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02.12.2017, 11:03

Formel E: Saisonstart in Hongkong

Abt verpasst mit Pech den möglichen Sieg

An Chinas Südküste ist mit dem Sieg des Engländers Sam Bird die Formel E vier Monate nach der Krönung von Champion Lucas di Grassi (Audi) in die neue Saison gestartet. Einen schöneren und - angesichts seiner hohen Quote an Elektroautos - auch passenderen Ort als das faszinierende Hongkong hätte es dafür nicht geben können.

Da war mehr drin: Audi-Fahrer Daniel Abt.
© imagoZoomansicht

Die modernsten Wolkenkratzer, wohin das Auge auch blickt. Eine brodelnde Weltstadt mit 7,5 Millionen Menschen - Hongkong erweist sich als geradezu traumhafter Ort, um in die nun schon vierte Saison der Formel-E-Meisterschaft zu starten. Auf dem weitläufigen Gelände des Victoria Harbours entsteht über Nacht eine Rennstrecke, auf der noch tags zuvor die Begehung mit den Fahrern und Teams lebensgefährliche Züge getragen hat angesichts des dichten und lärmenden Straßenverkehrs.

Wirklich spürbar leiser aber ist es auch am Renntag nicht. Zwar säuseln die 20 Rennautos kaum hörbar über die unebene Strecke, die alle Fahrer heftig durchschüttelt. Doch die zahllosen Marshalls rund um die Teamgaragen blasen beim Aufrechterhalten der Ordnung derart kräftig in ihre Trillerpfeifen, dass einem beim Sehen glatt das Hören vergeht. Davon bekommen die 3800 VIP's im noblen Emotion Club allenfalls über die riesigen TV-Wände etwas mit. Unter ihnen auch der prominenteste Gast des Tages: Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg. Seine Fahrt im Simulator macht ihm sichtlich Spaß, endet aber in der Mauer.

Mauern zu vermeiden draußen auf der Rennstrecke, darum geht es dann in der Realität. Schon das Qualifying sorgt für reichlich Kleinholz. Neuling Edoardo Mortara kann den Kuss mit Beton ebenso wenig vermeiden wie Nicolas Prost, als er mit zwischenzeitlicher Bestzeit seinen Renault schrottet. In der Box schlägt sein Vater Alain, der zweite anwesende Ex-Formel-1-Weltmeister, die Hände über dem Kopf zusammen. Gut kommen zwei der vier deutschen Piloten durch: Nick Heidfeld als Dritter vor Daniel Abt im Audi, der damit seinen Teamkollegen und amtierenden Champion Lucas di Grassi (6.) hinter sich lassen kann.

Abt und di Grassi - ein bewährtes Duo

Im vierten Jahr schon, erst bei Abt und nun als offizielles Audi-Duo, bilden die beiden das Fahrergespann, bislang mit Vorteilen für den Brasilianer. Doch Abt arbeitet hart an sich, um dem immer wieder geäußerten Vorurteil davonzufahren, er sei nur deshalb auch unter der nunmehrigen Audi-Teamführung im Cockpit, weil sein Vater Hans-Jürgen als vormaliger Teamchef dies eingefädelt habe. "Ich hatte gerade in der letzten Saison einiges Pech, während bei Lucas dann das Safety-Car schon mal zum genau richtigen Moment für ihn herauskam", beklagt sich Abt. Dann aber lässt er Selbstkritik folgen, wenn er sagt: "Ich hatte in der letzten Saison auch eine oder zwei Schwankungen, und die müssen einfach weg. Ich muss da jetzt die ganze Konstanz reinbringen."

Schaute in Hongkong vorbei: Nico Rosberg.
© Stefan BomhardZoomansicht

Am Vortag seines 25. Geburtstages gelingt ihm persönlich das ganz hervorragend. Er liefert schnelle Rundenzeiten am Fließband ab, überholt mehrfach mutig, lässt sich auch vom zweimal hinten anklopfenden Lucas di Grassi nicht vom Weg abringen, ist Zweiter, als er bei Rennmitte zum Fahrzeugwechsel in die Box kommt und damit seinem ersten Sieg so nahe wie nie zuvor. Dann aber streikt der Audi e-tron FE04. Abts zweites Auto lässt sich annähernd 20 Sekunden Zeit, ehe es nach einem Reset bereit ist zum Verlassen der Box. Bei 17 Sekunden Abstand am Ende auf den Sieger muss man nicht studierter Mathematiker sein, um Abts riesige Enttäuschung zu verstehen: "Ich war heute einer der Schnellsten." Genauer gesagt: der Schnellste.

Stefan Bomhard

 

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