 Minuten. Sein Bruder Henrik (27) wurde Vierter, der 25 Jahre alte Filip kam auf Rang zwölf. Jakob Ingebrigtsen setzte sich mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem Polen Marcin Lewandowski durch, Bronze gewann der Brite Jake Wightman in 3:38,25.

Stabhochsprung (M): "Salto Nullo": Holzdeppe raus

Raphael Holzdeppe
Enttäuschung pur: Raphael Holzdeppe in Berlin.
© Getty ImagesZoomansicht

Weniger erfreulich verlief der Freitag für Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe. Der 28-Jährige aus Zweibrücken patzte am Freitagmorgen gleich bei seiner Einstiegshöhe von 5,51 Metern dreimal. "Ich konnte nicht mehr rauskitzeln", sagte Holzdeppe, der zuletzt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, in der ARD: "Jetzt gerade ist es extrem enttäuschend. Die letzten drei Jahre sind ernüchternd." Der Weltmeister von 2013 und Bronze-Gewinner der Spiele 2012 in London hofft nun, dass "ich noch einmal ein Jahr haben werde, in dem alles passt. Dann kann ich auch wieder vorne mitspringen." In diesem Jahr verpasste er also das Finale am Sonntag (19.10 Uhr) im Olympiastadion. Es ist bereits das dritte Freiluft-Großereignis in Serie, bei dem er früh ausschied. Bei Olympia in Rio scheiterte er ebenfalls in der Qualifikation, bei der WM im vergangenen Jahr blieb er im Finale ohne gültigen Versuch.

Hammerwurf (F): Klaas im Finale

Hammerwerferin Kathrin Klaas (Frankfurt) steht bei ihren letzten großen Titelkämpfen im Finale. Die 34 Jahre alte deutsche Meisterin verpasste in der Qualifikation am Freitagmorgen zwar mit 68,64 m die geforderten 70,00 m, rutschte aber mit der zwölftbesten Weite noch so eben in die Entscheidung am Sonntag (19.30 Uhr). "Es geht in Berlin darum, einen schönen Abschluss zu finden. Es wird vermutlich mein letzter Wettkampf werden, wenn nicht noch irgendetwas passiert", hatte Klaas vor der Qualifikation gesagt: "Alles andere, was danach noch kommen sollte, ist Zubrot. Ich werde auf jeden Fall nach der Saison meine Karriere beenden." Als Beste zog Polens Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk mit allerdings erst im zweiten Versuch erzielten 75,10 m ins Finale ein.

3000 Meter Hindernis: Krause weiter

Titelverteidigerin Gesa Krause aus Trier und Debütantin Elena Burkard stehen unterdessen im Endlauf über 3000 Meter Hindernis. Hingegen schieden Ex-Europameisterin Antje Möldner-Schmidt aus Cottbus und die Hamburgerin Jana Sussmann in den Vorläufen am Freitag im Olympiastadion aus. Krause (Trier), die bei der WM im vergangenen Jahr in London im Finale unglücklich gestürzt war, wurde Dritte ihres Durchgangs in 9:33,51 Minuten. "Es war heute in der Tat recht kontrolliert, und ich habe hinten raus versucht, mir ein paar Körner aufzusparen", sagte die 26-Jährige im ZDF. "Im Finale werden die Karten neu gemischt. Ich möchte mir den Traum von einer Medaille auf jeden Fall erfüllen."

aho/dpa/sid

 

kicker

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