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18.05.2019, 19:47

Hoeneß gerührt, Lewandowski ebenso

"Robbery": Ein dreifaches Happy End

Arjen Robben und Franck Ribery - zwei Spieler, die den FC Bayern in der letzten Dekade stark geprägt haben. Am Samstagabend fiel für das Duo, das sogar einen eigenen Spitznamen erhalten hat ("Robbery"), der letzte Vorhang in der Allianz-Arena. Davor erlebten 75.000 Zuschauer ein echtes bayerisches Märchen, das nicht nur ein Happy End hatte, sondern gleich deren drei.

Drei Meister, die gehen: Arjen Robben, Rafinha und Franck Ribery (v.l.).
Drei Meister, die gehen: Arjen Robben, Rafinha und Franck Ribery (v.l.).
© imago imagesZoomansicht

Die Ausgangslage war klar. Der FC Bayern musste am letzten Spieltag zu Hause gegen Eintracht Frankfurt mindestens einen Punkt holen, um aus eigener Kraft die 29. Meisterschaft perfekt zu machen. Am Ende sprang ein eindrucksvoller und in der Höhe sogar verdienter 5:1-Sieg heraus. Es war der Höhepunkt einer äußerst spannenden Saison, in der die Bayern einen zwischenzeitlichen Rückstand von neun Punkten auf Dortmund wettmachten.

"Wir haben so viel Stress und Ärger gehabt, wir sind nach neun Punkten zurückgekommen", sagte Thomas Müller nach Abpfiff bei "Sky" und stellte fest: "Mehr geht nicht." Einen großen Anteil an diesem Happy End hatten zwei Spieler, die den Klub im Sommer verlassen werden - und die in München so schnell nicht vergessen werden. Robben und Ribery. "Was die geleistet haben. Das weiß jeder", lobte Müller und freute sich darüber, dass beide in ihrem letzten Bundesligaspiel für den FC Bayern trafen. "Für die beiden ist es Wahnsinn."

99 ist auch eine schöne Zahl.Arjen Robben über seine Bundesliga-Tore

Die Meisterschaft war nicht das einzige Happy End des Tages, es gab auch jeweils eines für Robben und Ribery. Der Franzose kam nach 61 Minuten, der Niederländer nach 67 - und beide trafen später jeweils ins Schwarze. Für Ribery war es das 86. Tor im 273. BL-Spiel, für Robben das 99. im 201. BL-Spiel. Robben hätte sogar Nr. 100 machen können, wenn nicht gar müssen, er scheiterte jedoch in der 82. Minute an SGE-Keeper Kevin Trapp. "Ich hätte ihn machen müssen", sagte Robben später, war aber nicht traurig über die vergebene Chance. "100 Tore wären natürlich schön gewesen, aber 99 ist auch eine schöne Zahl. Ich muss mich nicht ärgern."

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Für beide war es ein emotionales Spiel, daraus machten beide kein Geheimnis. "Mir war wichtig, noch einmal zu spielen. Ich war nur heiß auf das Spiel", sagte Robben und gab anschließend einen kleinen Einblick in sein Gefühlsleben. "Viele Emotionen gehen durch den Körper. Das kann man mit Wörtern nicht beschreiben, das muss man fühlen."

Gerührt war auch Ribery, dessen halbe Familie zum Abschied angereist war, oder wie er selbst es sagte: "Halb Frankreich" war da. "Das war mein letzter Moment in der Allianz Arena", sagte der 36-Jährige wehmütig und blickte zurück: "Ich war nicht zwei, drei Jahre hier - es waren zwölf." Ribery verriet auch, dass 2013 "meine beste Saison war. Das war Wahnsinn, das kann man nicht vergessen."

Hoeneß zu Tränen gerührt

Die Geschichte ging auch an weiteren Weggefährten des Duos nicht spurlos vorbei. So gab Robert Lewandowski zu, "fast geweint" zu haben, weil dies so "eine schöne Geschichte" war. Und Uli Hoeneß? Der verdrückte die eine oder andere Träne und grämte sich nicht dafür, dass er von seinen Emotionen übermannt worden war. "Dass er an so einem Tag so ein unglaubliches Tor schießt. Dann konnte ich meine Tränen nicht halten. Ich hatte ja mitbekommen, wie traurig er war." Der Auftritt von Robben gefiel Hoeneß ebenfalls. "Bei Arjen hatte ich das Gefühl, dass er wie aufgezogen war. Er hat gespielt wie in der C-Jugend, war immer da, wo der Ball war. Das hat mir gefallen."

Klar ist, dass beide große Fußstapfen in München hinterlassen werden. Das weiß auch Joshua Kimmich, der noch einmal auf die besondere Leistung des Duos hinwies. Robben und Ribery "haben den Verein in den letzten zehn Jahren geprägt" und dazu beigetragen, dass der Verein da ist, wo er jetzt steht. "Sie haben in großen Spielen immer den Unterschied gemacht."

drm

Ribery kam 2007 aus Marseille, Robben 2009 aus Madrid
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Zwei, die sich unvergesslich gemacht haben
Zwei, die sich unvergesslich gemacht haben

2007 kam Franck Ribery aus Marseille, 2009 Arjen Robben aus Madrid zum FC Bayern. Sie blieben zwölf, respektive zehn Jahre - Ribery spielte 426 Mal für den FCB in Pflichtspielen auf und brachte es dabei auf 124 Tore sowie 181 Vorlagen, Robben blickt auf 144 Treffer und 104 Assists in 309 Pflichtspielen für München zurück. Ein starkes Vermächtnis. "Robbery": Ihre größten Momente zum Durchklicken...
© Getty Images (3), imago images

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weitere Infos zu Robben

Vorname:Arjen
Nachname:Robben
Nation: Niederlande
Verein:Bayern München
Geboren am:23.01.1984


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