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10.01.2019, 19:54

Dänische Schiedsrichter sorgen vor der Pause für Unmut

Deutlicher Auftaktsieg: DHB-Auswahl deklassiert Team Korea

Die deutschen Handballer sind mit einem deutlichen 30:19-Sieg in die Heim-Weltmeisterschaft gestartet: In Berlin ließ die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop Gegner Korea kaum eine Chance. Für Unmut sorgten zwischenzeitlich nur die Unparteiischen aus Dänemark.

Erleichterung nach dem Auftaktsieg: Deutschland schlug zum Start der Heim-WM deutlich Team Korea.
Erleichterung nach dem Auftaktsieg: Deutschland schlug zum Start der Heim-WM deutlich Team Korea.
© imagoZoomansicht

Mehrere Monate hatte die deutsche Mannschaft auf diesen Tag hingefiebert, nun war er endlich da - und doch herrschte tagsüber ein anderes Thema vor: Europameister Tobias Reichmann, kurz vor Turnier-Start aus dem finalen WM-Kader geworfen, sendete eine kleine Spitze in Richtung Bundestrainer Christian Prokop und verabschiedete sich in einen "Spontanurlaub".

Spätestens um 18.24 Uhr war das kleine Störfeuer aber erloschen: Leicht verspätet startete der Europameister von 2016 in die Heim-WM. Prokop begann mit Wolff im Tor, Gensheimer auf Linksaußen, Fäth im linken Rückraum, Strobel auf der Mitte, Weinhold auf Halbrechts, Groetzki auf Rechtsaußen und Pekeler am Kreis. Das erste Tor gehörte aber Team Korea, das mit extrem langen Angriffen die Hausherren entnerven wollte.

Videobeweis nach Spieler-Verwechslung

Deutschland fand aber besonders über den Kreis (Wiencek und Pekeler) früh die Lücken, Groetzki verwandelte den ersten Tempogegenstoß sicher. Beim Stand von 6:2 nahm Korea die erste Auszeit. Anschließend überschlugen sich ein wenig die Ereignisse: Das dänische Schiedsrichtergespann Martin Gjeding und Mads Hansen zückte die Rote Karte für ein harmloses Foul an Fäth, allerdings monierte Team Korea zurecht eine Spieler-Verwechslung. Der Videobeweis kam zum Einsatz, die überharte Hinausstellung (diesmal für Kim) blieb bestehen.

Kurz darauf verteilten die Dänen mehrere Zwei-Minuten-Strafen, durch die zwischenzeitlich nur noch drei deutsche Feldspieler auf dem Parkett standen. Beim 7:5 nahm auch Prokop seine erste Auszeit und versuchte, die Gemüter zu beruhigen. Es blieb ein wechselhafter Auftritt, bei dem Deutschland den Vorsprung so langsam ausbaute, aber auch der treffsichere Gensheimer bei einem Zusammenprall mit dem Gegner einmal kurz die Nerven verlor (Hinausstellung für beide, 14:8).

Kohlbacher, einer der größten Hoffnungsträger im deutschen Team und kürzlich im großen kicker-Interview ("Wenn Prokop eine Variante ansagt, haben wir Folge zu leisten"), stellte mit seinem ersten Turniertor auf 16:8. Dass es zur Pause nur sieben Tore Unterschied waren, war Koreas Keeper Park zu verdanken - doch auf der Gegenseite stand ihm EM-Held Wolff in nichts nach (17:10).

Wolff lässt kaum was durch - Heinevetter gefeiert

Die schlechte Nachricht für Korea vorneweg: Nach dem Seitenwechsel wurde Wolff immer stärker, vorne war Kohlbacher am Kreis für die körperlich stark unterlegenen Koreaner nicht zu halten. Dazu behielt Gensheimer vom Punkt die Nerven - 21:10 (36.). Prokop nutzte die deutliche Führung, um kräftig durchzutauschen: Hannovers Böhm, den vor diesem Großereignis nicht allzu viele auf dem Zettel hatten, konnte zum Beispiel auf sich aufmerksam machen.

In der 42. Minute brandete der erste ganz große Jubel auf, denn Keeper Heinevetter von den Füchsen Berlin kam zu seinem ersten Turnier-Einsatz. Auf der Gegenseite nahm sich der erst 21-jährige Semper in seiner ersten Aktion direkt den Wurf - und vollstreckte wuchtig. Die Wechselspiele nahmen dem deutschen Spiel den Fluss (auch Drux durfte noch WM-Luft schnuppern), sie änderten am hochverdienten 30:19-Erfolg aber auch nichts mehr. Nach dem Auftaktsieg geht es für die DHB-Auswahl am Samstag (18.15 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen Brasilien weiter.


"Deutschland ist ein sehr ernsthafter Titel-Anwärter": Lesen Sie hier das exklusive kicker-Interview mit Frankreichs Nationaltrainer Guillaume Gille, der zehn Jahre für den HSV Handball gespielt hat.


Der deutsche Startsieg im Stenogramm:

Team Korea - Deutschland 19:30 (10:17)

Tore für Team Korea: Jang 4/2, Kang Tan 4, Jo 3, Park Kwangsoon 3, Kang Jeongu 2, Jung 1, Ku 1, Ri Kyong Song 1.
Tore für Deutschland: Gensheimer (Paris St. Germain) 7/3, Fäth (Rhein-Neckar Löwen) 4, Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen) 4, Pekeler (THW Kiel) 4, Musche (SC Magdeburg) 3, Groetzki (Rhein-Neckar Löwen) 2, Wiencek (THW Kiel) 2, Böhm (TSV Hannover-Burgdorf) 1, Drux (Füchse Berlin) 1, Semper (DHfK Leipzig) 1, Weinhold (THW Kiel) 1.
Schiedsrichter: Martin Gjeding (Dänemark)/Mads Hansen (Dänemark)
Zuschauer: 13.500
Strafminuten: 8 / 12
Disqualifikation: Kim Dongmyung (11.) / -

msc

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Pl. VereinTorePkte.
1 Deutschland30:192
 
2 Frankreich24:222
 
3 Russland30:301
 
  Serbien30:301
 
5 Brasilien22:240
 
6 Team Korea19:300

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