Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
15.05.2019, 09:16

Hurricanes verlieren erstes Play-off-Heimspiel

Bruins überstehen den Sturm dank Rask

Die Boston Bruins haben das Tor zum Stanley-Cup-Finale 2019 ganz weit aufgestoßen: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gewannen die "Braunbären" auch Spiel 3 der Serie in Raleigh bei den Carolina Hurricanes und sind damit nur noch einen Sieg vor dem ultimativen Finale entfernt. Dass die Canes ihr erstes Heimspiel in den Play-offs 2019 verloren haben, lag vor allem an Torwart Tuukka Rask.

1. Drittel: Rask, Rask und nochmal Rask

Tuukka Rask
"Immer ruhig und gesammelt": Bostons Torwart Tuukka Rask stoppte 35 Schüsse.
© imagoZoomansicht

Die Hurricanes wurden von der ersten Minute ihrem Namen gerecht und fegten wie ein Wirbelsturm über die Bruins hinweg. Mit 20:6 Schüssen dominierte Carolina das erste Drittel. Doch was fehlte, war ein Tor. "Wir sind genau so aus der Kabine gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben, aber es hat nicht gereicht", sagte Canes-Coach Rod Brind'Amour. "Ich bin stolz darauf, wie wir dieses Spiel gespielt haben." Auch vier Powerplay-Möglichkeiten, darunter auch eine 45-sekündige Fünf-gegen-Drei-Überzahlsituation, ließen die Hausherren ungenutzt. "Unser Powerplay war erneut nicht gut genug", musste Hurricanes-Stürmer Justin Williams feststellen.

Dass Carolina nicht auf die Anzeigetafel kam, hatte vor allem einen Grund: Bostons Goalie Tuukka Rask (35 Saves, 97,2 Prozent Fangquote). "Rask ist immer ruhig und gesammelt. Er ist in Topform und der Hauptgrund, warum wir da sind, wo wir sind", lobte Bruins-Center Patrice Bergeron den kühlen Finnen. "Er hat so eine beruhigende Präsenz. Sie sind wie die Feuerwehr rausgekommen, haben hart gespielt und wir haben mehr Chancen zugelassen, als wir wollten. Aber Rask hat es möglich gemacht, dass wir mit einem 0:0 in die erste Pause gekommen sind und dort den Reset-Knopf drücken konnten", so Verteidiger Charlie McAvoy.

2. Drittel: Wagner bricht den Bann

Chris Wagner
Tip-in: Bostons Chris Wagner trifft zum 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

"Wir haben im ersten Drittel nicht unser bestes Hockey gespielt", musste auch Bostons Trainer Bruce Cassidy einräumen. "Die Moral von der Geschichte ist, dass wir es überlebt haben. Wir haben in der Pause darüber gesprochen, wie wir gegen ein selbstbewusstes und aggressives Team kontern können." Mit Erfolg: Sean Kuraly hielt den Puck nach einem Befreiungsversuch der Hurricanes in der Offensivzone und spielte Joakim Nordstrom am linken Flügel frei. "Ein großartiger Spielzug von Kuraly. Ich wollte daraufhin schießen, habe dann aber gesehen, wie viel Platz ich hatte. Wagner ist Richtung zweiter Pfosten gezogen und ich musste den Puck nur noch dahin bringen", erinnerte sich Nordstrom, der die Scheibe hart vors Tor spielte, wo Chris Wagner per Tip-in auf 1:0 für die Bruins stellte (22.).

Kurz darauf erhöhten die Gäste auf 2:0: Brad Marchand stach in den Slot und vollendete per abgefälschtem Rückhand-Schuss (27.). Dann brachte Calvin de Haan die Hoffnung zurück nach Raleigh und zeigte, dass auch Rask nicht unüberwindbar ist: Nach Bully-Gewinn wurde der Verteidiger am linken Bullykreis angespielt und tunnelte Rask mit einem durchaus haltbaren Schlagschuss (34.).

3. Drittel: "Ein gutes Goalie-Duell"

Es sollte allerdings der letzte Treffer an diesem Abend bleiben: Weder Rask noch Curtis McElhinney, der den Vorzug vor Petr Mrazek erhalten hatte, wurden noch einmal überwunden. "McElhinney war großartig. Er hat uns heute die Chance gegeben, zu gewinnen. Das ist mehr, als du erwarten kannst. Rask war auf der anderen Seite auch etwas Besonderes. Es war ein gutes Goalie-Duell", befand Brind'Amour, der seiner Mannschaft trotz der ersten Heim-Niederlage in den Play-offs 2019 (5-1) nicht viel vorwerfen konnte. Das sah auch Canes-Kapitän Williams so: "Es sah mehr nach dem aus, wie wir spielen wollen. Absolut. Aber es hat heute einfach nicht mit einem Sieg geklappt und das stinkt! So läuft es manchmal, aber wir werden uns nicht kampflos geschlagen geben."

Die Bruins sind nur noch einen Sieg vom Einzug ins Stanley-Cup-Finale entfernt und haben zudem die Chance auf einen "Sweep" in Spiel 4 der Serie, das in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erneut in der PNC Arena stattfinden wird. Dort werden die Bruins erneut auf ihren Torwart zählen. "Ich fühle mich seit vielen Monaten sehr gut. Es geht um Timing, Geduld und diese Dinge. Auch die Erfahrung hilft einem. Du versuchst mental fokussiert und scharf zu sein und dich durch nichts aus dem Tritt bringen zu lassen. Ich möchte Ruhe ausstrahlen und schwere Paraden einfach aussehen lassen", sagte der 32-jährige Rask.


NHL-Ergebnisse vom Dienstag, dem 14. Mai 2019:

Carolina Hurricanes - Boston Bruins 1:2

Play-off-Stand: 0:3

Christian Rupp

Warnflagge, Kanone, Berggipfel
Die dritten Trikots in der NHL
Die dritten Trikots in der NHL
Von klassisch bis modern: Die dritten Trikots der NHL-Teams

Seit Sommer 2017 tragen die 31 NHL-Teams neue Heim- und Auswärts-Uniformen. Seit der Saison 2018/19 tauchen auch die ersten Alternativ-Jerseys auf, welche die Klubs zu unterschiedlichen Zeitpunkten veröffentlichen. Bei den Designs finden sich viele Klassiker, die modern aufgelegt wurden, aber auch kreative Neukreationen wie Warnflaggen, Kanonen, Berggipfel und mehr. Die dritten Trikots in Bildern...
© imago

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine