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SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

4
:
4

Halbzeitstand
3:1
Holstein Kiel

Holstein Kiel


SC PADERBORN 07
HOLSTEIN KIEL
15.
30.
45.






60.
75.
90.











Zwölf Tore in der Benteler-Arena - deren acht zählen

4:4! Gueye eröffnet nach neun Sekunden

Der SC Paderborn und Holstein Kiel haben sich am Freitagabend in einem denkwürdigen Spiel mit einem 4:4 getrennt. Bereits nach neun Sekunden lag der Ball zum ersten Mal im Netz. Als die Ostwestfalen zur Pause mit 3:1 führten, wähnten sie sich auf der Siegerstraße, doch Kiel drehte das Spiel - und kassierte in der letzten Minute der regulären Spielzeit noch den Ausgleich.

Eines von acht Toren: Philipp Klement (li.) trifft zum zwischenzeitlichen 2:1 für Paderborn.
Eines von acht Toren: Philipp Klement (li.) trifft zum zwischenzeitlichen 2:1 für Paderborn.
© imagoZoomansicht

Paderborns Trainer Steffen Baumgart nahm nach dem jüngsten 0:2 in Duisburg vier Änderungen an seiner Startelf vor: Anstelle von Strohdiek, Ritter, Schwede und Vasiliadis spielten Hünemeier, Klement, Antwi-Adjej und Zolinski.

Kiels Coach Tim Walter beließ es im Vergleich zum 2:2 gegen Ingolstadt bei drei Wechseln: Thesker, Meffert und Serra ersetzten Schmidt, Karazor und Okugawa.

Drei Tore nach nicht mal zehn Minuten

Bereits nach neun Sekunden lag der Ball im Netz der Gäste, obwohl diese Anstoß hatten: Van den Bergh spielte zurück an den eigenen Strafraum zu Thesker, der Innenverteidiger ging nicht entschlossen zum Ball, Gueye sprintete dazwischen - und schob flach ein (1.). Die Holstein-Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Lee sah Schindler im Paderborner Strafraum, dieser traf aus halbrechter Position mit einem überlegten Flachschuss ins lange Eck (6.). Doch auch Paderborn schlug prompt zurück: Kiel bekam die Kugel im Sechzehner nicht weg, Gueye spitzelte sie zu Klement - und dieser traf mit einem wuchtigen Schuss (9.).

Es war eine atemberaubende Anfangsphase in der Benteler-Arena. Beinahe hätte Kiel gar das 2:2 erzielt, doch Kiels Kapitän Kinsombi scheiterte an SCP-Keeper Zingerle (10.), ehe es kurios wurde: Erst traf Serra per Kopf (21.), dann Schindler gar zweimal binnen nicht mal 60 Sekunden (26.), doch alle drei Tore zählten wegen Abseitsstellungen nicht. Kiel kombinierte zwar flüssig und machte den spielerisch besseren Eindruck, leistete sich aber in der Defensive grobe Fehler - und kassierte vor der Pause noch das dritte Gegentor: Kinsombi verlor den Ball leichtfertig auf dem Flügel, Dräger bediente Zolinski, und der Angreifer traf mit einem schönen Schlenzer in den Winkel (41.).

Kiel dreht das Spiel

Auch nach dem Seitenwechsel ging es Schlag auf Schlag: Schindler (46.) und Serra (54.) boten sich erste Großchancen für Kiel, ehe Gueye auf der Gegenseite das Außennetz traf (59.), Schindler wiederum an Zingerle scheiterte (59.) und Paderborns Collins nach einer Ecke auf der Linie klärte (61.). Die Störche waren nun nahe am Anschlusstreffer, Paderborn aber ebenso nahe am vierten Tor: Zolinski kam nach einer Flanke aus sechs Metern völlig frei zur Direktabnahme, zielte aber zu hoch (61.).

Sechs sehr aussichtsreiche Möglichkeiten in nur einer Viertelstunde: Auch die zweite Hälfte hatte einiges zu bieten. Auch weil Kiel nach wie vor an sich glaubte - und die Partie drehte: Serra (71.), Mühling (74.) und Schindler (80., Handelfmeter) führten Holstein auf den rechten Weg, doch der SCP hatte das letzte Wort: Erst zählte der Treffer des eingewechselten Schwede wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht (84.), dann traf Zolinski in der Schlussminute per Kopf (90.). So trennten sich die beiden Teams mit einem letztlich leistungsgerechten 4:4.

Nun können die Mannschaften in der Länderspielpause durchschnaufen - ehe Paderborn sonntags (13.30 Uhr) in Heidenheim gastiert, Kiel ist bereits am Samstag (13 Uhr) Gastgeber für den SV Sandhausen.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Paderborn 07
Aufstellung:
Zingerle (2,5) - 
Dräger (4) , 
Schonlau (4,5) , 
Hünemeier (4)        
Collins (5) - 
Gjasula (4,5)        
Tekpetey (3)    
Klement (2,5)    
Antwi-Adjej (3)    
Zolinski (2)            
Gueye (2,5)    

Einwechslungen:
68. Schwede für Antwi-Adjej
82. Ritter für Gjasula
90. + 2 J. Düker für Tekpetey

Trainer:
Baumgart
Holstein Kiel
Aufstellung:
Kronholm (2,5) - 
Dehm (5) , 
Wahl (3,5) , 
Thesker (5)    
Meffert (3) - 
Mühling (3)        
Kinsombi (3)    
J.-S. Lee (4)    
Schindler (1,5)        
Serra (2,5)    

Einwechslungen:
66. Karazor für Thesker
89. Mörschel für J.-S. Lee

Trainer:
Walter

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Gueye (1., Linksschuss)
1:1
Schindler (6., Rechtsschuss, J.-S. Lee)
2:1
Klement (9., Linksschuss, Gueye)
3:1
Zolinski (41., Rechtsschuss, Dräger)
3:2
Serra (71., Kopfball, Schindler)
3:3
Mühling (74., Rechtsschuss, Schindler)
3:4
Schindler (80., Handelfmeter, Rechtsschuss)
4:4
Zolinski (90., Kopfball, Hünemeier)
Gelbe Karten
Paderborn:
Hünemeier
(1. Gelbe Karte)
,
Zolinski
(1.)
,
Gjasula
(7.)
Kiel:
Mühling
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

SC Paderborn 07       Holstein Kiel
Tore 4 : 4 Tore
 
Torschüsse 14 : 18 Torschüsse
 
gespielte Pässe 295 : 527 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 202 : 408 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 93 : 119 Fehlpässe
 
Passquote 68% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 36% : 64% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 50% : 50% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 13 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 9 : 3 Abseits
 
Ecken 4 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
09.11.2018 18:30 Uhr
Zuschauer:
10035
Spielnote:  1,5
eine höchst unterhaltsame Partie mit zwei Gesichtern, beide Teams stürmten bedingungslos und brillierten in der Offensive, ihr Abwehrverhalten aber genügte Zweitligaansprüche oft nicht.
Chancenverhältnis:
10:12
Eckenverhältnis:
4:6
Schiedsrichter:
Lasse Koslowski (Berlin)   Note 3
hatte mit seinem Team vier knifflige Abseitsentscheidungen zu fällen und lag in mindestens drei Situationen richtig; der Elfmeterpfiff war korrekt.
Spieler des Spiels:
Kingsley Schindler
antrittsschnell, dribbelstark und mit viel Übersicht, schoss zwei Tore selbst und bereitete zwei weitere vor.

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