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FC Chelsea

FC Chelsea

England
4
:
3

im Elfmeterschiessen
1:1 (1:1,1:0)
Hinspiel: 1:1
Nach Hin- & Rückspiel: 2:2
Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

Deutschland

FC CHELSEA
EINTRACHT FRANKFURT
15.
30.
45.





60.
75.
90.










 
105.


120.












 

1:1 nach 90 und 120 Minuten - Haller gibt Comeback

Frankfurt scheitert denkbar knapp - Kepa wird zum Blues-Helden

Denkbar knapp scheiterte Eintracht Frankfurt im Halbfinalrückspiel der Europa League am FC Chelsea. Nach 90 und 120 Minuten stand es an der Stamford Bridge 1:1, ehe die SGE im Elfmeterschießen bereits führte, am Ende aber doch noch mit 3:4 den Kürzeren zog.

Martin Hinteregger, Ruben Loftus-Cheek, Kevin Trapp (v.li.)
Führung für Chelsea: Ruben Loftus-Cheek (2.v.li.) schiebt zum 1:0 ein.
© imago imagesZoomansicht

Chelsea-Coach Maurizio Sarri entschied sich nach dem 3:0-Heimsieg gegen den FC Watford zu vier Umstellungen: Statt dem angeschlagenen Kanté (nicht im Kader), Marcos Alonso, Pedro und Higuain (alle Bank) begannen Emerson, Loftus-Cheek, Willian und Giroud.

Auch Frankfurts Trainer Adi Hütter rotierte im Vergleich zum 1:6-Debakel in Leverkusen auf vier Positionen. Falette, Gacinovic, Jovic und der im Hinspiel noch gelbgesperrte Rebic starteten an Stelle von Ndicka, Fernandes (beide Bank) sowie Touré und Willems (beide nicht im Kader). Erstmals nach Verletzungspause wieder im Aufgebot stand Haller, der zunächst auf der Bank Platz nahm und später eingewechselt wurde.

Kepa pariert, Loftus-Cheek schiebt ein

Die Eintracht startete mit Elan in die Partie und war in den ersten zehn Minuten gegen zunächst abwartende Blues spielbestimmend. Ein sehenswerter Volleyschuss von da Costa wurde von Kepa per Glanzparade gerade noch entschärft (14.). Erst nach knapp 20 Minuten kam Chelsea besser ins Spiel, dann allerdings mit Macht. Immer wieder hatte die Frankfurter Defensive bei schnell - und zumeist über die linke Seite von Hazard - vorgetragenen Angriffen erhebliche Probleme. Giroud scheiterte nach einem Spielzug eben über links aus spitzem Winkel an Trapp (23.). Dann klärte Hasebe nach einem Freistoß fast von der Eckfahne nach Kopfball von David Luiz gerade noch vor der Torlinie (24.).

In der 28. Minute gingen die Blues in Führung: Hazard setzte sich links gekonnt durch und spielte in den Lauf von Loftus-Cheek, der links im Strafraum zu viel Platz hatte und schließlich aus spitzem Winkel an Trapp vorbei genau neben den rechten Pfosten einschoss - 1:0. In der Folge gelang es Chelsea, das Spiel weitgehend zu kontrollieren. Die SGE war bemüht, zeigte sich jedoch im Passspiel gegen einen technisch überlegenen Gegner zu unpräzise. Nach einem Konter verpasste Loftus-Cheek in der 40. Minute das 2:0. Aus etwa sieben Metern zielte der 23-Jährige knapp am Tor vorbei (40.). So ging es mit der knappen Führung für die Londoner in die Kabine.

Nach der Pause war es erneut die Eintracht, die wacher startete - und sich diesmal auch prompt belohnte: Gacinovic spielte Jovic wunderbar am Strafraumrand frei und der Stürmer überwand Kepa mit einem akkuraten Schuss ins linke Toreck (49.). Chelsea versuchte prompt zu antworten. Doch Giroud verzog nach Absatzablage von Hazard um ein paar Meter (51.). Insgesamt war die SGE nun deutlich präsenter in der Offensive als über weite Strecken der ersten Hälfte. Gacinovic scheiterte mit einer Volleyabnahme vom Strafraumrand an Kepa, der mit den Fäusten klärte (59.).

David Luiz und Zappacosta retten gegen Haller

Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte suchten beide Teams die Entscheidung. Während der für den verletzten Christensen eingewechselte Zappacosta Trapp zu einer Parade zwang (78.), war es auf der Gegenseite de Guzman, der für den ebenfalls angeschlagen ausgeschiedenen Rode gekommen war, der per Freistoß in der Mauer scheiterte (84.). In der fälligen Verlängerung ging es mit offenem Visier weiter: Während Chelsea einen Fünf-gegen-Zwei-Konter nur unzureichend ausspielte (97.), klärte David Luiz nach einer Abnahme von Joker Haller gerade noch vor der Torlinie (100.). Fast mit den Pausenpfiff der Verlängerung klärte Zappacosta nach einem Eckball erneut nur knapp vor der Torlinie für Kepa - wieder war es Haller, der diesmal per Kopf abschloss (105.+2).

Elfmeterschießen: Chelsea dreht 1:3-Rückstand

In der zweiten Hälfte der Verlängerung war es dann Chelsea, das zu Chancen kam. Emerson scheiterte aus spitzem Winkel an Trapp, ehe Hinteregger den Nachschuss mit letztem Einsatz verteidigte (111.). Bei Zappacostas Distanzschuss war wieder Trapp mit einer Hand auf dem Posten (115.). Kurz darauf lag der Ball im Eintracht-Tor: Nachdem der SGE-Keeper eine Flanke nahe der Torlinie abgefangen, wurde er vom nachsetzenden Azpilicueta so behindert, dass Trapp den Ball wieder fallen ließen und dieser über die Linie befördert wurde (116.). Wegen der Aktion des Spaniers zählte der Treffer nicht.

So fiel die Entscheidung schließlich im Elfmeterschießen. Dort führte die Eintracht nach verwandelten Elfmetern von Haller, Jovic und de Guzman bereits mit 3:1, weil Trapp gegen Azpilicueta pariert hatte. Doch anschließend scheiterten sowohl Hinteregger als auch Paciencia an Kepa, während Jorginho, David Luiz und Hazard für Chelsea trafen - und die Blues damit ins Finale gegen den FC Arsenal schossen.

Chelsea beschließt die Premier-League-Saison am Sonntag (16 Uhr) bei Leicester City. Frankfurt ist zwei Stunden später im Derby gegen den 1. FSV Mainz 05 in der Pflicht. Das Europa-League-Finale findet am 29. Mai im aserbaidschanischen Baku statt.

Europa League, 2018/19, Halbfinale
FC Chelsea - Eintracht Frankfurt 4:3 i.E.
FC Chelsea - Eintracht Frankfurt 4:3 i.E.
Frankfurter Reise

Die Fans der Eintracht chartern in London einen Bus, der ihre Stationen durch die Europa League zeigt. Das Ziel: Baku.
© imago images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Chelsea
Aufstellung:
Kepa (1,5) - 
Azpilicueta (3,5)        
A. Christensen (3)    
David Luiz (3,5) , 
Emerson (3) - 
Jorginho (3) - 
Kovacic (3)    
Loftus-Cheek (2)        
Willian (4)    
E. Hazard (2,5) - 
Giroud (4)    

Einwechslungen:
62. Pedro (3,5) für Willian
74. Zappacosta (2,5)     für A. Christensen
86. Barkley (3) für Loftus-Cheek
96. Higuain für Giroud

Trainer:
Sarri
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (1,5) - 
Abraham (3,5)        
Hinteregger (2) , 
Falette (3)    
Hasebe (3) - 
da Costa (3,5) , 
Rode (4)        
Gacinovic (3)    
Kostic (3,5) - 
Jovic (2)    
Rebic (3,5)    

Einwechslungen:
70. de Guzman (3)     für Rode
90. + 3 Haller (3) für Rebic
118. Paciencia für Gacinovic

Trainer:
Hütter

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Loftus-Cheek (28., Rechtsschuss, E. Hazard)
1:1
Jovic (49., Rechtsschuss, Gacinovic)
 
Elfmeterschießen
0:1
Haller (verwandelt)
1:1
Barkley (verwandelt)
1:2
Jovic (verwandelt)
1:2
Azpilicueta (nicht verwandelt)
1:3
de Guzman (verwandelt)
2:3
Jorginho (verwandelt)
2:3
Hinteregger (nicht verwandelt)
3:3
David Luiz (verwandelt)
3:3
Paciencia (nicht verwandelt)
4:3
E. Hazard (verwandelt)
Gelbe Karten
Chelsea:
Kovacic
(1. Gelbe Karte)
,
Azpilicueta
(2.)
,
Zappacosta
(1.)
Frankfurt:
Falette
(3. Gelbe Karte)
,
Rode
(3.)
,
de Guzman
(2.)
,
Abraham
(3.)

Spieldaten

FC Chelsea       Eintracht Frankfurt
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 16 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 656 : 425 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 529 : 290 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 127 : 135 Fehlpässe
 
Passquote 81% : 68% Passquote
 
Ballbesitz 60% : 40% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 19 : 25 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 25 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 4 Abseits
 
Ecken 10 : 9 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
09.05.2019 21:00 Uhr
Stadion:
Stamford Bridge, London
Zuschauer:
36070
Spielnote:  1,5
eine äußerst spannende Partie, in der Frankfurt vor allem über großen Kampf kam und Chelsea phasenweise sehr ansehnlichen Fußball zeigte.
Chancenverhältnis:
7:5
Eckenverhältnis:
10:9
Schiedsrichter:
Ovidiu Alin Hategan (Rumänien)   Note 3,5
zeigte eine überwiegend souveräne Partie. Korrekt war, Azpilicuetas Tor abzupfeifen, da Trapp den Ball im Moment des Körperkontakts in beiden Händen hielt (116.). Leistete sich aber einen gravierenden Fehler: Azpilicueta hätte für sein rücksichtsloses Foul mit offener Sohle in Kniehöhe gegen Gacinovic Rot sehen müssen (82.).
Spieler des Spiels:
Kepa
der Chelsea-Keeper war im Spiel weniger gefordert als der ebenfalls starke Trapp, avancierte mit zwei gehaltenen Elfmetern aber zum gefeierten Helden.

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