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25.04.2019, 09:15

NHL: Favoritensterben in der 1. Play-off-Runde

Held McGinn: Carolina wirft Washington raus

Das Favoritensterben in den NHL-Play-offs 2019 geht gnadenlos weiter: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erwischte es mit den Washington Capitals den amtierenden Stanley-Cup-Champion. Im alles entscheidenden Spiel 7 der Serie gegen die Carolina Hurricanes mussten sich die Caps mit 3:4 n.2.V. geschlagen geben. Zum Helden des Abends avancierte Canes-Stürmer Brock McGinn mit einem Assist, einer Rettungstat und dem Siegtreffer.

Brock McGinn
Der Siegtreffer in der 2. Overtime: Carolinas Brock McGinn (#23) tippt den Puck ins Tor.
© Getty ImagesZoomansicht

Washington legte einen Start nach Maß hin: Andre Burakovsky (3.) und Tom Wilson (7.) sorgten für eine 2:0-Führung zur ersten Pause. Als die Capitals im zweiten Durchgang auch noch ihre Powerplay-Formation aufs Eis schicken durften, lag die Vorentscheidung schon in der Luft, doch es kam alles anders: Carolinas Sebastian Aho erzielte ein Unterzahl-Tor (30.) und brachte die Hurricanes zurück in dieses Spiel. "Es steht 2:0 und sie bekommen ein Powerplay. Wenn sie treffen, ist es vorbei - so aber machen wir ein Unterzahl-Tor, was jeden aufgeweckt. Wir waren wieder im Spiel und jeder ist von da an besser geworden", sagte Canes-Trainer Rod Brind'Amour.

Die Caps stellten wenig später gar den alten Abstand wieder her. Evgeny Kuznetsov löste seinen persönlichen Knoten und erzielte seinen ersten Play-off-Treffer zum 3:1 (34.). Der Russe war im Vorjahr mit zwölf Toren einer der Garanten für den Stanley-Cup-Sieg, sollte ein Jahr später aber nur ein einziges Mal zu seinem Adler-Jubel ansetzen, denn es war das letzte Erfolgserlebnis für die US-Hauptstädter in dieser Saison.

McGinn wird zum Helden

Justin Williams & Brock McGinn
Die Hurricanes stürmen in die nächste Play-off-Runde. Justin Williams (l.) und Brock McGinn beim Torjubel.
© imago

Stattdessen holte Carolina weiter auf: Teuvo Teravainen verkürzte auf 2:3 (37.). Im dritten Abschnitt besorgte Jordan Staal schon früh das 3:3 (43.). Die Capitals antworteten mit wütenden Angriffen, kamen aber nicht an Hurricanes-Goalie Petr Mrazek (34 Saves, 91,9 Prozent Fangquote) vorbei. Luftanhalten dann kurz vor der Schlusssirene, als Brock McGinn den Puck mit einem Hechsprung gerade noch vor dem einschussbereiten Nicklas Bäckström von der Linie kratzte (58.). "Ich habe einfach reagiert. Ich habe gesehen, dass der Puck an Petr vorbeirutscht und wusste nicht, ob er genug Fahrt hat, um die Torlinie zu überschreiten. Ich weiß nicht, ob ich diese Chance weggenommen habe", gab sich der Stürmer bescheiden.

Eben dieser McGinn, der zuvor schon den 2:3-Anschlusstreffer aufgelegt hatte, sollte noch zum ultimativen Helden aufsteigen. In beiden Verlängerungen, die die Hurricanes zusammengerechnet mit 18:6 Schüssen dominierten, setzte McGinn den entscheidenden Schlusspunkt in der 92. Minute: Justin Williams passte den Puck scharf vors Tor, wo der 25-jährige Kanadier nur noch die Kelle hinhalten musste und die Scheibe zum 4:3-Endstand über die Linie tippte. "Wir haben nicht aufgegeben", jubelte Vorbereiter Williams. "Als wir 0:2 hinten waren, haben wir uns gesagt, dass wir einen Schneeball-Effekt wie in den letzten Spielen verhindern wollen. Wir haben uns gesammelt und sind drangeblieben."

Favoritensterben: Alle Division-Gewinner ausgeschieden

Damit löste Carolina als letztes Team das Ticket für das Conference-Halbfinale und trifft dort auf die New York Islanders. Das Favoritensterben in der NHL geht also gnadenlos weiter. Nach den Tampa Bay Lightning (Atlantic Division, 0:4 gegen die Columbus Blue Jackets), den Calgary Flames (Pacific Division, 1:4 gegen die Colorado Avalanche), den Nashville Predators (Central Division, 2:4 gegen die Dallas Stars) und nun den Capitals (Metropolitan Division, 3:4 gegen die Hurricanes) verabschiedeten sich alle vier Division-Sieger aus der regulären Saison bereits in der 1. Play-off-Runde.

Mit Washington erwischte es gar den amtierenden Stanley-Cup-Sieger. Bereits zum vierten Mal in neun Jahren war für den Champion im darauffolgenden Jahr schon nach der 1. Runde Schluss - immer in Spiel 7. "Wir haben erwartet, dass es nicht leicht werden würde und sind enttäuscht vom Ausgang", sagte Caps-Coach Todd Reirden. Kapitän Alex Ovechkin konnte sich da nur anschließen: "Es ist schwer. Wir haben in den ersten beiden Dritteln dominiert. Ein paar glückliche Abpraller und sie sind zurück im Spiel. Aber es war eine großartige hart geführte Serie."


NHL-Ergebnisse vom Mittwoch, dem 24. April 2019:

Washington Capitals - Carolina Hurrcianes 3:4 n.2.V.

Play-off-Endstand: 3:4

Christian Rupp

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