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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

2
:
3

Halbzeitstand
1:2
RB Leipzig

RB Leipzig


BORUSSIA DORTMUND
RB LEIPZIG
15.
30.
45.








60.
75.
90.
















Bundesliga-Spitzenreiter verliert erstmals in dieser Saison

3:2 in Dortmund! Leipzig stürmt die BVB-Festung

Dieses Spiel bot dem Fußballherz alles, was es begehrt: Beim Duell zwischen dem bis dato souveränen Tabellenführer Borussia Dortmund und Vizemeister RB Leipzig gab es Tore, Platzverweise wie Torchancen am Fließband. Kurzum: Der Signal-Iduna-Park war am 8. Spieltag Schauplatz eines regelrechten Spektakels. Das Bittere aus BVB-Sicht: Am Ende stand eine 2:3-Niederlage und zugleich die erste Bundesliga-Heimniederlage nach zuvor 41 Partien ohne.

Yussuf Poulsen (links) und Sokratis Papastathopoulos
Schneller am Ball: Yussuf Poulsen (links) ist vor BVB-Kapitän Sokratis Papastathopoulos dran und trifft zum 2:1 für RB Leipzig.
© Getty ImagesZoomansicht

Wenngleich sich die elf Startspieler bei Borussia Dortmund für das Topspiel des 8. Spieltags mehr als sehen lassen konnten, tauschte Coach Peter Bosz im Vergleich zum etwas glücklichen 2:1 beim FC Augsburg sechsmal durch - teils gezwungenermaßen: Zagadou, Toprak, Sahin, Götze, Castro und Philipp begannen anstelle von Piszczek (Verletzung des Außenbandes im rechten Knie), Bartra, Weigl, Kagawa, Dahoud und Pulisic (allesamt auf der Bank).

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl reagierte derweil nach dem knappen 2:1 über den 1. FC Köln mit vier Wechseln: Bernardo, Keita, Kampl und Augustin starteten von Beginn an für Klostermann (Oberschenkelprobleme), Konaté (nicht im Kader), Demme und Forsberg (beide Bank). Ein wenig personelle Freude war im Übrigen auch aufgekommen: Nationalspieler Werner, der an einer Blockade des Kiefergelenks und der Halswirbelsäulen-Muskulatur laboriert hatte, stand im Kader.

Aubameyang hier, Sabitzer dort

Die Leipziger Viererkette, die mit zu Beginn furios pressenden Dortmundern zurechtkommen musste, bestand somit aus den Akteuren Bernardo, Upamecano, Halstenberg und Ilsanker. Letzterer hatte in den ersten Minuten auch seine Mühe - und verursachte mit einem katastrophalen Fehler das 0:1: Der Österreicher spielte Aubameyang bei einem misslungenen Rückpass Richtung eigenes Tor direkt in den Fuß. Der Gabuner, der während der Länderspielpause das WM-Ticket mit seiner Nation nicht gebucht hatte, eilte über die linke Seite in den Strafraum, blieb cool und schob flach ins rechte untere Eck ein (4.).

Pierre-Emerick Aubameyang
Nach Pierre-Emerick Aubameyangs Führungstor wurde die Dortmunder Gefühlswelt auf den Kopf gestellt.
© Getty Images

Die Antwort der Sachsen, die mit fortschreitender Zeit immer besser zurechtkamen und selbst das Zepter in die Hand nahmen, ließ nicht lange auf sich warten: Der ehemalige BVB-Profi Kampl (14 Ligaspiele 2015 für die Borussia) schaufelte einen Freistoß aus dem Mittelfeld links in den Strafraum zu Halstenberg, der höher als Gegenspieler Toljan stieg und ins Zentrum zum freistehenden Sabitzer nickte. Der Österreicher, der erstmals in seiner Karriere die Kapitänsbinde trug, brauchte nur noch den Kopf hinhalten - 1:1 (10.)

Poulsen stellt das Spiel auf den Kopf

Es sollte sogar noch dicker kommen für die Schwarz-Gelben: Erst ließ Aubameyang frei vor RB-Keeper Gulacsi das 2:1 liegen (13.), ehe die Gäste das Spiel komplett drehten. Dabei ließ sich Toljan vom dribbelstarken Flügelflitzer Bruma gleich mehrmals austanzen, ehe Poulsen im Zentrum aus kürzester Distanz einschob (25.). Im Nachhinein verdienten sich die Leipziger die Führung dann endgültig: Über die Flügel ging es immer wieder nach Balleroberungen zackig voran, im Mittelfeld gewährten die Hasenhüttl-Schützlinge der Bosz-Truppe kaum Raum und defensiv stand RB immens sicher. Einzig Philipp verzeichnete nochmals eine gefährliche Torannäherung vor der Pause (41.).

Platzverweis, Elfmeter, Tor, Platzverweis

In der Pause reagierte BVB-Trainer Bosz und brachte Weigl und Pulisic, der während der WM-Qualifikation auf dramatische Art und Weise mit den USA das Russland-Ticket nicht gebucht hatte, für Sahin und Toljan. Auch auf Seiten der Sachsen gab es einen Wechsel: Der bereits mit Gelb verwarnte Spielmacher Keita musste runter, der deutsche Nationalspieler Demme kam neu rein.

Kaum lief der zweite Durchgang, da musste Dortmund allerdings auch schon den dritten Wechsel vollziehen: Philipp musste für Innenverteidiger Bartra geopfert werden. Warum? Weil Sokratis Hand am davoneilenden Augustin anlegte, so einen Strafstoß verursachte und wegen Notbremse Rot sah. Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung, vollendete souverän ins rechte untere Eck und brachte seine Farben mit 3:1 in Front (49.). Die Messe war damit aber noch längst nicht gelesen...

Ilsanker und Upamecano fällen Aubabemeyang

Pierre-Emerick Aubameyang
Mehr als das 2:3 vom Punkt durch Doppelpacker Pierre-Emerick Aubameyang war nicht mehr drin für den BVB im Heimspiel gegen Leipzig.
© Getty ImagesZoomansicht

Denn nun schnitt sich Leipzig ins eigene Fleisch: Ilsanker, der schon am 0:1 eine gehörige Portion Mitschuld getragen hatte, sperrte bei einem langen Ball seinen Gegenspieler Aubameyang kurz. Das sah Schiedsrichter Deniz Aytekin beziehungsweise sein Gespann - und somit setzte es folgerichtig Gelb-Rot (56.). Nach dem nummerischen Ausgleich in Sachen Personal (zehn gegen zehn) war nun wieder die Borussia am Drücker - und kam nach Videobeweis zum 2:3-Anschluss: Referee Aytekin kam nach Studie des Videomaterials in der Review Area sowie in Ansprache mit der Zentrale in Köln zu der Erkenntnis, dass Upamecano Gegenspieler Aubameyang im Strafraum gefoult hatte. So war es auch - und so erfolgte der Zeig auf den Punkt: Auch hier trat der Gefoulte selbst an, "Auba" verwandelte sicher ins rechte untere Eck und nährte damit die Hoffnung (64.) - zumal noch reichlich Zeit auf der Uhr blieb.

"Auba" hat das 3:3 auf dem Fuß

Immer wieder rannten die Westfalen nun an - vor allem über die rechte Seite um den ballsicheren Yarmolenko und den eingewechselten Dribbelkünstler Pulisic. Doch die RB-Defensive hielt dem Druck der Hausherren stand - und ließ im Grunde nur noch eine Großchance zu. Diese hätte eigentlich ins 3:3 führen müssen, doch Aubameyang schoss Leipzigs Torwart Gulacsi an und Yarmolenko setzte seinen anschließenden Direktschuss drüber (90.+2). Somit blieb es beim 3:2 für die Sachsen, die damit die beeindruckende Bundesliga-Heimserie der Dortmunder nach zuvor 41 Spielen ohne Pleite beendeten.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Für beide Teams geht es bereits am Dienstagabend (20.45 Uhr) in der Königsklasse weiter. Der BVB reist nach Zypern zu APOEL Nikosia, RB empfängt den FC Porto. In der Liga steht für die Schwarz-Gelben am Samstag (15.30 Uhr) das Gastspiel in Frankfurt an, für Leipzig zeitgleich das Heimspiel gegen Aufsteiger Stuttgart.

1. Bundesliga, 2017/18, 8. Spieltag
Borussia Dortmund - RB Leipzig 2:3
Borussia Dortmund - RB Leipzig 2:3
Erstmal auf der Bank

Timo Werner muss sich in Dortmund mit einem Platz auf der Bank begnügen. Der Nationalspieler hatte zuletzt Probleme mit der Halswirbelsäule.
© Picture Alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Bürki (4,5)    
Toljan (6)    
Sokratis (5)        
Toprak (4) , 
Zagadou (3,5) - 
Sahin (4)    
Castro (3) , 
M. Götze (2,5)    
Yarmolenko (2,5) , 
Philipp (4)    
Aubameyang (2)        

Einwechslungen:
46. C. Pulisic (3) für Toljan
46. Weigl (4) für Sahin
51. Bartra (2,5) für Philipp

Trainer:
Bosz
RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (2) - 
Bernardo (3)    
Ilsanker (5,5)    
Upamecano (3) , 
Halstenberg (2,5) - 
Kampl (2) , 
Keita (2,5)        
Sabitzer (2)            
Bruma (2) - 
Y. Poulsen (2)    
Augustin (2,5)        

Einwechslungen:
46. Demme (3)     für Keita
65. Laimer für Augustin
86. Orban für Sabitzer

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Aubameyang (4., Rechtsschuss)
1:1
Sabitzer (10., Kopfball, Halstenberg)
1:2
Y. Poulsen (25., Linksschuss, Bruma)
1:3
Augustin (49., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Augustin)
2:3
Aubameyang (64., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Aubameyang)
Rote Karten
Dortmund:
Sokratis
(47., Notbremse, Augustin)
Leipzig:
-
Gelb-Rote Karten
Dortmund:
-
Leipzig:
Ilsanker
(56.)

Gelbe Karten
Dortmund:
Bürki
(1. Gelbe Karte)
,
M. Götze
(1.)
Leipzig:
Keita
(3. Gelbe Karte)
,
Bernardo
(1.)
,
Demme
(3.)

Spieldaten

Borussia Dortmund       RB Leipzig
Tore 2 : 3 Tore
 
Torschüsse 15 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 598 : 310 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 492 : 215 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 106 : 95 Fehlpässe
 
Passquote 82% : 69% Passquote
 
Ballbesitz 66% : 34% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 42% : 58% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 19 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 7 : 5 Abseits
 
Ecken 3 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
14.10.2017 18:30 Uhr
Zuschauer:
80100
Spielnote:  1
allerbeste Unterhaltung, enthielt alle Zutaten eines echten Topspiels: atemberaubendes Tempo, knackige Zweikämpfe, knisternde Spannung, auch taktisch auf höchstem Niveau.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
3:2
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 1,5
fand in einer hochintensiven Partie fast immer das richtige Maß. Sokratis Rot zu zeigen war eine harte, aber regelkonforme Entscheidung.
Spieler des Spiels:
Kevin Kampl
Als Leipziger Motor drehte Kevin Kampl im Mittelfeld auf Hochtouren. Sinnbild für einen aggressiven und fußballerisch starken Auftritt der Gäste.

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