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14.01.2018, 11:20

Gnabry geht kühl mit Pfiffen um

Nagelsmanns Analyse: "Zu schläfrig im letzten Drittel"

Auf Konter setzte Julian Nagelsmann einen Schwerpunkt der kurzen Vorbereitung. Doch beim Rückrundenauftakt in Bremen (1:1) lässt die TSG Hoffenheim zu viele potenzielle Umschaltchancen aus. Serge Gnabry lassen die Pfiffe an alter Wirkungsstätte kalt.

TSG-Trainer Julian Nagelsmann
Musste sich in Bremen mit einem Punkt begnügen: TSG-Trainer Julian Nagelsmann.
© imagoZoomansicht

Vielleicht war es ein Sinnbild, dass sich während der Pressekonferenz nach dem leistungsgerechten Remis mitten in Nagelsmanns Analyse hinein das Mobiltelefon eines Medienvertreters meldete. Konzentriert hatte der 30-Jährige referiert, warum seine Elf im ersten Durchgang trotz Dominanz nicht zu den erwünscht vielen Torchancen gekommen war: "Wir haben ein bisschen zu schläfrig agiert im letzten Drittel." Nagelsmann erinnerte an ein "Fünf gegen Drei in der 25. Minute, wo wir zum Abschluss kommen müssen. Obs zwingend ein Tor wird, steht auf einem anderen Blatt".

Dann klingelt ein Handy. Nagelsmann streut in seine Ausführungen die launigen Worte: "Handy aus, kostet 15 Euro, für Journalisten." Und referiert weiter, als wäre nichts passiert. Auf dem Fußballplatz würde man das so bezeichnen: Unbeeindruckt von der Störung spielt er seinen Stiefel weiter herunter.

Jeder Fan muss selbst wissen, ob er pfeift oder nicht.Serge Gnabry nach den Pfiffen gegen ihn an alter Wirkungsstätte

Diese Selbstverständlichkeit, das Geschehen auf dem Feld anzunehmen, kaltschnäuzig darauf zu reagieren und optimal - nämlich in Form eines Sieges - zu lösen, ging der TSG im hohen Norden ab. "Wir hatten das Spiel in der Hand, haben aber nach dem 1:0 nicht mehr allzu viel nach vorne durchgezogen und zu oft Konter verspielt", fand etwa Serge Gnabry, der den Führungstreffer durch Benni Hübner mustergültig mit einer Flanke vorbereitet hatte.

Nicht konsequent im Umschaltspiel

Tatsächlich brachen die Gäste durchaus vielversprechende Situationen immer wieder ab, waren in ihren Laufwegen zu unstrukturiert oder in den Tiefenläufen nicht konsequent genug. Das dürfte Nagelsmann, der auch nächste Woche gegen Bayer Leverkusen nicht mit einem Einsatz von Kerem Demirbay rechnet, vor dem Hintergrund geärgert haben, dass er in der kurzen Vorbereitung unter anderem das offensive Umschalten thematisiert hatte.

Gnabry mit Spaß "in diesem Stadion"

Nichtsdestotrotz gab er sich nicht unzufrieden, weil das Ergebnis "gerecht" gewesen sei. Schließlich hatte Werder nach dem 1:1 ebenso Hochkaräter wie Hoffenheim. Der Ausgleich machte es für die Gäste nicht einfacher, weiß Gnabry aus eigener Erfahrung: "Mit dem Aufwind des Publikums ist es hier immer schwer." Vergangene Saison hatte die Bayern-Leihgabe noch elfmal für die Norddeutschen getroffen. Seinen Transfer nach München bzw. in den Kraichgau schienen die Fans nicht zu hundert Prozent zu goutieren. Die Pfiffe fand der 22-Jährige freilich nicht schön: "Das ist es nie, trotzdem gehe ich meinen Weg. Jeder Fan muss selbst wissen, ob er pfeift oder nicht." Das Wiedersehen mit den Kollegen habe ihn gefreut, es habe "Spaß gemacht in diesem Stadion".

Benni Hofmann

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weitere Infos zu Gnabry

Vorname:Serge
Nachname:Gnabry
Nation: Deutschland
Verein:TSG Hoffenheim
Geboren am:14.07.1995

weitere Infos zu Nagelsmann

Vorname:Julian
Nachname:Nagelsmann
Nation: Deutschland
Verein:TSG Hoffenheim


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