Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Seite versenden

Grand Prix von Großbritannien

"Tatatata!": Vettel vor Hamilton und Räikkönen

Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Großbritannien gewonnen und seine Führung in der WM-Wertung vor Lewis Hamilton ausgebaut. Im zehnten von 21 Saisonrennen in der Formel 1 setzte sich der Ferrari-Star aus Heppenheim am Sonntag in Silverstone vor seinem WM-Rivalen im Mercedes durch und hat nun acht Punkte Vorsprung auf den Briten.

Führung ausgebaut: Sebastian Vettel in Silverstone.
Führung ausgebaut: Sebastian Vettel in Silverstone.
© Getty ImagesZoomansicht

Im irren Spektakel von Silverstone hat Sebastian Vettel das Formel-1-Reich seines Titelrivalen Lewis Hamilton erobert und seine WM-Führung gefestigt. Nach einem Blitzstart und einem Sensationsmanöver kurz vor Schluss fuhr der Ferrari-Pilot am Sonntag zum Sieg beim Grand Prix von Großbritannien vor Mercedes-Star Hamilton, der nach einem Unfall zu Beginn jedoch eine grandiose Aufholjagd hinlegte und so den Schaden in Grenzen hielt. Dritter beim actionreichen zehnten Saisonlauf wurde Kimi Räikkönen, der im zweiten Ferrari Verursacher des Crashs mit Hamilton am Start gewesen war.

Vettel liegt nach seinem vierten Sieg in diesem Jahr in der Gesamtwertung nun acht Punkte vor Titelverteidiger Hamilton. "Danke, Jungs, tatatata", funkte der Hesse nach der Zieldurchfahrt. Der 31-Jährige hatte sich den zweiten Erfolg in Silverstone nach 2009 durch einen Klassestart verdient, als er den den Lokalhelden Hamilton hinter sich ließ. Doch Vettel musste bis zum Schluss kämpfen. Nach zwei Safety-Car-Phasen lag er hinter Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil nur noch auf Rang zwei, kämpfte sich jedoch fünf Runden vor dem Ende wieder vorbei und war nicht mehr zu stoppen.

Für Mercedes und Hamilton war es nach dem technisch bedingten Doppel-Ausfall von Österreich eine Woche zuvor die nächste Enttäuschung. Dabei hatte sich der 33 Jahre alte Brite nach vier Heimsiegen in Serie auch in der Qualifikation am Samstag die beste Startposition gesichert und schien auf dem besten Weg, alleiniger Rekordgewinner in Silverstone zu werden.

Der von Nackenschmerzen geplagte Vettel verpasste indes nur knapp die Pole Position - und zeigte beim Start die Stärke seines Ferrari. Mit einer Blitzreaktion ließ der Deutsche seinen WM-Rivalen sofort hinter sich und übernahm noch vor der ersten Kurve die Führung.

Formel 1 Grand Prix Rechner

Hamilton dagegen kam schwer vom Fleck und musste auch Teamkollege Bottas vorbeiziehen lassen. Auch Vettel-Kollege Räikkönen witterte seine Chance. Der Finne zwängte sich neben Hamilton, beide Autos berührten sich und der Mercedes-Star fiel nach einem Dreher bis auf Platz 18 zurück. "Mein Auto ist kaputt", klagte Hamilton am Boxenfunk. "Schaden hinten rechts", meldete er wenig später. Doch vom Kommandostand kam Entwarnung. Die Leistungsdaten des Silberpfeils deuteten nicht auf schwerwiegende Unfallfolgen hin.

Die Rennleitung verurteilte Räikkönen als Schuldigen für den Crash zu einer Zehn-Sekunden-Strafe. Da hatte Hamilton längst mit Wut im Bauch seine Aufholjagd begonnen. Schon nach sechs Runden war der viermalige Weltmeister wieder in den Punkterängen, fünf Umläufe später war er Sechster. Als Räikkönen in Runde 14 seine Strafe antrat und die beiden Red-Bull-Fahrer Max Verstappen und Daniel Ricciardo bald darauf frische Reifen holten, lag Hamilton auf Rang drei.

Das Duell um den Sieg allerdings fuhren Vettel und Bottas aus. Der Ferrari-Pilot kam als erster in Runde 21 zum Boxenstopp, Bottas folgte jedoch nur eine Runde später. Gut drei Sekunden trennten die beiden in dieser Phase. Um Bottas bei seiner Jagd nicht zu behindern, machte der kurz auf Platz zwei gerückte Hamilton umgehend Platz und ließ seinen Stallgefährten passieren. In Runde 25 holte sich dann auch Hamilton frische Gummiwalzen und fiel wieder auf Rang sechs zurück.

Großer Preis von Großbritannien
Silverstone: Red Arrows und viel Rot auf dem Treppchen
British Royal Air Force Aerobatic Team über Silverstone
In den Farben Rot, Weiß und Blau: The Red Arrows

Englands Fußballer hatten am Samstag das Halbfinale der WM in Russland erreicht, Wimbledon macht am mittleren Sonntag traditionell Pause. Und so richtete sich der Fokus auf der Insel auf die Formel 1, die in Silverstone gastierte.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild

Die nächste Wende erfuhr das Rennen in Runde 32. Der Schwede Marcus Ericsson verlor die Kontrolle über seinen Sauber und krachte in die Reifenstapel. Das Safety-Car kam auf die Strecke. Nun waren die Strategen gefragt. Zuletzt in Österreich hatte ein Taktikfehler bei Mercedes Hamilton die Rennführung gekostet. Auch diesmal entschied sich das Werksteam, beide Piloten auf der Strecke zu lassen, während Vettel neue Reifen holte.

Hamilton, der nun hinter Bottas und Vettel auf Rang drei lag, fragte irritiert nach: "Wie soll ich denn Vettel schlagen, wenn er frische Reifen hat?" Die Antwort vom Kommandostand: "Du warst Meilen schneller als anderen." 15 Runden vor Ende wurde das Rennen wieder freigegeben - und es folgte der nächste Crash. Romain Grosjean im Haas und Carlos Sainz im Renault landeten nach einem Zweikampf in der Streckenbegrenzung. Wieder kam das Safety-Car.

Als die Unfallstelle geräumt war, blieben Vettel noch zehn Runden, sich wieder Platz eins zurückzuholen. Zugleich hatte er Hamilton im Rückspiegel. Es entwickelte sich eine dramatische Schlussphase. Vettel versuchte es immer wieder, ehe er endlich an Bottas vorbei war. Der Finne musste dann auch noch Hamilton und Räikkönen passieren lassen. Dann war der Krimi vorbei.

aho/dpa

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 S. Vettel Scuderia ... 2 1:27:29,784
 
2 L. Hamilton Mercedes AMG ... 1 + 2,264
 
3 K. Räikkönen Scuderia ... 2 + 3,652
 
4 V. Bottas Mercedes AMG ... 1 + 8,883
 
5 D. Ricciardo Aston Martin ... 2 + 9,500
 
6 N. Hülkenberg Renault Sport ... 1 + 28,220
 
7 E. Ocon Sahara Force ... 1 + 29,930
 
8 F. Alonso McLaren F1 ... 2 + 31,115
 
9 K. Magnussen Haas F1 Team 1 + 33,188
 
10 S. Perez Sahara Force ... 2 + 34,708
 
11 S. Vandoorne McLaren F1 ... 2 + 35,774
 
12 L. Stroll Williams ... 1 + 38,106
 
13 P. Gasly Red Bull Toro ... 2 + 39,129
 
14 S. Sirotkin Williams ... 1 + 48,113
 
15 M. Verstappen Aston Martin ... 2 + 6 Rd.
 
16 R. Grosjean Haas F1 Team 1 Unfall, 38. Rd.
 
17 C. Sainz jr. Renault Sport ... 2 Unfall, 38. Rd.
 
18 M. Ericsson Alfa Romeo ... 1 Unfall, 32. Rd.
 
19 C. Leclerc Alfa Romeo ... 1 Rad, 19. Rd.
 
20 B. Hartley Red Bull Toro ... 1 Generator, 2. Rd.

Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Sebastian Vettel (Scuderia Ferrari)
Runde: 47
1:30,696
DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine