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06.04.2019, 21:30

Kapitän von Borussia Dortmund redet Klartext

Reus total frustriert: "Wir haben katastrophal gespielt"

Mit einem Vorsprung von zwei Punkten war Borussia Dortmund als Bundesliga-Tabellenführer nach München gereist. Schnell war dieser aber verspielt - und gegen 20.20 Uhr war die Tabellenführung auch offiziell weg. Doch nicht nur das: Beim 0:5 ließ sich der BVB abgesehen von einer Großchance zu Beginn regelrecht überrollen. Kapitän Marco Reus fand hinterher klare Worte - und kam auch auf die sicherlich überraschende Aufstellung zu sprechen.

Marco Reus
Pure Enttäuschung: Marco Reus schleicht nach dem Schlusspfiff in München (0:5) vom Feld.
© imagoZoomansicht

Jacob Bruun Larsen schickt Marco Reus, der Kapitän blickt auf und findet Mohamed Dahoud. Der frühere Gladbacher, erstmals seit dem 21. Spieltag und sicherlich auch etwas überraschend anstelle des erwarteten Mario Götze wieder von Beginn an aufgeboten, zieht ab und trifft den Pfosten. Es wäre das 1:0 für den zu diesem Zeitpunkt noch als Tabellenführer geltenden BVB gewesen - und es war die insgesamt einzige nennenswerte Möglichkeit der Schwarz-Gelben.

84 Spielminuten später, gegen 20.20 Uhr, prangte dann ein deutliches 5:0 für Bayern auf der Anzeigentafel - und auf dem Rasen tummelten sich sichtlich enttäuschte Borussen. Allen voran Kapitän Marco Reus, der direkt nach Spielschluss als Erster vors "Sky"-Mikrofon schritt, war die pure Enttäuschung schnell anzumerken.

Reus' Aussagen fielen deutlich aus: "Wir haben katastrophal gespielt, katastrophal verteidigt... Ich habe ehrlich gesagt auch keine Erklärung dafür. Wir hatten nullkommanull Druck - und Bayern war einfach auch ganz klar besser. Das muss man neidlos anerkennen. Trotzdem müssen wir auch knallhart zu uns sein und das knallhart analysieren." Sein Trainer Lucien Favre blies ins selbe Horn: "Das war ein sehr, sehr schwieriges Spiel für uns. Das war eine Lehrstunde. Bayern war viel besser, sie haben mit viel mehr Tempo gespielt."

Falsche Aufstellung? Favre bezieht Stellung

Nachgefragt wurde bei beiden natürlich auch bezüglich der Aufstellung: Denn während eben Dahoud vor dem erwarteten Götze den Vorzug bekommen hatte, war auch der 33-jährige Routinier Lukasz Piszczek aufgeboten - obwohl der Pole letztmals am 21. Spieltag gegen Hoffenheim und erst seit wenigen Tagen wieder im Training mitgewirkt hatte. Die Folge: Piszczek tat sich sichtlich schwer, den spielfreudigen Kingsley Coman unter Kontrolle zu bekommen, wurde ein ums andere Mal vom Franzosen stehengelassen.

Lucien Favre
Bedient: Lucien Favre.
© imago

Favres Antworten dazu, zunächst bezüglich des Weltmeisters von 2014: "Nach dem Spiel ist es einfach zu sagen, dass es nicht gut war, auf Mario Götze zu verzichten. Aber ich weiß nicht, ob es im anderen System besser gewesen wäre. Wir wollten viele Läufe in die Tiefe haben, das ist uns leider gar nicht gelungen." Über den Außenverteidiger folgte diese Aussage - inklusive eines Ausblicks auf die Zukunft: "Piszczek hat gut trainiert. Doch vielleicht war das auch zu früh, das ist klar. Wir haben diese Chance verpasst, das ist schade. Wenn wir weiter so wie heute spielen, dann wird das natürlich schwer mit der Meisterschaft. Wir müssen spielen anstatt nur immer zu sagen: gewinnen, gewinnen, gewinnen."

Natürlich ist das nicht meine Lieblingsposition.Marco Reus über seine Aufstellung im Sturmzentrum

Reus indes, der als vorderster Angreifer aufgeboten war, wurde ebenfalls kurz bezüglich der Aufstellung befragt. Sein Zitat, mit durchaus Interpretationsspielraum zwischen den Zeilen. Ob er überrascht gewesen sei? "Was heißt überrascht? Ich sag es gerne nochmal: Natürlich ist das nicht meine Lieblingsposition. Im Endeffekt ist es aber scheißegal, wo du auf dem Platz stehst. Du musst deine Leistung bringen, du musst Einsatz zeigen. Und das haben wir als Kollektiv einfach nicht geschafft heute."

Ein Punkt Rückstand, noch sechs Spieltage

BVB-Abwehrchef Manuel Akanji blickte indes voraus auf den Bundesliga-Schlussspurt bei noch sechs ausstehenden Aufgaben und dem Fakt, nun wieder mit einem Punkt Rückstand hinter Bayern im Tableau zu liegen: "Wenn wir das Tor gemacht hätten, hätte es anders laufen können. Doch insgesamt hat dieses Mal vieles nicht gestimmt, das war einfach nicht gut genug. Wir sind ins Spiel gegangen, um es zu gewinnen. Doch mit solch einer Leistung ist das natürlich schwierig, solche Leistungen können wir jetzt nicht mehr zeigen, sonst war es das mit der Meisterschaft."

mag

Bilder des Spieltages
Bundesliga, 2018/19, 28. Spieltag
Bundesliga, 2018/19, 28. Spieltag
Kurz vor dem Start

Gladbach-Trainer Dieter Hecking vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen.
© Getty Images

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weitere Infos zu Reus

Vorname:Marco
Nachname:Reus
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:31.05.1989

weitere Infos zu Akanji

Vorname:Manuel
Nachname:Akanji
Nation: Schweiz
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:19.07.1995

weitere Infos zu Favre

Vorname:Lucien
Nachname:Favre
Nation: Schweiz
Verein:Borussia Dortmund

Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München74:2864
 
2Borussia Dortmund66:3563
 
3RB Leipzig53:2255
 
4Eintracht Frankfurt56:3152
 
5Bor. Mönchengladbach47:3548
 
6VfL Wolfsburg47:4245
 
7TSG Hoffenheim58:3944
 
8Werder Bremen50:4043
 
9Bayer 04 Leverkusen50:4842
 
10Fortuna Düsseldorf38:5237
 
11Hertha BSC41:4635
 
121. FSV Mainz 0533:4833
 
13SC Freiburg38:4832
 
14FC Schalke 0429:4626
 
15FC Augsburg37:5425
 
16VfB Stuttgart27:6021
 
171. FC Nürnberg23:5317
 
18Hannover 9625:6514

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