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18.06.2017, 20:59

Bundestrainer sieht den Confed Cup als Geschenk

Löw: "Es muss Veränderungen geben"

Der Auflauf am Sonntagabend war enorm: Ein gutes Dutzend Kamerteams und rund einhundert Medienvertreter füllten den Konferenzsaal im Fitch-Stadium, als sich Joachim Löw drei Tage nach der Ankunft in Sotschi erstmals der zum Confed-Cup angereisten Weltpresse stellte. Die hatte sich zuletzt in mehrfacher Hinsicht über den Bundestrainer gewundert.


Aus Sotschi berichten Oliver Hartmann und Sebastian Wolff

Joachim Löw
"Die Mannschaft, glaube ich, brennt": Joachim Löw strahlte auf der PK Zuversicht aus.
© imagoZoomansicht

Zum einen, weil er seine Weltmeister nicht zu diesem umstrittenen Turnier nach Russland mitnahm. Zum zweiten, weil er das von den Veranstaltern auf 19.30 Uhr OZ angesetzte Abschlusstraining schwänzte und lieber eineinhalb Stunden früher auf dem gerade mal 300 Meter entfernten Trainingsplatz üben ließ.

"Die angesetzte Zeit war mir ein bisschen spät", begründete Löw seinen Entschluss: "Ich hatte das Gefühl, es ist besser, zu der Zeit zu trainieren, zu der auch gespielt wird." Immerhin gönnte er seiner Truppe nach der Übungseinheit noch einen Blick in die schmucke Arena, in der der Weltmeister am Montag gegen die als Asienmeister antretenden Australier ins Turnier startet.

24 Stunden vor dem Anpfiff versprühte Löw eine bemerkenswert mächtige Zuversicht. "Ich habe ein unheimlich gutes Gefühl, mit dieser Perspektiv-Mannschaft ins Turnier zu gehen", betonte er. In den gut eineinhalb Wochen gemeinsamer Vorbereitung habe sein noch 21-köpfiges Aufgebot "sehr gute Ansätze gezeigt", die Spieler seien "aufmerksam und lernwillig" und obendrein körperlich in einem "sehr guten Zustand". Um die Motivation brauche man sich sowieso keine Gedanken machen. "Die Mannschaft, glaube ich, brennt."

Löw rechtfertigt seinen Perspektiv-Kader

Was die positive Einschätzung des DFB-Chefcoach wert ist, wird sich am Montag zeigen. Löw wurde natürlich auch von den ausländischen Medienvertretern gefragt, warum er nicht in Bestbesetzung angereist ist. Und er gab im Brustton der Überzeugung dieselben Antworten, mit denen er schon in der Heimat seinen durchaus nachvollziehbaren Entschluss verteidigt hatte. Die WM 2018 sei das Ziel, nicht das Vorbereitungsturnier. Es gehe darum, einzelne Spieler und damit die Mannschaft weiter zu entwickeln: "Auch bei einem Weltmeister muss es Veränderungen geben."

Turnierrechner Confed Cup

Die urlaubenden Stars müssten deshalb nicht um ihre Plätze fürchten, so Löw, aber: "Es tut jedem gut, wenn er spürt, er hat einen Spieler im Rücken, der auf seinen Einsatz drängt." Der Confed Cup sei deshalb "für mich ein Geschenk. Vielleicht hilft er uns, unsere Ziele zu erreichen." Über die Mannschaftsaufstellung machte der Bundestrainer kaum konkrete Angaben, auch nicht über die taktische Ausrichtung. Fest steht lediglich, dass Bernd Leno im Tor stehen wird.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 19.06., 09:04 Uhr
WM-Casting: Löw gefällt die Rolle des Entwicklers
Bei aller Kritik am Confed Cup findet Bundestrainer Joachim Löw doch gefallen am Turnier in Russland. Hier könne er viele Spieler unter Wettkampfbedingungen testen. Wenn er dann drei oder vier Profis findet, die ihm im nächsten Jahr bei der WM weiterhelfen, hat sich das Turnier schon gelohnt.
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weitere Infos zu Löw

Vorname:Joachim
Nachname:Löw
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland


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