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12.10.2017, 17:35

Freiburgs Trainer verteidigt Ancelotti

Streich und die "unvergessliche Geste" von Heynckes

Die Bayern stehen in dieser Woche noch mehr im Fokus als sonst, vor allem natürlich ihr reaktivierter Trainer. Der SC Freiburg, am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) Gast beim ersten Spiel in der vierten Heynckes-Amtszeit, spielt dabei nur eine Nebenrolle, in der sich die Breisgauer allerdings wohl fühlen. Sie hoffen sie sogar zu ihren Gunsten nutzen zu können. SC-Trainer Christian Streich freut sich auf das Wiedersehen mit Heynckes, fordert aber auch einen respektvolleren Umgang mit Carlo Ancelotti.

Freiburgs Trainer Christian Streich
Keine Angst vor zu viel Belästigung durch die Presse: Freiburgs Trainer Christian Streich.
© imagoZoomansicht

Der Trainerwechsel bei den Bayern und seine Auswirkungen war natürlich auch in der Pressekonferenz des SC Freiburg vor der Partie in München das große Thema. "Wir brauchen jedenfalls keine Angst haben, dass wir von der Presse belästigt werden", scherzte Streich.

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit steht das SC-Gastspiel in der Allianz-Arena nun unter besonderen Vorzeichen. Im Mai waren die Freiburger zum letzten Saisonspiel dort, in dem die Bayern mit einer großen Show - die später auch von eigenen Spielern kritisiert wurde - ihre Meisterschaft feierten, während der SC noch um die Qualifikation zur Europa League kämpfte, letztlich aber 1:4 verlor.

Diesmal also Heynckes. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht das Gefühl haben, zu einem Event zu reisen", sagte Streich. Auch das war nicht so ganz ernst gemeint. Die Freiburger werden alles daransetzen, ihre Chancen zu suchen bei einem Gegner, der zuletzt zweimal eine 2:0-Führung verspielt hat. "Auch wenn das wahrscheinlich in den nächsten 50 Jahren nicht mehr vorkommt", wie Streich vermutete, wolle seine Mannschaft "nicht nur Sparringspartner sein". Allerdings gebe es sicherlich bessere Zeitpunkte für ein Spiel in München.

Ihr erstes Aufeinandertreffen im Februar 2012: Christian Streich und Jupp Heynckes.
Ihr erstes Aufeinandertreffen im Februar 2012: Christian Streich und Jupp Heynckes.
© imagoZoomansicht

Auf das Wiedersehen mit Jupp Heynckes freut sich der SC-Coach aber, weil er vor allem an das erste Aufeinandertreffen positive Erinnerungen hat. Als Tabellenletzter knöpfte der SC dem Rekordmeister im Februar 2012 beim 0:0 einen Punkt ab. Streich hatte das Team damals in der Winterpause übernommen und nach dem Spiel Aufmunterungen von Heynckes und dessen damaligen und aktuellen Co-Trainer Peter Hermann erhalten. "Sie haben uns aufgrund unserer Spielweise Mut gemacht", erzählte Streich.

Er empfand es alles andere als selbstverständlich, dass sich der Bayern-Coach trotz des für ihn unbefriedigenden Ergebnisses Zeit für ihn genommen habe. "Diese Unterstützung und Anerkennung vergesse ich nicht, das war eine außergewöhnliche Geste." Und er ist sich sicher, dass "die Idee vom Spiel" des alten neuen Trainers schon am Samstag zu sehen sein wird.

Eine Despektierlichkeit, die nicht zu fassen ist.Christian Streich über Ancelottis angebliche Planlosigkeit

Dass Heynckes' Vorgänger inzwischen teilweise unterstellt wird, er habe weder einen Plan noch eine Taktik gehabt, empfindet Streich hingegen als "Despektierlichkeit, die nicht zu fassen ist". Carlo Ancelotti sei "ein großer Trainer", was nicht nur an seinen vielen Titeln festzumachen sei. Das hätten schließlich auch schon einige der besten Spieler der Welt bestätigt. Möglicherweise habe er in München vor allem das Problem gehabt, nicht so gut Deutsch sprechen zu können. "Dann fehlt dir einfach ein wichtiges Mittel", sagte Streich, "das würde mir in Italien genauso gehen."

Daniela Frahm

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