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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

4
:
0

Halbzeitstand
0:0
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


TSG HOFFENHEIM
VFB STUTTGART
15.
30.
45.






60.
75.
90.









VfB Stuttgart stellt sich in Unterzahl erst gut, dann schlecht an

1, 2, 3, 4: Hoffenheim dreht kurz gehörig auf

Nach sechs Minuten hätte der VfB Stuttgart beim Nachbarschaftsduell mit der TSG 1899 Hoffenheim zuschlagen können, nach acht Minuten und einer Roten Karte war der Plan der Schwaben über den Haufen geworfen. Die Kraichgauer konnten vom Weinzierl-Team aber auch in Unterzahl vom Tor weggehalten werden - allerdings nur bis zur Pause. Denn nach dem Seitenwechsel gab es eine Packung für Gomez, Zieler & Co. (4:0).

Ishak Belfodil (Mitte)
Doppelpack beim 4:0 gegen Stuttgart: Hoffenheims Angreifer Ishak Belfodil.
© imagoZoomansicht

TSG-Coach Julian Nagelsmann, der unter der Woche ein wildes 3:3 gegen Olympique Lyon in der Champions League notiert und sich über die abermaligen Gegentore (insgesamt 16 Spiele lang ohne weiße Weste) etwas aufgeregt hatte ("Es wurmt mich extrem"), veränderte seine Startelf auf vier Positionen: Akpoguma, Schulz, Demirbay und Szalai rückten auf die Bank, von Beginn an mitwirken durften Brenet, Zuber, Nelson und Joelinton.

Stuttgarts neuer Trainer Markus Weinzierl, der bei seinem Debüt ein 0:4 gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund zu verarbeiten hatte, beließ es indes bei einem Wechsel: Badstuber rückte als Achse in die Defensive, während Castro mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen musste. Was der ehemalige Augsburger und Schalker Coach außerdem noch vor diesem Nachbarschaftsduell angemerkt hatte: "Es gilt, Zweikämpfe zu suchen und zu gewinnen - und in keinster Phase brav zu agieren."

Gomez vergibt und Insua sieht Rot

Gesagt, getan - und dabei etwas übertrieben: Denn nachdem der gerade noch rechtzeitig von TSG-Kapitän Vogt bedrängte Stürmer Gomez früh eine sehr gute Chance aufs 1:0 liegen ließ (6., links vorbei), fuhr Abwehrmann Insua das linke Bein im Duell mit Kaderabek deutlich zu hoch aus. Der 29-Jährige traf den Hoffenheimer dabei an der rechten Gesichtshälfte, was den Videobeweis einschaltete: Schiedsrichter Frank Willenborg sah sich die Szenen selbst noch einmal an und zückte dann glatt Rot wegen rohem Spiels (8.). Eine sicherlich aus VfB-Sicht harte, aber auch absolut nachvollziehbare Entscheidung.

Emiliano Insua (links)
Rot von Schiedsrichter Frank Willenborg: Emiliano Insua (links) kann es nicht glauben.
© imago

Ascacibar steigt ein - Belfodil schlenzt fast perfekt

Das bedeutete: Stuttgart stellte gegen den Ball auf ein 5-3-1-System mit Stoßstürmer Gomez um und wusste, dass das noch viele, viele Minuten in Unterzahl werden würden. Gut aber, wie die Schwaben diese Situation annahmen, sich defensiv gut anstellten, wenig zuließen und sogar den Pfosten touchierten (Kopfball von Gonzalez, 12.). Das alles war andererseits aber auch den Kraichgauern vorzuwerfen, die mit einem Mann mehr wenig Esprit versprühten. Im Grunde glückte bis zur Halbzeitpause nur eine nennenswerte Aktion, als Belfodil den Ball herrlich schlenzte, Zieler sich vergebens streckte und die Kugel am Ende an den rechten Pfosten knallte (23.).

Einmal Videobeweis gab es übrigens auch noch: Nachdem Ascacibar im Mittelfeld rüde einsteigte und Gegenspieler Grillitsch, der sich dabei am rechten Knöchel verletzte und ausgewechselt werden musste (Demirbay kam), voll traf, sah sich Referee Willenborg erneut die Bilder an. Dieses Mal beließ er es allerdings bei Gelb.

0:4! Stuttgart lädt Hoffenheim ein

Was indes Stuttgart nach dem Seitenwechsel anbot, hatte nichts mehr mit den trotz Unterzahl guten ersten 45 Minuten zu tun. Denn plötzlich unterliefen den Schwaben etliche Fehler gegen nun gierige Kraichgauer. Die Folge war ein zackiges 0:4 binnen knapp zwölf Minuten: Nelson vernaschte erst einmal drei Gegenspieler, scheiterte an Zieler - und beim Nachsetzen schoss Brenet unter die Latte zum 1:0 ein (48.). Drei Minuten später legte Brenet von der rechten Seite ins Zentrum ab, fand Joelinton - und der Stürmer schob locker zum 2:0 ein (51.).

Es ging in der Folge nahtlos weiter, weil vor allem Belfodil richtig Lust bekam: Erst einmal enteilte der ehemalige Bremer der Stuttgarter Abwehr nach einem Joelinton-Steilpass, um rechts unten einzuschieben (57.). Dann bekam er den Ball von Gegenspieler Gentner perfekt in den Fuß serviert (schlimmer Fehlpass) und bedankte sich mit einem satten Schuss links oben - 4:0 (60.).

TSG-Serie beendet

Mit der Vier-Tore-Führung im Rücken ließen es die Hoffenheimer dann ruhiger angehen, obwohl bei konsequenterem Angriffsspiel sowie nach einigen weiteren Fehlern der VfB-Hintermannschaft sicherlich noch etwas mehr gegangen wäre (zum Beispiel Joker Grifo an den Pfosten, 86.). Letztlich blieb es beim 4:0.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Auf Hoffenheim, das sich mit diesem wichtigen Dreier wieder in der Tabelle oben annäherte und erstmals nach zuvor 16 Spielen kein Gegentor kassierte, wartet nun das schwere DFB-Pokal-Auswärtsspiel bei RB Leipzig am Mittwoch (20.45 Uhr). In der Liga folgt für die Kraichgauer das Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr). Der im Pokal bereits ausgeschiedene VfB (bereits zum siebten Mal in zehn Pflichtspielen in dieser Saison ohne eigenen Treffer) ist derweil gegen Eintracht Frankfurt gefordert - und zwar schon am Freitag (20.30 Uhr).

Bundesliga, 2018/19, 9. Spieltag
TSG Hoffenheim - VfB Stuttgart 4:0
TSG Hoffenheim - VfB Stuttgart 4:0
Lautstark

VfB-Trainer Markus Weinzierl in Sinsheim.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (3) - 
Kaderabek (3,5)    
Vogt (4)    
Bicakcic (3) , 
Brenet (2,5)    
Grillitsch (3)    
Nelson (2,5) , 
Kramaric (2,5)    
Zuber (3,5) - 
Belfodil (1,5)        
Joelinton (2)    

Einwechslungen:
40. Demirbay (1,5)     für Grillitsch
61. Grifo für Kramaric
62. Nordtveit für Kaderabek

Trainer:
Nagelsmann
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Zieler (4) - 
Baumgartl (4,5) , 
Badstuber (5) , 
Pavard (5) - 
Maffeo (4)    
Gentner (5)    
Ascacibar (4,5)    
Insua (6)    
Thommy (4,5)    
M. Gomez (4)    
Gonzalez (3,5)

Einwechslungen:
56. Sarpei (4,5) für M. Gomez
75. Beck für Maffeo
85. B. Özcan für Thommy

Trainer:
Weinzierl

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Brenet (48., Rechtsschuss, Nelson)
2:0
Joelinton (51., Rechtsschuss, Brenet)
3:0
Belfodil (57., Linksschuss, Joelinton)
4:0
Belfodil (60., Rechtsschuss)
Rote Karten
Hoffenheim:
-
Stuttgart:
Insua
(8., rohes Spiel, Kaderabek)

Gelbe Karten
Hoffenheim:
Demirbay
(1. Gelbe Karte)
Stuttgart:
Ascacibar
(3. Gelbe Karte)

Spieldaten

TSG Hoffenheim       VfB Stuttgart
Tore 4 : 0 Tore
 
Torschüsse 23 : 6 Torschüsse
 
gespielte Pässe 675 : 233 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 609 : 150 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 66 : 83 Fehlpässe
 
Passquote 90% : 64% Passquote
 
Ballbesitz 74% : 26% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 53% : 47% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 9 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 9 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 0 Abseits
 
Ecken 6 : 3 Ecken
 
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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Gulacsi, Peter
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RB Leipzig
33
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2.
Sommer, Yann
Sommer, Yann
Bor. Mönchengladbach
34
13x
 
3.
Neuer, Manuel
Neuer, Manuel
Bayern München
26
10x
 
4.
Bürki, Roman
Bürki, Roman
Borussia Dortmund
32
10x
 
5.
Hradecky, Lukas
Hradecky, Lukas
Bayer 04 Leverkusen
32
9x
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Spielinfo

Anstoß:
27.10.2018 18:30 Uhr
Zuschauer:
30150 (ausverkauft)
Spielnote:  3
zunächst zerfahren, dann schnell und spektakulär entschieden.
Chancenverhältnis:
15:4
Eckenverhältnis:
6:3
Schiedsrichter:
Frank Willenborg (Osnabrück)   Note 3
der Platzverweis wie die Verwarnung von Ascacibar waren vertretbar, hätte aber auch Gomez (17.) und Badstuber (78.) wegen taktischer Fouls verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Ishak Belfodil
Hoffenheims Ishak Belfodil war über die gesamte Spielzeit auffällig und gefährlich. Er schoss zwei Tore, scheiterte zuvor am Pfosten (23.), schaffte Räume und war körperlich sehr präsent.

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