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18.06.2017, 22:53

Elfmeter-Disput irritiert beim 2:0 Auftakterfolg der U 21

Arnold nach der Drittel-Miete: "Sehe das Kritische"

In Euphorie wollte im deutschen Lager keiner verfallen. Nach dem 2:0 gegen Tschechien zum Auftakt der U-21-Europameisterschaft in Polen schlug vor allem Kapitän Maximilian Arnold kritische Töne an und äußerte sich auch zum kurzen Disput mit Davie Selke vor dessen vergebenem Elfmeter.


Aus Tychy berichten Michael Pfeifer und Carsten Schröter

Maximilian Arnold
"Den nächsten Elfer wird Davie sicher nicht schießen": Maximilian Arnold war eigentlich als erster Elfmeterschütze eingeteilt.
© imagoZoomansicht

"Ich sehe eher das Kritische. Wir haben zu viele Chancen zugelassen, teilweise die zweiten Bälle nicht gewonnen und so das Spiel phasenweise aus der Hand gegeben", erklärte Arnold und meinte damit vor allem große Teile der ersten Halbzeit, als die DFB-Junioren wenig Spielfluss erzeugten und, anders als geplant, deutliche Anlaufschwierigkeiten offenbarten.

Über den Auftaktsieg freute er sich freilich trotzdem, ordnete ihn jedoch ebenso nüchtern ein: "Das war das erste Drittel. Um Gruppenerster zu werden, müssen wir aber mindestens zweieinhalb Drittel gewinnen."

Für Irritationen hatte ein Disput zwischen ihm und Davie Selke vor dem Handelfmeter in der Schlussphase gesorgt, mit dem Letzterer am tschechischen Keeper Lukas Zima gescheitert war. "Ich habe dann nachgegeben. Es ist auch gegenüber dem Gegner nicht fair, wenn man sich um den Ball streitet. Aber den nächsten Elfer wird Davie sicher nicht schießen", sagte Arnold, der eigentlich als Schütze für den Strafstoß vom Trainerteam eingeteilt war. "Davie war ein bisschen zu heiß und macht sich vielleicht jetzt den einen oder anderen Gedanken zu viel darüber", meinte Stefan Kuntz, der die Missachtung seiner Vorgabe nicht zu hoch hängen wollte: "Wir haben erwachsene Spieler auf dem Platz. Wenn die das untereinander regeln, ist es ihr gutes Recht, auch wenn der Ausgang suboptimal war."

"Er hat als Kapitän das erste Anrecht", gab sich Selke später einsichtig. "Es tut mir leid, dass ich ihn nicht reingemacht habe", sagte der Stürmer, der auch hervorhob, wie gut ihm selbst ein Tor getan hätte: "Ich bin Stürmer, es wäre ein wichtiger Ball für mich gewesen. Wenn ich ihn reingemacht hätte, dann wäre meine Laune besser gewesen."

Kuntz: "Jungs sind selbstkritisch"

Insgesamt beobachtete Kuntz "Unsicherheit und Nervosität" bei seiner Elf in der Anfangsphase, die Führung sei dann zu "einem psychologisch günstigen Zeitpunkt" gefallen und habe in der Pause für Erleichterung in der Kabine gesorgt. Steigerungsbedarf sieht der DFB-Coach vor allem im Ausspielen von Kontergelegenheiten und in der Chancenverwertung allgemein: "Unser letzter Pass war nicht so konzentriert. Man merkt aber, dass die Jungs relativ selbstkritisch sind und wissen, was wir nicht umgesetzt haben von unseren Vorgaben. Und sie haben auch gesagt, dass es nicht leichter war als ein Bundesligaspiel."

Auf Basis dieser Erkenntnis sollte man im nächsten Spiel nicht mehr so viele Chancen bieten und seine eigenen besser nutzen. Denn sollte Gegner Dänemark tatsächlich annähernd Bundesliga-Format aufweisen, wird er die Ungenauigkeiten im deutschen Spiel womöglich bestrafen - anders als abschlussschwache Tschechen. Unter dem Strich bleibt aber auch Selkes Erkenntnis: "Wir hätten das eine oder andere Tor mehr schießen können, aber wichtig ist, dass wir das erste Spiel gewonnen haben."

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weitere Infos zu Arnold

Vorname:Maximilian
Nachname:Arnold
Nation: Deutschland
Verein:VfL Wolfsburg
Geboren am:27.05.1994


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