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13.05.2019, 16:13

Spannung auch im Keller der Regionalliga West

Neururer gegen Grings: Endspiel in Wattenscheid

Nicht nur an der Spitze der Regionalliga West, wo sich Viktoria Köln und Rot-Weiß Oberhausen um die Meisterschaft balgen, herrscht vor dem Saisonfinale am kommenden Samstag Hochspannung. Auch im Keller prickelt es: In Wattenscheid kommt es zum Duell Peter Neururer gegen Inka Grings.

Peter Neururer und Inka Grings
Wer kann den Abstieg verhindern: Peter Neururer mit Wattenscheid oder Inka Grings mit Straelen?
© imago imagesZoomansicht

Das 1:2 der Wattenscheider in Verl sowie der 2:0-Coup des SV Straelen gegen Spitzenreiter Viktoria Köln führen zum "Endspiel" am Samstag im Bochumer Lohrheidestadion. Die Ausgangslage: Die SG 09 hat 40 Punkte auf dem Konto, Straelen 39 - der Sieger ist also am rettenden Ufer. Dazwischen liegt noch der Bonner SC (ebenfalls 40) nach dem 2:1-Sieg bei Alemannia Aachen.

Obwohl die Entscheidung aus SG-Sicht vertagt wurde, wird Wattenscheids prominenter Sportdirektor Peter Neururer bereits ab diesem Montag konkrete Vertragsgespräche mit Trainerteam und Spielern führen. Der einflussreiche Aufsichtsrat um Oguzhan Can (45) hat einen Etat für die nächsten beiden Spielzeiten aufgestellt und laut Vereinsmitteilung "durch Investitionen abgesichert".

"Jetzt haben wir eine Basis, um Angebote vorlegen zu können", sagte Neururer. Geplant wird zunächst für die Regionalliga. Als Abgänge stehen Steffen Scharbaum (21, SV Drensteinfurt), Adrian Schneider (27, SpVg Schonnebeck) und Lex-Tyger Lobinger (20, Düsseldorf U 23) fest. Trainer Farat Toku schickte voraus: "Wir werden alles für den Klassenverbleib investieren." Ein Remis vor heimischem Publikum würde dazu reichen.

Straelen: Die Hoffnung des Klubchefs lag eher auf Aachen

Doch der Gegner reist mit frischem Selbstvertrauen nach Bochum an. Präsident Hermann Tecklenburg hatte nach dem Dreier gegen Viktoria Köln Tränen in den Augen, seine Spieler ließen sich ausgiebig von den eigenen Fans feiern. Mit dem 2:0 gegen den Spitzenreiter schaffte der abstiegsbedrohte SV Straelen eines dieser vielen kleinen Wunder, die den Fußball so faszinierend machen.

"Ich hatte eher die Hoffnung, dass Aachen gegen Bonn ausgleicht, als dass Straelen noch ein Tor schießt", gab Tecklenburg später zu. Seine Mannschaft belehrte ihn eines Besseren, verhinderte den direkten Abstieg ohne fremde Hilfe und hat nun den ersehnten Klassenerhalt selbst in der Hand.

"Wir standen mit dem Rücken zur Wand", sagte Torhüter David Buchholz, gegen Viktoria einer der Besten. Das habe Kräfte mobilisiert, zumal das schlimme 2:9 in Dortmund zuvor an den Nerven zehrte. Dass die Mannschaft von Trainerin Inka Grings die ideenlosen Kölner einfach spielen ließ und kurz vor Schluss zweimal sehenswert traf, spricht für die Moral. "Das Glück kommt dann von oben", sagt Aram Abdelkarim, der das wichtige 1:0 erzielte.

Dafür gab es gleich Lob vom Chef: "Es freut mich besonders für ihn, weil er auf der Kippe stand. Mit seiner Art ist er unersetzbar", schwärmte Tecklenburg über den Angreifer. Nun hofft er auf einen letzten Sieg.

Jim Decker/Ralf Debat/aho

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