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Tenobis
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13.10.17, 18:44

Brause

Wieviele der Leipzig Basher trinken jeden Tag den Saft der roten Bullen aus der Dose? 60%/80% oder gar 90%?
ToppiTrainergott
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13.10.17, 18:43

@Kopperle und Ossisailor

@Kopperle zu 1.: Nur damit wir uns nicht missverstehen: Ich rede von den Aufstiegen bis zur 5. Liga. Die waren erkauft durch die Übernahme von Markranstädt.
Ab jetzt auch für Ossisailor: Ja, das sehe ich streng. Man kann natürlich sagen, dass es den Aufstieg von Rasenballsport nur um ein paar Jahre verzögert hätte, wenn sie ganz unten begonnen hätten, aber es war symptomatisch für deren Einstellung: Wenn fairer Wettbewerb sich umgehen lässt, dann tun wir das. Hat sie ja auch mächtig genervt, dass sie in der Regionalliga zwei Ehrenrunden drehen mussten.
Der DFB hat daran übrigens weniger Verantwortung als der SFV. Man kann natürlich davon ausgehen, dass mit dem Versprechen, wir holen Profifußball nach Leipzig, auch der eine oder andere Verbandsfunktionär bereit war, Fünfe gerade sein zu lassen. Auch nicht die feine Art.
Und nicht vergessen sollten wir, dass sie zunächst zwar alle Teams von Markranstädt und dem ESV Delitzsch (dessen Ligenzugehörigkeit für die Reservemannschaft interessant war) übernommen haben, beide aber auch kurze Zeit später wieder abgestoßen. Und eben in erster Linie deren Spielgenehmigungen für die höheren Klassen behalten haben. Womit der ganze Deal eben genau das war: Ein Einkauf in eine höhere Liga. Das nenne ich erkaufte Aufstiege und ich wüsste nicht, wie man es sonst nennen sollte.

Zum Austausch mit Salzburg: Ich zweifle nicht daran, dass tatsächlich Geld von Leipzig nach Salzburg fließt. Aber wie viele Spielerwechsel kommen nicht zustande, weil die beteiligten Vereine sich nicht einigen können? Das passiert hier nicht. Da sagt die Konzernspitze: XY geht jetzt nach Leipzig - und allein der Spieler könnte es ablehnen, Salzburg aber nicht. Solche Bedingungen hat kein Wettbewerber. Ja, Salzburg hat auch an andere Clubs abgegeben. Nämlich dann, wenn Leipzig den Spieler nicht haben wollte oder wenn der Spieler nicht nach Leipzig wollte. Ich sehe nicht, warum das ein Argument sein sollte, die Praktiken zu verharmlosen. Es ist eine glasklare Wettbewerbsverzerrung.

Und noch zu Kopperles letzter Frage: Ich meine den besagten Brausekonzern. Der gehört Herrn Mateschitz nämlich nur zu 49 %, was viele wohl nicht wissen. Die anderen 51 % gehören der thailändischen Familie Yoovidhya. Einer von deren Sprösslingen hat 2012 besoffen mit einem Ferrari einen Polzisten totgefahren und wird seitdem offiziell gesucht. Tatsächlich weiß jeder Thailänder, dass er sich in London aufhält und das Land nur unbehelligt verlassen konnte, weil die Familie kräftig die Junta geschmiert hat. Ich kann nicht erkennen, was an solchen Leuten als Eigentümer oder Sponsor nun besser ist als an katarischen Scheichs oder Gazprom. (Übrigens mal ganz abgesehen von den zahlreichen Todesfällen bei Extremsportarten, für die der Brausekonzern eine Mitverantwortung trägt.)
Semsemnamm
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13.10.17, 16:28

@nauli:

Zitat: "So wie es in Dortmund abgelaufen ist, ist natürlich alles super, wie sie schon schreiben.
Aber nach Ihrer Ansicht eben nur in Dortmund und nicht in Wolfsburg,Leverkusen,Hoffenheim und Leipzig. Nur Dortmund darf an der Börse sein und sich Geld von Edelfans,Konzerne und sonst was holen. Eben nur Dortmund"

Wenn Sie mir jetzt bitte noch zitieren können, wo ich derartiges geschrieben haben soll, kämen wir vielleicht weiter. Hab ich aber nicht, und da bin ich wieder bei dem Punkt: RB-Fans können offenbar nur mit wilden Spekulationen, Lügen und Halbwahrheiten argumentieren. Sobald man aber die Fakten berücksichtigt, wird es ziemlich dünn.

Es steht jedem Verein frei, seine Profifußballabteilung auszulagern und externe Gelder einzusammeln. Das habe ich auch nie zur Debatte gestellt. Noch dazu habe ich als Schalker nicht mal eine besondere Sympathie für die Dortmunder und könnte es als Exilsachse auch supertoll finden, dass es endlich Bundesligafußball im Osten gibt. Das was RB aber da abzieht, hat mit fairem Wettbewerb schlicht und ergreifend nichts mehr zu tun. Und deshalb stehe ich - in diesem Punkt! - auch auf der Seite des BVB, ohne dass ich - wie im Übrigen auch die meisten BVB-Fans - diesen Verein und seine Strukturen nicht ebenso kritisch hinterfrage.

Das ist aber nun mal hier nicht das Thema und deshalb habe ich das hier auch nicht thematisiert. Vielleicht war das mein Fehler, man muss ja heutzutage offenbar in jeder Diskussion immer auch einen Disclaimer voranstellen, um nicht von irgendwelchen Leuten Dinge in den Mund gelegt zu bekommen, die man nie gesagt hat.

Ich habe fertig.
Ossisailor
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13.10.17, 16:27

@Toppi

Die Übernahme des SV Markranstädt siehst Du jetzt aber sehr eng, mein Lieber :-)
Die haben deren 1. Mannschaft und noch weitere - vor allem Jugendmannschaften - übernommen und die Spielberechtigung für die Landesliga erhalten. Und sind dann direkt im 1. Jahr in die Regionalliga aufgestiegen. Dort haben sie aber erst mal 3 Saisons gespielt, bevor sie aufgestiegen sind.
Ja, das war alles beabsichtigt und geplant, keine Frage. Aber die Aufstiege wurden nicht gekauft, sondern die Voraussetzung dafür, oder - wie Freund Kopperle es ausdrückt - der Erfolg. Aber diese Aufstiege mussten auch erst mal auf dem Platz erkämpft werden.

Für den Austausch von Spielern mit RB Salzburg wurden völlig korrekte Ablösesummen gezahlt. Klar könnte man jetzt sagen, rechte Tasche in die linke Tasche. Aber jeder Klub hat seine eigene Buchführung. Und da muss sowas korrekt vereinnahmt und verausnahmt werden. Sprich: Die Bilanz muss stimmen. Das läuft wie überall sonst auch ab. Und RB-Salzburg hat auch Spieler an andere Klubs abgegeben.

Aber o.k., die hatten in Leipzig sicher einen leichteren Zugriff auf deren Talente als andere Klubs. Gesetzt, diese Talente wollten auch wechseln.

Ja, das Ganze ist ein geplantes Projekt mit hohen Anfangs-Investitionen. Aber es ist langfristig angelegt, so dass es mittelfristig auf eigenen Beinen stehen kann. Tut es sogar jetzt schon, weil die klevere Personalpolitik den Wert des Kaders deutlich erhöht hat. Jedenfalls wird jetzt schon ein Gewinn aus dem operativen Geschäft erzielt. Wenn der allseits geliebte und bewunderte Mateschitz (haha) keine Luste mehr hat, kann RBL völlig alleine existieren. Wie jedes andere Mitglied der BuLi auch (bzw. die, welche gut wirtschaften).
Kopperle
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13.10.17, 16:27

@Toppi

...da sieht man es mal wieder...auch Objektivität liegt anscheinend im Auge des Betrachters und ist abhängig von der Tageszeit...:-)

zu 1.)...schon klar, dass die Lizenz damals von Markranstädt erworben wurde..."gekauft" klingt trotzdem für mich so, als ob nach Zahlung des Kaufpreises alles automatisch als Gegenleistung erfolgen würde..."erkauft" heißt für mich, man legt zwar die Basis, muss aber dafür noch was tun...und bei aller Objektivität, das machen sie in Leipzig schon gut...die Rolle des DFB darf hier natürlich angezweifelt werden, das ist klar...

zu 4.)...das kann man natürlich als Wettbewerbsverzerrung sehen...dafür investiert diese Firma aber auch in zwei Fußballabteilungen (Vereine kann man das ja nur noch schwer nennen). Diese sind beide von diesem einen Investor abhängig und tragen sogar dessen Namen...das kann auch zur Bürde werden, sollte es nicht so laufen wie gewünscht...

Solange es anständig erwirtschaftetes Geld ist, ist es mir im heutigen Leistungssport ziemlich egal, ob da das Geld von einem Investor a la RB kommt oder mehrere Unternehmen dahinterstecken...das Verwerfliche sehe ich eher bei dem Lizenzerwerb bzw. dem Umgehen des Vereinsrechtes...wobei das aus Sicht von Herrn Mateschitz ja schon wieder intelligent ist...den ereilt nicht das Schicksal von Herrn Ismaik...

An welche Firma denkst Du in Deinem letzten Absatz? Natürlich ist so etwas verwerflich. Auch als Bayernsympathisant muss ich gestehen, dass mir Geld vom Brausemilliardär lieber wäre, als Geld aus Katar...
schokofueralle
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13.10.17, 16:26

Kommerz & Fussball

Da dieses Thema nun schon so lange vor sich hin polarisiert, möchte ich nach langem Mitlesen auch mal etwas dazu senfen, da ich der Meinung bin, die Sache sogar NOCH neutraler beurteilen zu können, als der Club-Fan (Kopperle? bin grad nicht sicher), dem es anscheinend völlig recht wäre, wenn der 1FCN vom nächstbesten Millardär übernommen würde.
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Für mich hat PSG diesen Sommer eine Linie in den Sand gezogen (meinetwegen auch "vertieft", weil das Thema ja nicht neu ist) und hier kann sich jeder überlegen auf welcher Seite er sich einfindet. Mancher wird meinen, dass das der Lauf des kommerziellen Fussballs ist und der Zweck (Erfolg) die Mittel heiligt, aber mir ist das zuwider und deshalb bin ich froh, dass in Deutschland nicht jedweder Verein zum Verkauf freigegeben ist ... Aber genau da liegt ja das Problem, das so viele mit Leipzig haben, weil hier genau diese Unkäuflichkeit der deutschen Vereine elegant umschifft wurde.
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Man kann zwar einräumen, dass es in Leipzig oder Hoffenheim einigermaßen vernünftig angegangen wurde - im Fall von Leipzig tatsächlich sogar sehr beeindruckend. Dennoch schafft besonders Leipzig in meinen Augen einen Präzedenzfall, der ein PSG auch in Deutschland möglich macht und so gesehen, kann ich gut verstehen, dass ... nunja, traditionelle Fans den Reichsbahn-Verein mit allen Mitteln bekämpfen wollen. Dass sich dabei nun nicht nochmals von den Ausschreitungen des letzten Aufeinandertreffen distanziert wurde, mag kontrovers erscheinen, aber man muss auch nicht über jedes PC-Stöckchen hüpfen. Mal abwarten, was passiert.
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@Sciathan
Die Begriffe "Fan" und "Supporter" würde ich rein vom Gefühl so unterscheiden, dass ersterer (mehr) mit dem Herzen bei der Sache ist und letzterer (mehr) mit dem Geldbeutel.

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"Some people believe football is a matter of life and death. I am very disappointed with that attitude. I can assure you it is much, much more important than that."
(Bill Shankly)
Punjab_Duttrhappali
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13.10.17, 16:25

Furcht ist ein schlechter Ratgeber

Dieses Red Bull Leipzig Bashing resultiert meiner Meinung nach aus der Furcht, Leipzig könnte den hart erarbeiteten Platz an der Bundesligasonne gefährden. Sie haben schließlich sehr hohe Gelder zur Verfügung, die sie nicht aus dem üblichen Geldpool des Fußballs erhalten. Auch die Furcht, dass andere Konzerne nachziehen könnten, spielt eine Rolle und so wird schnell der Satz "Leipzig macht den Fußball kaputt" zur fixen Redewendung.

"Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid"

Meister Yodas Prophezeiung bestätigte sich bei dem letzten Gastspiel von RB in Dortmund. Jetzt wird wieder zum Protest aufgerufen, mit "derselben Devise wie beim letzten Mal". Das die Devise letztes Mal lautete Frauen und Kinder die nach Hause wollen mit Flaschen zu bewerfen, stört niemanden der Kommentierenden. Solange "alles im Rahmen des Gesetzes bleibt" sei es ja ok. Leider ist es nicht im Rahmen des Gesetzes geblieben, sondern, Frauen und Kinder die nach Hause wollten, wurden mit Flaschen beworfen. Man kann Leipzig auch gelassen gegenüber stehen, man muss nicht immer der Wut durch einen gut gezielten Wurf mit einem gläsernen Getränkegefäß Ausdruck verleihen. Man könnte ja auch das eigene Team feiern und unterstützen, statt auf das gegnerische einzudreschen, bzw. einzuwerfen.

Naja, es wird sich nie ändern, dass einige Fans anderen Fans vorschreiben wen und wann sie wie zu mögen haben und warum es falsch sei ausgerechnet Leipzig Fan zu sein. Das sind ja alles Erfolgsfans, deren Emotionen und Jubelschreie nicht so viel wert sind, wie die von den Boys auf der Süd. Das sind ja gekaufte oder verwirrte Emotionen und Jubelschreie, die sind nicht echt.... Hey, vielleicht wecken wir sie mit ein paar gemeinsam konsumierten Getränken auf, schmeisst denen mal ein paar Bier rüber.
nauli
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13.10.17, 14:52

thompson1909 und Semsemnamm

Sie sprechen in ihren Beitrag von:
``ganz Fussball deutschland verachtet dieses Projekt erwartungsgemäß zutiefst``

Wo her nehmen Sie sich das recht für alle zusprechen? Sind Sie der Oberfan?
Haben Sie alle Fans gefragt? Ich glaube nicht! Weil mich haben Sie nicht gefragt und ich lebe auch in Deutschland.

Semsemnamm
So wie es in Dortmund abgelaufen ist, ist natürlich alles super, wie sie schon schreiben.
Aber nach Ihrer Ansicht eben nur in Dortmund und nicht in Wolfsburg,Leverkusen,Hoffenheim und Leipzig. Nur Dortmund darf an der Börse sein und sich Geld von Edelfans,Konzerne und sonst was holen. Eben nur Dortmund
Wussten Sie eigentlich das es der BVB war, der sein Wappen als erstes für den Kommerz hergab! Das der BVB der erste war der ausgliederte! In meinen Augen zur damaligen Zeit absolute Wettbewerbsverzerrung!

Zum eigentlichen Artikel und den Vorfällen in der letzten Saison:

Wo bleibt eigentlich der Dortmunder Superedelfan, der damals schrieb,
`` am Freitag geht es um alles, wir stellen die Sturmtruppen der wahren Fans``

Schönes Wochenende
Sciathan
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13.10.17, 14:52

@ImHerzenEuropas

"Wo haben denn die BVB-Ultras dazu aufgerufen Frauen, Kinder und unbescholtene anzugreifen?"
"Friedlicher und sachlicher Protest muß geduldet und akzeptiert werden."

Dagegen würde auch niemand etwas sagen.

Aber wenn der Aufruf ist "Mit geölten Stimmbändern und dieselbe Devise wie damals", ohne auch nur die geringste Andeutung auf Gewaltverzicht, dann ist der Tenor eher "Besauft euch und gebt Vollgas".

Mal ganz unabhängig vom Thema Leipzig. Versteh einfach nicht, warum es aus der Ultra-Ecke eher darauf ankommt, das gegnerische Team zu beleidigen, statt das eigene Team anzufeuern. Hat schon seinen Grund, warum es in den eher gewaltbereiten Ligen Fan(atisch) heißt und in den anderen Ligen Supporter (Unterstützer).
Sollte der ein oder andere vielleicht mal drüber nachdenken. Da sind reichlich Leute dabei, die einfach ihren persönlichen Frust rauslassen wollen und dementsprechend etwas Schuldiges suchen, wo man das machen kann.
ToppiTrainergott
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13.10.17, 14:51

@Kopperle

Bei den objektiv betrachtbaren Tatsachen ist dir aber leider ein bisschen was durchgerutscht, mein Lieber. :-)

1. Wenn ein neu gegründeter Club einem bereits existierenden das Spielrecht für die 5. Liga abkauft, wie würdest du das nennen? Ich würde das schon einen gekauften Aufstieg nennen. Genaugenommen sind es sogar vier oder fünf gekaufte Aufstiege (weiß nicht genau, wie viele Ligen es in Sachsen untereinander gibt)

4. Ist es keine Wettbewerbsverzerrung, wenn man alle 6 Monate lustig Spieler mit einem anderen europäischen Erstligisten austauschen kann, ohne dabei über Ablösesummen und sonstiges verhandeln zu müssen, während jeder andere Club das nicht kann? Finde ich durchaus.

Was die Menge des eigesetzten Geldes betrifft, kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, wer hat, der kann - aber dass Leipzig im 2. Zweitligajahr mehr Transferausgaben hatte als alle 17 Konkurrenten zusammen (!), hat mit einem einigermaßen chancengleichen Wettstreit einfach nichts zu tun.
Und warum eine Firma, die zu 51 % einer Familie gehört, die in ihrem Heimatland regelmäßig Rechtsbrüche begeht, von deren Ahndung sie sich dann dank guter Beziehungen zur Militärjunta freikauft, nun als Eigentümer, Teilhaber oder Sponsor besser ist als Gazprom oder deutsche Versicherungskonzerne, erschließt sich mir auch nicht.

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