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14.09.2018, 16:23

SC-Trainer berichtet vor dem Derby über seine Leidenszeit

Streich: "Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren"

Am Montag war SC-Trainer Christian Streich wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrt, am Freitag folgte nun der erste öffentliche Auftritt nach seinem Bandscheibenvorfall. Vor dem Baden-Württemberg-Derby gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 18 Uhr) galt das Interesse ausnahmsweise mal mehr dem Gesundheitszustand des Trainers als dem seiner Spieler. "Es geht mir wesentlich besser", sagte Streich zu Beginn der Spieltagspressekonferenz und gab dann etwas ausführlicher Einblick in seine mehr als zweiwöchige Leidenszeit.

SC-Coach Christian Streich
Immer mit den Kollegen im Kontakt gewesen: SC-Coach Christian Streich.
© imagoZoomansicht

Schon vor dem letzten Vorbereitungsspiel gegen San Sebastian habe er Probleme im Lendenwirbelbereich bekommen und trotz "ziemlich starker Schmerzen" weiter gemacht. Nach dem Pokalspiel in Cottbus habe sich sein Zustand deutlich verschlechtert, weil er Ausstrahlungen in die Oberschenkel gespürt habe. "Ich konnte nicht mehr arbeiten und mich nicht mehr konzentrieren", erzählte Streich. Die Schmerzen hätten sich angefühlt, als würde jemand "die ganze Zeit im offenen Zahn bohren". Als seine Mannschaft zum Bundesligastart gegen Frankfurt antrat, lag der Cheftrainer im Krankenhaus und hat sich das Spiel auch erst am nächsten Tag angeschaut. Die zweite Partie in Hoffenheim hat er dann zuhause am Fernseher verfolgt. "In großen Teilen absolut ansprechend" seien die Spiele gewesen, aber "die Punkteausbeute steht nicht im Verhältnis zu dem, wie sie gespielt haben".

Streich geht davon aus, dass der Null-Punkte-Start nichts mit seiner Abwesenheit zu tun hat, denn es wurde seiner Ansicht nach "sehr konzentriert gearbeitet" und die Spieler hätten viel Verantwortung übernommen - "alle haben es vorbildlich gemacht". Mit den Trainerkollegen war er im ständigen Austausch, hat Trainingseinheiten und Spiele mit vorbereitet und analysiert "Da wir uns so viele Jahre kennen, sind die Abläufe klar", sagte Streich. Vom Krankenbett aus war er auch in die Aufstellung mit eingebunden, nur während der Spiele habe es keinen Kontakt gegeben.

Vor der Abfahrt zum Hoffenheim-Spiel war er auch einmal bei der Mannschaft in der Kabine, berichtete der SC-Coach, er habe den Spielern zeigen wollen, dass es ihm nicht möglich war zu coachen. "Seit ein paar Tagen kann ich wieder laufen", sagte Streich, "vor zwei Wochen hätte ich noch nicht gedacht, dass ich heute hier sitze." Wer ihm wie geholfen hat, wollte er nicht ausführen. Streich hofft nun darauf, dass es weiter bergauf geht und er nicht nur am Sonntag, sondern auch allen kommenden Spielen wieder auf der Bank sitzen kann. Eine bessere Chancenauswertung als in den ersten Spielen und die ersten Bundesligapunkte wären seinem Heilungsverlauf sicherlich zuträglich.

Daniela Frahm

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kicker.tv Hintergrund- 14.09., 17:35 Uhr
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Christian Streich ist wieder beim SC. Auch wenn er irgendwie nie wirklich weg war. Der Trainer mit den Bandscheibenproblemen kann aus seiner Abwesenheit trotz allem auch etwas Positives ziehen, allerdings gibt es auch Dinge, die für ihn "furchtbar" sind.
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