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18.05.2019, 21:06

Analyse von kicker-Chefreporter Karlheinz Wild

Schwache Konkurrenz vergibt Chancen: Bayern stark genug

Es hat also doch noch und wieder gereicht für die Bayern, auch wenn sie in diesem Jahr bis zum letzten Spieltag ausharren und sogar bangen mussten. Die ambitionierte Konkurrenz hat in dieser Saison eine große Chance vergeben, die triumphale Serie der Rekordmeister aus München zu unterbrechen. Eine Analyse von kicker-Chefreporter Karlheinz Wild.

Der FC Bayern war stark genug für die siebte Meisterschaft in Serie.
Der FC Bayern war stark genug für die siebte Meisterschaft in Serie.
© imago imagesZoomansicht

Nach Sebastien Hallers 1:1-Ausgleich schien im Showdown gegen Frankfurt und im Fernduell mit Borussia Dortmund plötzlich die Sensation nicht mehr unmöglich; doch drei Minuten später staubte David Alaba zum 2:1 ab. Und wieder fünf Minuten darauf schoss Renato Sanches den Ball ins Netz und sämtliche Zweifel aus der Arena.

Die Fan-Hymne "Deutscher Meister wird nur der FCB" fand zum insgesamt 29. Mal und nun zum siebten Mal hintereinander ihre Bestätigung. Die Dortmunder, in dieser nun beendeten Spielzeit 21-mal, die Bayern hingegen nur 13-mal Spitzenreiter, müssen Rang 2 akzeptieren, weil es ihnen nicht gelang, die neun Punkte Vorsprung, die sie zwischen dem 12. und 15. Spieltag gegenüber den Münchnern aufgehäuft hatten, zu verteidigen.

Die Münchner hatten sich in jenen Wochen eine heftige Herbstkrise genommen. Und als es gegen Fortuna Düsseldorf lediglich zu einem Heim-3:3 langte, wurde intern schonungslos analysiert und in der unmittelbaren Auswirkung vor allem die Rotation storniert. Bis zur Winterpause verkürzten die Bayern den Abstand zur Dortmunder Borussia auf sechs Zähler, um in einer furiosen Aufholjagd den heftig schwankenden BVB am 25. Spieltag von Platz 1 zu verdrängen.

Ein 5:0 und drei Remis im Schlussspurt reichten

Der glatte 5:0-Heimerfolg in München im direkten Duell gegen Dortmund stellte die Verhältnisse klar, doch die Bayern leisteten sich eben noch drei Remis gegen Freiburg und Nürnberg, jeweils 1:1, dazu das 0:0 in Leipzig am 33. Spieltag, so dass die definitive Entscheidung erst in der letzten Runde 2018/19 fiel. Das 5:1 gegen die Frankfurter geriet deutlich, war aber genauso verdient wie der erneute Gewinn der Schale nach einer konzentrierten Rückrunde mit lediglich neun eingebüßten Zählern.

Dennoch hätte die Leistung der Bayern allein nicht erneut die Schale gebracht, wären die Dortmunder und auch die in der ersten Halbserie starken Mönchengladbacher nicht so krass eingebrochen in der Rückrunde. Die Bundesliga hat in dieser Saison eine große Chance vergeben, die triumphale Serie der Rekordmeister aus München zu unterbrechen. Wenn die Bayern einmal schwächeln, war hier und dort aus der Liga zu hören, müssten die anderen zur Stelle sein.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 18.05., 20:30 Uhr
"Wir haben Großes geleistet" - Bayern feiert die Meisterschaft
Sie haben es geschafft, den siebten Meistertitel in Serie geholt. Der FC Bayern und Niko Kovac können sich über den Gewinn der deutschen Meisterschaft freuen.
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Die Dortmunder waren es im ersten Saisonabschnitt - und als sie sich endlich offen zum Ziel Meisterschaft bekannten, war es zu spät. Die größere mentale Stärke und der konsequentere Wille zeichneten neben dem besseren Kader doch die Münchner aus, die nun auch die zweite Phase ihrer personellen Umstrukturierung in der Liga unbeschadet überstanden haben.

Märchenhafter Abschied für Ribery und Robben

Für ihre beiden großen Außenstürmer, Franck Ribery und Arjen Robben, haben sie im Zieleinlauf doch noch einen großen, weil nahezu märchenhaften Abschied aus der heimischen Arena inszeniert: Beide wurden eingewechselt, beide erzielten ein Tor und wurden heroisch-hymnisch bejubelt. In Serge Gnabry und Kingsley Coman sind verheißungsvolle Nachfolger gefunden, aber eine Rib-Rob-Ära müssen diese jungen Kräfte erst einmal prägen.

kicker-Chefreporter Karlheinz Wild
kicker-Chefreporter Karlheinz Wild
© kicker

Wird Niko Kovac weiterhin dieses Mandat des Umbaus übertragen? Der neue Trainer musste viel Lehrgeld bezahlen. Er hat aber trotz großer Widrigkeiten - wenig Auffrischung in der von ihm klaglos übernommenen Belegschaft; wenig hilfreiche Äußerungen zu seiner Person in der Endphase, gerade vom Vorstand Karl-Heinz Rummenigge - national bisher geliefert, zumindest faktisch: In der Bundesliga steht die Meisterschaft, und auch der Pokalgewinn ist am kommenden Samstag gegen Leipzig noch möglich.

Bei einem Double-Gewinn wäre eine Entlassung dieses Trainers schwer zu vermitteln. Die Sympathie-Bekundungen aus der Fanschar der Roten werden die FCB-Entscheider zum Happy End in der Liga gegen Frankfurt genau registriert haben.

Der Rekordmeister fährt seinen 29. Titel ein
Zwischen Spannung und Umbruch: Bayerns Weg zum siebten Streich
Auf und Abs

Bittere Niederlagen und fulminante Siege, Fehlgeschlagenes und Gelungenes: Rekordmeister FC Bayern München durchlebte eine bis zum letzten Spieltag spannende Saison 2018/19, steht am Ende aber einmal mehr ganz oben. Der abwechslungsreiche Saisonverlauf des Meisters zum Durchklicken...
© Getty Images (3), imago images

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31 Leserkommentare

Sonnenloewe
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23.05.2019 | 20:35

Manni2016
22.05.19, 17:40

Buli am ende
Hier besteht dringender Handlungsbedarf!,, wenn z[...]
Manni2016
Beitrag melden
22.05.2019 | 17:40

Buli am ende

Hier besteht dringender Handlungsbedarf!,, wenn zum 7 mal in Folge der gleiche Verein Meister wird dann [...]
dastalent71
Beitrag melden
22.05.2019 | 12:03

@retiled

ich sage dir was an deiner sichtweise nicht stimmt. größter etat/beste mansnchaft = [...]
bullet2012
Beitrag melden
21.05.2019 | 11:35

@User ChetBaker

Oha, da scheint der Frust mal wieder ziemlich groß zu sein darüber, dass Bayern erneut Meister wurde. [...]
retiled
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20.05.2019 | 22:21

@TVEBN 20.05.19, 16:29

muss ich mich von ihnen beleidigen lassen? unsinn? was für unsinn?
ist es unsinn, weil ich ihre bana[...]

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Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München88:3278
 
2Borussia Dortmund81:4476
 
3RB Leipzig63:2966
 
4Bayer 04 Leverkusen69:5258
 
5Bor. Mönchengladbach55:4255
 
6VfL Wolfsburg62:5055
 
7Eintracht Frankfurt60:4854
 
8Werder Bremen58:4953
 
9TSG Hoffenheim70:5251
 
10Fortuna Düsseldorf49:6544
 
11Hertha BSC49:5743
 
121. FSV Mainz 0546:5743
 
13SC Freiburg46:6136
 
14FC Schalke 0437:5533
 
15FC Augsburg51:7132
 
16VfB Stuttgart32:7028
 
17Hannover 9631:7121
 
181. FC Nürnberg26:6819

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