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13.06.2018, 13:40

Wiedergutmachung für Testpleite gegen Norwegen

Wiedersehen mit Sigurdsson: DHB schlägt Japan deutlich

Die deutsche Nationalmannschaft ist erstmals auf ihren früheren Erfolgscoach Dagur Sigurdsson getroffen: Dabei gelang dem nun von Christian Prokop betreuten Team ein ungefährdeter Sieg. Am Samstag steht an der Olympiastätte von 2020 ein zweites Duell an.

Er schenkte den Japanern ordentlich ein: Rückraum-Shooter Julius Kühn.
Er schenkte den Japanern ordentlich ein: Rückraum-Shooter Julius Kühn.
© imagoZoomansicht

Die DHB-Auswahl hat beim ersten Wiedersehen mit Erfolgscoach Dagur Sigurdsson ein wahres Torfestival gefeiert. Im ersten von zwei Aufeinandertreffen kam die verjüngte Auswahl von Sigurdsson-Nachfolger Christian Prokop am Mittwoch in Tokushima zu einem ungefährdeten 37:24 (21:11)-Testspielsieg gegen Japan. Vor 2000 Zuschauern waren Patrick Groetzki (6), Tim Hornke und Julius Kühn (beide 5) die erfolgreichsten Torschützen für die deutsche Mannschaft, die Japan-Coach Sigurdsson 2016 zum EM-Triumph geführt hatte. Am Samstag (8 Uhr, MESZ) treffen beide Teams in Tokushima erneut aufeinander, am Sonntag steht dann die Heimreise nach Deutschland an.

Prokop setzte im ersten der beiden Fernost-Gastspiele alle 19 mitgereisten Spieler ein. Der als klarer Favorit ins Match gegangene Olympia-Dritte von 2016 übernahm von Beginn an das Kommando. Torhüter Silvio Heinevetter war vom Anpfiff an gut im Spiel und entschärfte bereits in der Anfangsphase drei Chancen der Japaner, so dass die Deutschen rasch 7:4 (10. Minute) vorn lagen.

Zehn-Tore-Führung zur Pause

Da dem Sechsten der diesjährigen Asienmeisterschaft in der Folge fast zehn Minuten lang kein Treffer gelang, bauten Uwe Gensheimer & Co. die Führung kontinuierlich aus. Vor allem Heinevetter mit sieben Paraden und dem treffsicheren Rechtsaußen Groetzki war es zu verdanken, dass der deutsche Sieg durch den Zehn-Tore-Vorsprung praktisch schon zur Halbzeit feststand.

Nach der Pause nahmen die Deutschen, die den zwölftägigen Trip auch nutzten, um sich mit den Bedingungen in Tokio als Olympia-Gastgeber von 2020 vertraut zu machen, etwas Dampf aus der Partie. Trotz mehrerer Umstellungen, unter anderem rückte Andreas Wolff für Heinevetter zwischen die Pfosten, war der zweistellige Vorsprung ungefährdet. Der Kieler Wolff stand seinem Vorgänger in nichts nach: Für ihn standen am Ende sogar zehn Paraden zu Buche. Die ärgerliche 25:30-Niederlage im Test gegen Norwegen vom vergangenen Mittwoch dürfte damit wettgemacht sein.


Das Testspiel im Stenogramm:

Japan - Deutschland 24:37 (11:21)
Tore für Japan: Tokuda (7/3), Agarie (5), Komuro (3), Doi Remi (2), Motoki (2), Yoshino (2), Watanabe (2), Kadoyama (1)
Tore für Deutschland: Groetzki (6), Hornke (5), Kühn (5), Pekeler (4), Gensheimer (3/3), Wiencek (3), Böhm (2), Häfner (2), Musche (2), Weinhold (2), Michalczik (1), Pevnov (1), Wiede (1)
Zuschauer: 2000 (ausverkauft)

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