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Hertha BSC

Hertha BSC

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05


HERTHA BSC
1. FSV MAINZ 05
15.
30.
45.






60.
75.
90.












Herthas Serie gegen Mainz endet - Selke verletzt

Pechvogel Stark avanciert zum Matchwinner

Nach zuvor vier erfolglosen Anläufen glückte Hertha BSC mal wieder ein Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05. In einem vor allem nach dem Seitenwechsel lebhaften Spiel geriet die Hertha zunächst in Rückstand, antwortete dann aber mit Wucht und feierte am Ende einen 2:1-Sieg.

Kampf um den Ball: Mainz' Danny Latza wird von Marko Grujic unter Druck gesetzt.
Kampf um den Ball: Mainz' Danny Latza wird von Marko Grujic unter Druck gesetzt.
© imagoZoomansicht

Herthas Coach Pal Dardai musste im Vergleich zum 0:1 beim FC Bayern auf Rekik (Rot-Sperre) verzichten und brachte dafür Torunarigha, der nach Achillessehnenproblemen rechtzeitig grünes Licht bekommen hatte.

Ebenfalls nur einmal wechselte Mainz' Trainer Sandro Schwarz. Boetius hatte beim 3:0 gegen Schalke seine fünfte Gelbe gesehen und fehlte damit gesperrt. Für ihn kehrte jedoch der wiedergenesene Quaison auf die Zehn zurück.

Das Duell Zehnter gegen Elfter war nicht unbedingt hochklassig. Zwar zeigten sich beide Mannschaften durchaus bemüht, allerdings dominierte hüben wie drüben das Sicherheitsdenken. Die Hertha investierte etwas mehr, hatte mehr Spielanteile und nach Duda-Ecke durch Torunarigha die erste nennenswerte Chance der Partie (8.). Etwas später zogen die Mainzer nach: Ujah köpfte knapp vorbei (14.).

Fehlender Spielwitz, kaum Torchancen

Hertha hatte nach knapp 20 Minuten 65 Prozent Ballbesitz und 57 Prozent gewonnene Zweikämpfe, Durchschlagskraft entwickelte sie allerdings nicht. Der "Alten Dame" fehlte das Überraschungsmoment, sodass die Mainzer Defensive nicht wirklich gefordert war. Allgemein fehlte es der Partie an Spielwitz.

Die Berliner spielten viel quer, wollten das Spiel auch breitmachen, nur war spätestens im finalen Drittel Schluss - zu wenig Bewegung, zu viele Unsauberkeiten in der Ballverarbeitung und darüber hinaus: zu aufmerksame Gegenspieler. Weil die Mainzer kaum Anstalten nach vorne machten und kaum einmal den gegnerischen Sechzehner betraten, plätscherte die Begegnung lange Zeit weitgehend ereignislos vor sich hin.

Nach 34 Minuten gab es zur Abwechslung mal einen Aufreger, als Aaron mal durchstartete und aus vollem Lauf von links nach innen zu Onisiwo flankte. Der Österreicher köpfte daraufhin aus sechs Metern an die Latte. Eine Führung der Mainzer wäre ob der kaum vorhandenen Angriffsbemühungen der Gäste schmeichelhaft gewesen. Weil aber auch die Berliner zu statisch und uninspiriert agierten, ging es unter dem Strich mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause.

Pechvogel Stark - Berlins starke Antwort

Torschützen unter sich: Niklas Stark und Marko Grujic (#15).
Torschützen unter sich: Niklas Stark und Marko Grujic (#15).
© imagoZoomansicht

Mainz konnte mit dem Punkt sicher besser leben als die "Alte Dame", die mit Blick auf ihre Europapokal-Ambitionen unbedingt einen Dreier brauchte. Dann ging auch noch der Start in Durchgang zwei so richtig in die Hose: Starks zu kurze Abwehr landete bei Öztunali, der aus 16 Metern etwas Platz hatte und umgehend abzog. Stark hielt noch seinen Schädel in die Schussbahn und bugsierte das Leder zu seinem Leidwesen ins eigene Netz - Traumstart für die Mainzer (46.).

Die Berliner Antwort ließ sich nicht lange auf sich warten und kam mit Wucht: Lazaros strammen Diagonalschuss (49.) wehrte FSV-Keeper Müller noch ebenso ab wie Leckies Kopfball bei der anschließenden Ecke, gegen Grujics Abstauber war der Schlussmann jedoch völlig machtlos - 1:1 (50.).

Selke muss raus - Zweimal Alu-Pech in der Schlussphase

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Und es kam noch dicker für die Gäste, die nach einer Stunde auf einmal in Rückstand waren: Lazaro vernaschte auf rechts Aaron und hatte anschließend das Auge für Stark, der sich bedankte, aus fünf Metern das 2:1 erzielte und so sein Eigentor wiedergutmachte (60.). Pech hatte jedoch Selke, der sich offenbar an der Hüfte verletzte und nach 67 Minuten ausgewechselt werden musste - Ibisevic kam.

Sportlich hatte das keine Auswirkungen, die Hertha war leicht am Drücker und hatte Pech, als Duda aus 19 Metern nur den rechten Pfosten traf (69.). Danach meldeten sich die Gäste jedoch durchaus lautstark zurück: Ujah köpfte nach Aaron-Flanke ans rechte Toreck (75.) und Quaison verfehlte das Tor nur knapp (76.). Die Schlussphase blieb interessant, vor allem, weil die Mainzer nicht aufsteckten und auf den Ausgleich drängten. Die Hertha gab sich hinten allerdings keine Blöße und brachte den so heiß ersehnten Heimsieg letztlich doch noch unter Dach und Fach.

Hertha ist am Samstag (15.30 Uhr) zu Gast in Freiburg. Mainz empfängt zur gleichen Zeit die Mönchengladbacher Borussia.

Bundesliga, 2018/19, 24. Spieltag
Hertha BSC - 1. FSV Mainz 05 2:1
Hertha BSC - 1. FSV Mainz 05 2:1
Blick voraus

Hertha-Trainer Pal Dardai konzentriert sich auf das wichtige Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Jarstein (3) - 
Stark (3)    
Lustenberger (3) , 
Torunarigha (3,5) - 
Lazaro (3) , 
Mittelstädt (4) - 
Grujic (3,5)    
Maier (3,5) - 
Duda (3,5)    
Kalou (5)        
Selke (3,5)    

Einwechslungen:
67. Ibisevic für Selke
77. Leckie für Kalou
90. + 3 Baak für Duda

Trainer:
Dardai
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
F. Müller (3) - 
Donati (4)        
Bell (3,5)        
Niakhaté (5) , 
Aaron (4,5) - 
Gbamin (3,5) - 
Öztunali (3) , 
Latza (4)    
Quaison (3,5) - 
Ujah (3,5) , 
Onisiwo (4)    

Einwechslungen:
65. Mateta für Onisiwo
79. Maxim für Latza
87. Kunde für Donati

Trainer:
Schwarz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Stark (46., Eigentor, Kopfball, Öztunali)
1:1
Grujic (50., Rechtsschuss, Selke)
2:1
Stark (60., Rechtsschuss, Lazaro)
Gelbe Karten
Hertha:
-
Mainz:
Bell
(7. Gelbe Karte)
,
Donati
(2.)

Spieldaten

Hertha BSC       1. FSV Mainz 05
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 11 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 571 : 376 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 452 : 249 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 119 : 127 Fehlpässe
 
Passquote 79% : 66% Passquote
 
Ballbesitz 60% : 40% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 50% : 50% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 10 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 10 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 2 Abseits
 
Ecken 4 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
02.03.2019 15:30 Uhr
Zuschauer:
33981
Spielnote:  4
nach einer schmerzhaft ereignisarmen ersten Halbzeit nahm das Spiel nach der Pause Fahrt auf und bot fortan deutlich mehr Intensität und Torszenen.
Chancenverhältnis:
4:5
Eckenverhältnis:
4:1
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 2,5
vergleichsweise harte Verwarnung für Donati (87., Foul an Mittelstädt), insgesamt aber mit einer sicheren und wohltuend ruhigen Spielleitung.
Spieler des Spiels:
Valentino Lazaro
Verkörperte Herthas Steigerung nach der Pause: Valentino Lazaro war mit seinen Flankenläufen einer der Gründe, warum Berlin das Spiel drehte. Glänzende Vorarbeit beim Siegtor.

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