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12.07.2018, 17:05

Die vier Topkandidaten unter der Lupe

Ronaldo weg - was nun, Real Madrid?

Cristiano Ronaldo hat Real Madrid nach neun Jahren Richtung Turin verlassen. Die Königlichen müssen sich nun auf die Suche nach einem Thronfolger begeben, die Liste ist namhaft. Doch bei jedem Spieler gibt es einen Haken.

Im Kandidatenkreis: Eden Hazard (l.o.), Harry Kane sowie die beiden PSG-Akteure Neymar und Kylian Mbappé.
Im Kandidatenkreis: Eden Hazard (l.o.), Harry Kane sowie die beiden PSG-Akteure Neymar und Kylian Mbappé.
© imagoZoomansicht

An das Bild wird man sich erst gewöhnen müssen. Aller Voraussicht nach wird Ronaldo sein erstes Spiel für Juventus Turin bei der US-Tournee am 4. August bestreiten. Der Gegner heißt, wie es der Zufall so will: Real Madrid.

Doch wer wird den Platz von CR7 bei den Königlichen einnehmen? Werden sie überhaupt schon einen Nachfolger verpflichtet haben? Klar jedenfalls, dass dieser einen großen Namen tragen wird. Das sind die Top-Kandidaten:

Neymar (PSG, Vertrag bis 2022):

Der Brasilianer ist das erklärte Wunschobjekt von Präsident Florentino Perez, dessen "große Obsession" (AS). Wenn Neymar irgendwann Weltfußballer werden wolle, müsse er zu Real kommen, sagte Perez Ende 2017: "Madrid gibt einem großartigen Spieler das, was er braucht. Die ganze Welt weiß, dass ich ihn haben will." In der Tat kommt kein anderer Spieler dem gewaltigen Werbewert von Ronaldo näher als der Brasilianer, sportlich ist er ebenfalls über alle Zweifel erhaben.

Der Haken: Neymar ist nicht gerade der Typ Mittelstürmer, den Ronaldo zu Ende seiner Zeit bei Real verkörpert hat - das gilt übrigens auch für viele weitere Kandidaten. Bei den Fans hätte er einen extrem schweren Stand. Neymar liegt bei den Nachfolge-Umfragen fast immer unter fünf Prozent. Das dürfte in erster Linie an seiner Vergangenheit im Trikot des FC Barcelona liegen.

Zudem besitzt der 26-Jährige bei Paris St. Germain einen Vertrag bis 2022, und dort hat er erst eine Saison gespielt. Der finanzstarke katarische Klubboss Nasser Al-Khelaifi wird sein "Spielzeug" noch eine Weile behalten wollen, da kann Real noch so viel Ablöse bieten (spanische Medien sprechen von einer Summe im Bereich von 250 Millionen bis 300 Millionen Euro). Und: Die Franzosen haben bereits mehrfach betont, Neymar nicht abgeben zu wollen.

Kylian Mbappé (PSG, Vertrag bis 2022):

Auch wenn seine Mätzchen bei der WM ähnlich nerven wie die von Neymar - sportlich ist Mbappé über jeden Zweifel erhaben. Dass die Franzosen im Finale stehen, ist in großen Teilen dem PSG-Akteur zu verdanken. Die Fans wären von einer Verpflichtung begeistert, in den Befragungen liegt er meilenweit vorne. Aus dem PSG-Umfeld ist zudem zu vernehmen, dass Neymar und Mbappé sich nicht besonders gut riechen können. Auch das könnte Real in die Hände spielen.

Der Haken: Im Prinzip der gleiche wie bei Neymar. PSG dürfte sich querstellen, schließlich ist auch der Shooting Star erst ein Jahr bei den Franzosen unter Vertrag. Und ob ein 19-Jähriger dem Druck gewachsen ist, einen Cristiano Ronaldo ersetzen zu können, ja zu müssen, steht trotz dessen Klasse auch auf einem anderen Blatt. Über Mbappé sagte Perez 2017: "Er ist 18. Lasst ihn sich entwickeln."

Eden Hazard (FC Chelsea, Vertrag bis 2020):

Den Belgier an Land zu ziehen, ist alles andere als unrealistisch. Der FC Chelsea gäbe den 27-Jährigen, der eine glänzende WM spielt, womöglich für weniger als 100 Millionen Euro ab, glaubt die Madrider Zeitung "El Mundo" zu wissen. Bereits kurz nach WM-Start hatte er erklärt: "Real Madrid könnte mich interessieren, jeder weiß das. Wenn sie mich kaufen wollen, wissen sie, was zu tun ist." Im Gespräch mit "BeIN Sports" schwärmte Hazard erneut von den Königlichen. Auch ohne Zinedine Zidane als Cheftrainer sei Real "besonders. Sie bringen jeden zum Träumen." Aktuell lägen aber keine Angebote für ihn vor, beteuert er selbst.

Der Haken: Mal wieder die Position. Im offensiven Mittelfeld ist Real mit den Nationalspielern Isco (26) und Marco Asensio (22) bestens aufgestellt. Spekulationen über einen Abgang Asensios Richtung FC Liverpool erteilte dessen Berater eine Absage: "Marco rührt sich nicht und bleibt bei Real Madrid."

Harry Kane (Tottenham Hotspur, Vertrag bis 2024):

In den Umfragen liegt er gleichauf mit Hazard. Kanes Vorteil: Er ist ein waschechter Mittelstürmer und könnte Ronaldo direkt ersetzen. 140 Tore in 213 Spielen für Tottenham sind ein Pfund, mit dem der Angreifer wuchern kann. Höchstwahrscheinlich wird er sich in Russland zum WM-Torschützenkönig küren dürfen. Verantwortung ist kein Fremdwort für Kane: Mit 24 Jahren ist er der jüngste Mannschaftskapitän im gesamten Turnier. Schon vor dem Wechsel Ronaldos wurde sein Name wiederholt mit den Königlichen in Verbindung gebracht. Es sei nichts, was er definitiv tun wolle, aber man solle nie etwas definitiv ausschließen, erklärte er im Winter bezüglich eines Wechsel zu Real.

Der Haken: Kane hat seinen Vertrag unmittelbar vor der WM um satte sechs Jahre bis 2026 verlängert. Er ist das Gesicht der Spurs, das der Klub ganz bestimmt nicht verlieren will. Und es würde seinen Fans das Herz brechen, würde er den Traditionsklub nun verlassen. Das ist dem als aufrichtig geltenden Sportsmann kaum zuzutrauen.


"Dieser Wechsel steht für knallharte Kalkulation - und Poesie": Lesen Sie hier den Kommentar von kicker-Redakteur Oliver Birkner zum Wechsel von Cristiano Ronaldo.

las

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