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Bayern München

Bayern München

5
:
4

Halbzeitstand
1:2
1. FC Heidenheim

1. FC Heidenheim


BAYERN MÜNCHEN
1. FC HEIDENHEIM
15.
30.
45.







60.
75.
90.
















1:0, 1:2, 4:2, 4:4 - und dann trifft Lewandowski vom Punkt

Neun Tore, Rot und dreimal Alu: Bayern gewinnt irres Spiel

Der FC Bayern hat den 1. FC Heidenheim am frühen Mittwochabend in einem verrückten Fußballspiel 5:4 besiegt und ist ins DFB-Pokal-Halbfinale eingezogen. Die Münchner gingen früh in Führung, doch kurz darauf sah Süle Rot. Damit nahm der Irrsinn seinen Lauf.

Eine der zentralen Szenen: Niklas Süle bringt Robert Andrich zu Fall - und sieht nach einer Viertelstunde Rot.
Eine der zentralen Szenen: Niklas Süle bringt Robert Andrich zu Fall - und sieht nach einer Viertelstunde Rot.
© imagoZoomansicht

Bayerns Trainer Niko Kovac änderte seine Startelf im Vergleich zum jüngsten 1:1 in Freiburg auf drei Positionen: Anstelle von Boateng, Coman und Lewandowski spielten Hummels, Gnabry und Ribery.

Heidenheims Coach Frank Schmidt beließ es nach dem 0:0 in Magdeburg bei zwei Wechseln: Griesbeck und Andrich ersetzten Feick und Thiel.

Goretzka trifft - Süle fliegt

Die Partie begann, wie sie gemeinhin erwartet worden ist. Die Bayern dominierten - und gingen in Führung: Kimmich trat eine Ecke vors Tor, Goretzka stieg hoch und traf per Kopf zum 1:0 (12.). Was dann aber passierte, hatte wohl niemand erwartet. Kurz nach dem ersten Treffer des Abends gab es eine Schlüsselszene vor Ulreichs Gehäuse: Süle kam unmittelbar vor der Strafraumkante gegen Andrich zu spät und brachte den Heidenheimer zu Fall. Schiedsrichter Guido Winkmann zückte erst Gelb, doch der Videoassistent schaltete sich ein - und Winkmann zeigte Süle schließlich Rot (15.).

Nun mussten die Bayern 75 Minuten in Unterzahl spielen - und Heidenheim witterte seine Chance; spätestens dann, als Schnatterer den Freistoß nach dem Süle-Foul an die Latte geschossen hatte (17.). Der Zweitligist war zwar auch in der Anfangsviertelstunde durchaus mutig aufgetreten, doch nun wurde er zwingender und zwingender.

Heidenheim dreht das Spiel - mit Schnatterer

Zunächst scheiterte Dovedan an Ulreich (20.), dann glich der Außenseiter aber tatsächlich aus: Schnatterer servierte vom rechten Strafraumeck und fand Glatzel am zweiten Pfosten, dessen Kopfball flog ins Netz (27.). Und kurz vor der Pause kam es sogar noch dicker für die Bayern: Schnatterer traf aus halbrechter Position mit einem Schuss ins lange Eck zur Heidenheimer Führung (39.).

Der Schlusspunkt eines verrückten Spiels: Robert Lewandowski überwindet Kevin Müller zum 5:4.
Der Schlusspunkt eines verrückten Spiels: Robert Lewandowski überwindet Kevin Müller zum 5:4.
© imago

Kovac wechselte zur Pause zweimal - und setzte damit den richtigen Impuls, denn nach dem Seitenwechsel drehte seine Mannschaft das Spiel in weniger als drei Minuten. Erst traf Müller auf Vorlage des eingewechselten Lewandowski per Drehschuss aus sieben Metern (53.), dann grätschte der Pole den Ball nach einem Müller-Querpass ins Tor (55.). Nun waren die Bayern auf einmal wieder auf Kurs Halbfinale, was spätestens das 4:2 durch den auffälligen Gnabry untermauerte (65.).

Dank Glatzel: Heidenheim meldet sich zurück

Heidenheim war nun merklich mitgenommen und schien geschlagen, gab sich allerdings keineswegs auf. Im Gegenteil: Müller köpfte den Ball im Mittelfeld unfreiwillig vor die Füße des eingewechselten Multhaup, dieser fand Glatzel am Strafraum, und der Angreifer traf per Flachschuss (74.). Nur drei Minuten später lag die Kugel erneut im Bayern-Tor: Nach einem Foul von Hummels an Multhaup trat Glatzel zum Elfmeter an - und hob den Ball lässig in die Mitte (77.). Auf einmal stand es 4:4.

Dass am Ende aber doch die Bayern jubelten, lag an zwei Szenen jenseits der 80. Minute. Erst ließ Thomalla kurz nach Gnabrys Lattentreffer (78.) nach einem Konter eine Großchance aus, als er an Ulreich scheiterte (82.), dann behielt Lewandowski nach einem Handspiel von Busch aus elf Metern die Nerven und traf (84.). Kurz vor Schluss scheiterte Gnabry noch einmal an der Latte (89.), so blieb es beim 5:4.

DFB-Pokal, 2018/19, Viertelfinale
Bayern München - 1. FC Heidenheim 5:4
Bayern München - 1. FC Heidenheim 5:4
Im Gespräch

Die beiden Trainer Frank Schmidt (li.) und Niko Kovac.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Ulreich (2,5) - 
Kimmich (5) , 
Süle    
Hummels (5) , 
Rafinha (5,5)    
Thiago (5) - 
James (5)    
Goretzka (3)    
Gnabry (2,5)    
F. Ribery    
T. Müller (3)        

Einwechslungen:
24. J. Boateng (5,5) für F. Ribery
46. Coman (2,5) für Rafinha
46. Lewandowski (1,5)             für James

Trainer:
Kovac
1. FC Heidenheim
Aufstellung:
Ke. Müller (3,5) - 
Busch (5) , 
P. Mainka (5) , 
Beermann (5)    
Theuerkauf (5)    
Dorsch (3)        
Griesbeck (3)    
Andrich (3,5) - 
Schnatterer (1,5)            
Dovedan (3,5) - 
Glatzel (1)            

Einwechslungen:
52. Feick (4) für Dorsch
66. Multhaup für Schnatterer
73. Thomalla für Theuerkauf

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Goretzka (12., Kopfball, Kimmich)
1:1
Glatzel (26., Kopfball, Schnatterer)
1:2
Schnatterer (39., Rechtsschuss, Griesbeck)
2:2
T. Müller (53., Rechtsschuss, Lewandowski)
3:2
Lewandowski (55., Rechtsschuss, T. Müller)
4:2
Gnabry (65., Rechtsschuss, Hummels)
4:3
Glatzel (74., Rechtsschuss, Multhaup)
4:4
Glatzel (77., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Multhaup)
5:4
Lewandowski (84., Handelfmeter, Rechtsschuss)
Rote Karten
Bayern:
Süle
(15., Notbremse, Andrich)
Heidenheim:
-
Gelbe Karten
Bayern:
Lewandowski
(2. Gelbe Karte)
Heidenheim:
Dorsch
(2. Gelbe Karte)
,
Griesbeck
(1.)
,
Beermann
(1.)

Spieldaten

Bayern München       1. FC Heidenheim
Tore 5 : 4 Tore
 
Torschüsse 18 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 662 : 315 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 584 : 238 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 78 : 77 Fehlpässe
 
Passquote 88% : 76% Passquote
 
Ballbesitz 68% : 32% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 9 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 13 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 
Ecken 9 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
03.04.2019 18:30 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
75000 (ausverkauft)
Spielnote:  1
es war zwar ein Fehlerfestival, aber an Dramatik nicht zu überbieten: neun Tore, zwei Elfmeter, eine Rote Karte und ein abwechslungsreicher Spielverlauf.
Chancenverhältnis:
12:9
Eckenverhältnis:
9:2
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 1
in allen strittigen Situationen lagen er und sein Team richtig.
Spieler des Spiels:

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