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17.11.2017, 11:58

Mehr Live-Spiele, neue Termine, neue Player

TV-Vertrag: Premier League ebnet Weg für noch mehr Geld

Die Premier League wird noch reicher. Die 20 Klubchef stimmten am Donnerstag für eine größere Anzahl an Live-Spielen im noch auszuhandelnden neuen TV-Vertrag von 2019 bis 2022. Auch Spiele zur Primetime am Samstagabend sind angedacht. Der Einstieg von neuen US-Playern könnte für ein neues Wettbieten sorgen. Dass es noch mehr Geld gibt, darf als sicher gelten.

Jamie Carragher
Bald noch teurer: Sky Sports (l. TV-Experte Jamie Carragher) hält derzeit den Großteil der TV-Rechte an der Premier League.
© imagoZoomansicht

5,14 Milliarden Pfund brachte der aktuelle Fernsehvertrag (2016 bis 2019) der Premier League über die Inlandsvermarktung ein. Der nächste Deal dürfte das noch toppen. Bei ihrem vierteljährlichen Treffen in London stellten die Klubchefs die Weichen für die nächste Ausschreibung, die noch vor Weihnachten beginnen soll und die reichste Liga der Welt mit Sicherheit noch reicher machen wird.

Ab der Saison 2019/20 sollen mindestens 190 Premier-League-Spiele (maximal 210) live übertragen werden, bislang sind es 168. Anders als in Deutschland sind die Partien am Samstagnachmittag in England auch im Pay-TV nicht live zu sehen - was auch so bleiben soll. Die höhere Anzahl an Live-Spielen wird daher mit großer Wahrscheinlichkeit mit weiteren Anstoßzeiten einhergehen: Übereinstimmenden englischen Medienberichten zufolge soll es Spiele zur Primetime am späten Samstagabend geben (bisher ist 18.30 Uhr der späteste Kick-off), zudem sind mehr Termine unter der Woche und an Feiertagen geplant.

Amazon, Netflix, Facebook: Neue Player?

Derzeit halten Sky Sports und BT Sport die Fernsehrechte, große US-Player wie Amazon, Apple, Netflix oder Facebook, von denen einige zuletzt bereits auf dem UK-Sportrechtemarkt tätig wurden, werden jedoch als neue mögliche Wettbewerber gehandelt. Sie könnten die Preise in noch schwindelerregendere Höhen treiben. Bei den letzten beiden Ausschreibungen wuchsen die Inlandseinnahmen jeweils um 70 Prozent an.

Live aus Manchester: Die "Big Six" versuchten unlängst, sich mehr Geld aus der Auslandsvermarktung unter den Nagel zu reißen.
© imago

Die Football Supporters' Federation brachte bereits ihre Bedenken zum Ausdruck: Die Stimmung in den Stadien werde weiter leiden, der ursprüngliche Termin am Samstagnachmittag müsse geschützt werden. Mit günstigeren Eintrittspreisen geht der enorme Anstieg der TV-Gelder ohnehin kaum einher. Die junge Generation wird zunehmend aus den Stadien verdrängt, wie eine Studie unlängst zeigte.

Mehr Auslandsgeld für die Topklubs? Plan der "Big Six" scheitert

Für Aufsehen hatte unlängst ein Versuch der sogenannten "Big Six" (Arsenal, Chelsea, Liverpool, Manchester City, Manchester United, Tottenham) gesorgt, einen größeren Teil der Einnahmen aus der Auslandsvermarktung zu erhalten als der Rest der Liga. Das zog den Widerstand anderer Klubs auf sich, die in die Phalanx der Topklubs auch bei gleichmäßiger Verteilung der Auslands-TV-Gelder (wie bei Premier-League-Gründung 1992 festgelegt) schon kaum noch eindringen können. Weil die Mehrheit von 14 Stimmen nicht zu erreichen war, legten die "Big Six" ihren Plan vorerst auf Eis.

ski

Ranking zur Verteilung der Fernsehgelder
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Mit dem Abpfiff der Relegationsspiele steht genau fest, welche Summen die 18 Bundesligaklubs in der Saison 2016/17 aus der von der DFL durchgeführten nationalen Vermarktung erhalten. Zur Ausschüttung kommen insgesamt 709 Millionen Euro. Davon stammen 673 Millionen Euro aus der Vergabe der Medienrechte und 36 Millionen Euro aus der Sponsoring-Gruppenvermarktung. 20 Prozent der Gesamtsumme fließen an die Bundesligavereine, 20 Prozent an die Vereine der 2. Liga. Die folgende Geldrangliste enthält nicht die Zahlungen aus den Erlösen der internationalen Vermarktung in Höhe von 152 Millionen Euro. Davon erhält jeder Bundesligaverein pauschal 2,5 Millionen Euro, auf die 18 Vereine der 2. Liga entfallen insgesamt nur 1,8 Millionen Euro. 105,2 Millionen Euro werden unter den Bundesliga-Teilnehmern am Europacup in den zurückliegenden fünf Jahren entsprechend ihrer in diesen Wettbewerben gewonnen Punkt verteilt. Allein Bayern München bezieht hieraus über 30 Millionen Euro.
© imago, Getty Images

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Premier League - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Manchester City40:734
 
2Manchester United27:626
 
3FC Chelsea23:1025
 
4Tottenham Hotspur20:923
 
5FC Liverpool24:1722
 
6FC Arsenal22:1622
 
7FC Burnley12:922
 
8FC Watford19:2118
 
9Brighton & Hove Albion13:1316
 
10Huddersfield Town8:1715
 
11Newcastle United11:1414
 
12Leicester City16:1813
 
13AFC Bournemouth11:1413
 
14FC Southampton9:1413
 
15Stoke City15:2413
 
16FC Everton12:2412
 
17West Bromwich Albion9:1810
 
18West Ham United11:259
 
19Swansea City7:158
 
20Crystal Palace6:245

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