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11.02.2019, 10:20

Düsseldorf: Trainer und Spieler bleiben realistisch

Funkel: "Mit 25 Punkten steigt man sehr wahrscheinlich ab"

"Crazy" - Verrückt: Fortuna-Stürmer Dodi Lukebakio konnte es kaum glauben, als ihm nach dem 3:0-Sieg über den VfB Stuttgart am Sonntagabend die Punkteabstände in der Tabelle vorgerechnet wurden. Die Düsseldorfer sind inzwischen näher dran an den Europapokalplätzen als an den Abstiegsrängen. Zum Träumen allerdings ist es noch zu früh.

Friedhelm Funkel
Bleibt realistisch: Friedhelm Funkel.
© Getty ImagesZoomansicht

Durch den siebten Saisonsieg schossen sich die Fortunen am Sonntag auf Rang zwölf. Zehn Punkte beträgt der Abstand zum Relegationsplatz 16, der vom VfB gehalten wird. Gar nur acht Punkte sind es bis Bayer Leverkusen auf Rang sechs. Manch einer könnte angesichts des jüngsten Erfolgslauf des Aufsteigers, der sich auch von einer deftigen Heimniederlage gegen Leipzig (0:4) nicht aus dem Tritt bringen ließ, da fast auf die Idee kommen, die Ziele neu zu definieren. Nicht jedoch Friedhelm Funkel. Der Trainer der Fortuna ist lang genug im Geschäft, um die Situation realistisch einzuschätzen. "Mit 25 Punkten steigt man sehr wahrscheinlich ab", knurrte der 65-Jährige, der viel lieber über die Leistung seines Teams sprach als über den aktuellen Tabellenstand: "Wir sind sehr geschlossen und mit viel Mut aufgetreten - ein großes Kompliment an die Mannschaft."

Fortuna nicht einmal ernsthaft in Gefahr

Bereits die 1:0-Pausenführung durch ein schön herausgespieltes Tor des gebürtigen Stuttgarters Kenan Karaman (34.) war absolut verdient, doch wie die Fortunen das vorab von vielen als "Endspiel" titulierte Duell gegen die abstiegsbedrohten Schwaben nach der Pause souverän zu Ende spielten und nicht einmal ernsthaft in Gefahr gerieten, das war eine fast noch größere Leistung. Den Grundstein dazu legte der tolle Schlenzer ins Toreck von Oliver Fink nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel. Der Treffer zog den Gästen endgültig den Stecker. "Dieses Tor", sagte der umtriebige und an zwei Toren beteiligte Kevin Stöger, "hat uns die Sicherheit gegeben, dass nichts mehr anbrennen wird." Und genauso war es auch. Es hätten sogar noch mehr Tore für die Fortuna fallen können als das 3:0 des eingewechselten Benito Raman (85.).

Fink: "Wir haben noch nichts erreicht"

Doch - das wurden die Düsseldorfer am Sonntagabend nicht müde zu betonen - es sind noch reichlich Punkte zu vergeben. Erreicht habe man deshalb noch nichts - erst recht nicht den Klassenerhalt. "Wir müssen weiter hart arbeiten, so wie wir das bislang auch gemacht haben", forderte Lukebakio, der diesmal eher als Vorlagengeber denn als Vollstrecker überzeugte. Ganz ähnlich klang das beim 15 Jahre älteren Routinier Fink: "Wir haben noch nichts erreicht. Aber es motiviert, wenn du zum jetzigen Zeitpunkt so viele Punkte auf dem Konto hast. Das zeigt uns, dass unser Weg richtig ist. Und dass wir belohnt werden, wenn wir immer alles reinknallen." So wie gegen Stuttgart.

Matthias Dersch

Bundesliga, 2018/19, 21. Spieltag
Fortuna Düsseldorf - VfB Stuttgart 3:0
Fortuna Düsseldorf - VfB Stuttgart 3:0
Freundschaftliche Begrüßung

Friedhelm Funkel und Markus Weinzierl (r.)
© imago

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Pl. VereinTorePkte.
1Borussia Dortmund54:2350
 
2Bayern München47:2445
 
3Bor. Mönchengladbach41:2142
 
4RB Leipzig38:1838
 
5Eintracht Frankfurt40:2733
 
6Bayer 04 Leverkusen37:3233
 
7VfL Wolfsburg32:3032
 
8Hertha BSC34:3131
 
9TSG Hoffenheim41:3230
 
10Werder Bremen36:3230
 
111. FSV Mainz 0523:3327
 
12Fortuna Düsseldorf25:3925
 
13SC Freiburg29:3723
 
14FC Schalke 0425:3222
 
15FC Augsburg29:3718
 
16VfB Stuttgart17:4715
 
17Hannover 9620:4414
 
181. FC Nürnberg17:4612

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