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09.05.2019, 16:59

NHL, Play-offs, Conference-Finale, Osten

Struktur gegen Euphorie: Carolina fordert auch Boston heraus

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (2 Uhr MESZ) startet das Conference-Finale in den NHL-Play-offs. Im Osten wird der Stanley-Cup-Finalist zwischen den favorisierten Boston Bruins und Außenseiter Carolina Hurricanes ermittelt. Doch was ist in den Play-offs 2019 schon vorhersehbar? Eine Vorschau auf die Serie.

Boston Bruins (2. Atlantic Division) - Carolina Hurricanes (1. Wildcard)

Boston Bruins
Favoriten im Ost-Finale: die Boston Bruins um Jake Debrusk (Mi.), David Pastrnak und David Krejci (li.).
© imago imagesZoomansicht

Boston Bruins: Nach der schweren Serie in Runde eins gegen die Toronto Maple Leafs (4:3) wurde es für Boston zunächst keinesfalls leichter. Die beiden Heimspiele zum Start der Serie gegen die Columbus Blue Jackets gingen jeweils in die Overtime (3:2, 2:3). Nachdem die Blue Jackets aber mit einem 2:1-Erfolg in Spiel drei in Führung gegangen waren, waren es die Bruins, die, je länger die Serie dauerte, immer überlegener wurden. Letztlich zog Boston mit drei Siegen in Folge (4:1, 4:3, 3:0) sogar relativ souverän ins Conference-Finale ein.

Vor allem ein starkes Kollektiv und das gewohnt geradlinige, schnelle und disziplinierte Spiel der Bruins machte gegen am Ende müde wirkende Blue Jackets den Unterschied. Weiterer Vorteil: David Krejci und David Pastrnak, die nach der Serie gegen die Toronto im Schulter- beziehungsweise Handbereich erheblich angeschlagen wirkten und sichtlich weniger torgefährlich waren als gewohnt, scheinen ihre Blessuren mittlerweile besser in den Griff bekommen zu haben und zeigten zuletzt deutliche Aufwärtstendenz. Ähnliches gilt für Jake DeBrusk.

Wermutstropfen allerdings zum Auftakt für Coach Bruce Cassidy: Mit Jungstar Charlie McAvoy fehlt in Spiel eins der wohl wichtigste Verteidiger gesperrt. Der 21-Jährige hatte in Spiel sechs gegen Columbus Gegenspieler Josh Anderson mit einem hohen Check im Kopf- und Nackenbereich getroffen. McAvoy stand in den Play-offs bislang im Schnitt 24:49 Minuten pro Spiel auf dem Eis und damit mehr als jeder andere Bruins-Akteur.

Carolina Hurricanes: Als letzter der acht Conference-Halbfinalisten war Carolina in Runde zwei eingezogen, als Erster schafften es die Hurricanes dank des "Sweep" gegen die New York Islanders ins Conference-Finale. Gerade einmal fünf Gegentore kassierte die Mannschaft von Cheftrainer Rod Brind'Amour in den vier Partien gegen das Team von Tom Kühnhackl & Co. Ein Beleg für die in den Play-offs noch einmal gewaltig verbesserte kollektive Defensivleistung des vermeintlichen Außenseiters.

Sebastian Aho (links Washingtons Kuznetsov)
Jungstar bei den Canes: Sebastian Aho (links Washingtons Kuznetsov).
© picture-alliance

Vor allem die Defensivabteilung ist eines der Erfolgsgeheimnisse in Raleigh. Mit Jaccob Slavin (elf Assists in elf Spielen) führt nicht nur ein Verteidiger die teaminterne Scorerliste an, sondern es stehen insgesamt gleich vier Abwehrspieler unter den besten zehn Scorern in den Play-offs (daneben auch Dougie Hamilton, Justin Faulk, Brett Pesce). Gerade Slavin, der auch im Defensivverhalten bislang herausragende Leistungen zeigt, spielte sich besonders in den Vordergrund. Dies gilt in der Offensive beinahe gleichermaßen für Warren Foegele: Der 23-Jährige startete in der vierten Sturmformation in die Play-offs, ist nun jedoch - trotz nur knapp 15 Minuten Eiszeit pro Spiel - gleichauf mit Sebastian Aho, Teuvo Teräväinen und Jordan Staal (je neun Punkte) zweitbester Scorer im Team hinter Slavin.

Bemerkenswert: Ab Mitte von Spiel zwei gegen die Islanders musste Carolina ohne den verletzt ausgeschiedenen Stammkeeper Petr Mrazek auskommen. Backup Curtis McElhinney übernahm - und führte Carolina mit einer herausragenden Fangquote von 94,7 Prozent in seinen zweieinhalb Partien in die nächste Runde. Zum Start der Serie gegen Boston soll nun aber Mrazek zwischen die Pfosten zurückkehren.

Hauptrunde: 3:2, 3:5, 4:3OT.

kicker-Tipp: Die Hurricanes starten mit einem Lauf von sechs Siegen in Folge ins Conference-Finale. Doch auch Boston befindet sich in der wohl besten Form der bisherigen Play-offs und verfügt im Kader über deutlich mehr Erfahrung, aber auch Qualität in der Spitze. Sollte Carolina seinen Lauf zu Beginn der Serie - gerade aufgrund des Fehlens von McAvoy - jedoch noch ein wenig ausdehnen können, könnte es dennoch eng für die favorisierten Neuengländer werden. Gelingt den Hurricanes dies nicht, siegen die Bruins mit 4:1.

Joachim Meyer

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© imago (2)/Getty Images

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Vereinsdaten

Vereinsname:Boston Bruins
Anschrift:Boston Bruins
TD Banknorth Garden
100 Legends Way
Boston, Massachusetts, USA 02114
Internet:http://www.bostonbruins.com/


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