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28.02.2019, 11:41

FC Chelsea gewinnt gegen Tottenham mit 2:0

Sarri begnadigt Kepa, lässt den Zeitpunkt aber offen

Die - zumindest zwischenzeitliche - Degradierung von Kepa Arrizabalaga hatte sich für Maurizio Sarri nicht als Eigentor entpuppt. Im Gegenteil. Unabhängig vom Ergebnis kann man Sarri nach dem 2:0-Erfolg im Londoner Duell gegen Tottenham als den Gewinner dieser Partie zählen - und das aus mehreren Gründen.

FC Chelsea
Spiel eins nach dem Kepa-Eklat: Willy Caballero (#13) hielt seinen Kasten sauber, Kepa Arrizabalaga (re.) nahm auf der Bank Platz.
© Getty ImagesZoomansicht

Nachdem der Italiener seinen Torhüter Kepa Arrizabalaga nach dem Eklat im Ligapokal-Finale nicht aufgestellt hatte, hielt Ersatzmann Willy Caballero, der am Sonntagabend noch vergeblich auf seine Einwechslung gehofft hatte, seinen Kasten sauber. Zwar hatte der Argentinier in der 44. Minute Glück, als sich ein Winks-Fernschuss über ihn senkte und an den Querbalken klatschte - ansonsten bekam der 37-Jährige nichts auf sein Tor. Null Torschüsse in einer Partie, das gab es bei den Spurs seit 2013 nicht mehr.

Rückkehr gegen Fulham oder Dynamo

Obwohl Caballero eine gute Figur abgab, wird er sich früher oder später wieder mit der Rolle des Ersatzmannes anfreunden müssen. "Es war die richtige Entscheidung: Kepa hat einen großen Fehler gemacht, aber er hat seine Strafe gegenüber dem Klub und gegenüber der Mannschaft abgeleistet", wollte Sarri das für ihn leidige Thema nun ein für alle Mal beenden. "Ich denke, wir müssen nun damit aufhören. Kepa ist ab morgen wieder bei uns. Ich weiß nicht, ob er im nächsten Spiel wieder auf dem Feld sein wird, sicher ist aber, dass er es in einem der nächsten beiden sein wird."

Kepa weiterhin die Nummer eins

Sprich: Ob nun am Sonntag beim Nachbarschaftsduell in Fulham oder am Donnerstag an der Stamford Bridge gegen Dynamo Kiew - der Baske wird definitiv zurückkehren. Ob Kepa, im Sommer für 80 Millionen Euro aus Bilbao verpflichtet, weiterhin den Nummer-eins-Status inne habe? "Natürlich."

Damit hatte Sarri das Thema Kepa aus der Welt geschafft, ohne komplett das Gesicht zu verlieren - und nicht nur das. Stellte die verweigerte Auswechslung Kepas und das anschließend verlorene Elfmeterschießen im Ligapokal-Finale gegen Manchester City quasi den Tiefpunkt in der Amtszeit des erst zu Saisonbeginn installierten Italieners dar, könnte dies nun gleichzeitig einen Wendepunkt darstellen - auch in puncto Standing bei Spielern und Publikum.

Tabellenrechner Premier League

Ein weiterer Beleg: In der 59. Minute blinkte auf der Tafel des fünften Offiziellen die Nummer 10 auf: Eden Hazard, der wohl größte Star in den Reihen der Blues, musste beim Stand von lediglich 1:0 das Feld vorzeitig verlassen, für ihn kam Willian in die Partie. Das oftmals kritische Publikum hätte eine solch frühe Auswechslung des Belgiers gegen einen eigentlich so gefährlichen Gegner unter normalen Umständen wohl mit Unmutsbekundungen kommentiert, doch stattdessen erhoben sich die Massen und spendeten Applaus. Hazard selbst ließ sich nichts anmerken, begrüßte seinen brasilianischen Teamkollegen mit einem Zwinkern in der Partie und demonstrierte darüber hinaus mit einer Umarmung die Verbundenheit mit Coach Sarri.

Trippier sorgt mit Eigentor für die Entscheidung

Nicht nur, dass die Blues mit dem an diesem Abend überragenden Pedro, der bei seinem Treffer zum 1:0 in der 57. Minute sowohl Toby Alderweireld als auch Hugo Lloris ganz alt aussehen ließ, spielerisch Glanzpunkte setzten, es kehrte auch das zuletzt fehlende Glück zurück. Und zwar in Person von Spurs-Verteidiger Kieran Trippier. Der 28-Jährige leistete sich in der 84. Minute einen nicht zu erklärenden Aussetzer und besiegelte mit einem Eigentor aus 20 Metern den 2:0-Endstand.

Sitzt Sarri wieder fester im Sattel?

Die Entlassung Sarris sollte mit diesem Erfolg wohl zunächst abgewendet worden sein. Der Druck hat sich auf den 60-Jährigen aber wohl nicht verringert: "In diesem Job stehst du jede Woche unter Druck", so Sarri, der aber weniger den Fokus auf seine berufliche Zukunft, sondern mehr auf die Jagd nach den Champions-League-Plätzen richten wollte: "Der Sieg war wirklich sehr wichtig, da wir nun um einen der Top-Vier-Plätze kämpfen. Eventuell können wir mit diesem Ergebnis auch Tottenham mit hineinziehen." Zwar beträgt der Rückstand auf die nun seit zwei Ligaspielen punktlosen Spurs noch sieben Zähler, "unmöglich ist es jedoch nicht".

kög

 
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Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1FC Liverpool64:1569
 
2Manchester City75:2068
 
3Tottenham Hotspur55:2960
 
4FC Arsenal60:3856
 
5Manchester United55:3655
 
6FC Chelsea47:2953
 
7Wolverhampton Wanderers35:3540
 
8FC Watford39:4040
 
9FC Everton39:3936
 
10West Ham United35:4136
 
11Leicester City34:3935
 
12AFC Bournemouth39:5334
 
13Newcastle United26:3431
 
14Crystal Palace32:3830
 
15FC Burnley31:5030
 
16Brighton & Hove Albion29:4127
 
17FC Southampton30:4627
 
18Cardiff City25:5525
 
19FC Fulham26:6317
 
20Huddersfield Town15:5014

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