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02.04.2019, 16:35

DEL, Play-offs, Halbfinale

Adler vs. Haie - Mannheim und der Angstgegner

Nachdem die Adler Mannheim im Viertelfinale mit den Nürnberg Ice Tigers auf ihren Lieblingsgegner in den Play-offs trafen und auch den neunten Serienvergleich mit den Franken für sich entschieden, kommt es für die Kurpfälzer nun zum Duell mit ihrem Angstgegner: Denn von sieben Play-off-Serien gegen die Haie in der DEL gewannen die Adler nur eine einzige - 2007 ebenfalls im Halbfinale auf dem Weg zur Meisterschaft. Ein gutes oder schlechtes Omen?

Adler Mannheim (1.) - Kölner Haie (4.)

Bisher lief es gut: Adler-Coach Pavel Gross.
Bisher lief es gut: Adler-Coach Pavel Gross.
© imagoZoomansicht

Der Weg ins Halbfinale:
Die Adler waren noch vor München das dominierende Team der Hauptrunde, stellten die beste Defensive (117 Gegentore) wie Offensive (194 Tore) und kamen mit 116 Punkten auf einen neuen DEL-Rekord. Gegen Nürnberg im Viertelfinale wurde die Mannschaft von Coach Pavel Gross trotz ein paar defensiver Unsicherheiten ihrer Favoritenstellung gerecht und siegte klar mit 4:1.

Deutlich holpriger verliefen Hauptrunde wie Viertelfinale für die Haie: Nach einem Trainerwechsel von Peter Draisaitl hin zu Daniel Lacroix, der bis zum Saisonende auf Interimsbasis übernahm, stabilisierten sich die Domstädter jedoch und kletterten noch auf Tabellenplatz vier. Auch in den Play-offs erlebte Köln mit einer 2:6-Heimpleite einen Stotterstart, erst recht, nachdem man nach vier Spielen - inklusive drei Overtime-Partien in Serie - mit 1:3 zurücklag. Doch die Haie beweisen Moral, kassierten in Spiel fünf bis sieben jeweils nur noch zwei Gegentore und drehten die fast schon verloren geglaubte Serie durch das 3:2 am Sonntag in Spiel sieben vollends.

Die Teams im Vergleich:
Die Adler sind in Abwehr wie Angriff enorm tief besetzt. Die ersten drei Sturmreihen um die Center Ben Smith, Andrew Desjardins und Garrett Festerling verfügen allesamt über - für DEL-Verhältnisse - sehr viel Durchschlagskraft und Tempo. Gross kann es sich so sogar leisten, Ex-NHL-Akteur Marcel Goc als Leader der vierten Reihe einzusetzen. So tief besetzt ist die Offensive, dass der "Rookie der Jahres" der Saison 2017/18, Phil Hungerecker, bislang gerade einmal auf einen Play-off-Einsatz kommt. Ähnlich sieht es in der Defensive aus, in der Mark Katic im Viertelfinale mit drei Toren und fünf Vorlagen herausragte.

Die Haie hingegen waren offensiv gegen Ingolstadt lange Zeit vor allen Dingen von Jason Akeson (vier Tore, vier Assists) und Nationalspieler Frederik Tiffels abhängig, die aber gegen Ende der Serie insbesondere von Ryan Jones, Felix Schütz und Rok Ticar verstärkt Unterstützung erhielten. Schon in der Hauptrunde stellten die Kölner neben Berlin den schwächsten Angriff aller Play-offs-Teilnehmer. Eine gute Teamdefensive (nur 139 Gegentore), die letztlich auch die Serie gegen die Schanzer entschied, war indes schon in der Hauptrunde ein Trumpf der Haie.

Mannheimer Rückhalt: Dennis Endras.
Mannheimer Rückhalt: Dennis Endras.
© imagoZoomansicht

Die Torhüterposition:
Sowohl Mannheims Dennis Endras (89 Prozent) als auch Kölns Gustaf Wesslau (89,7 Prozent) rangieren mit ihren recht mauen Statistiken im Vergleich aller Play-off-Keeper in der unteren Hälfte. Der sonst so stabile Schwede Wesslau zeigte sich vor allem zu Beginn der Serie gegen den ERCI inkonstant. Im Fall von Endras indes trügt die Statistik ein wenig: Denn der 33-jährige Allgäuer bekam gegen die Ice Tigers einerseits nur relativ wenig Schüsse auf sein Tor, vereitelte allerdings nicht wenige Großchancen der Nürnberger sehenswert. Sollten sich beide Torhüter im Halbfinale in ähnlicher Verfassung präsentieren wie im Viertelfinale, liegt hier wohl bestenfalls ein kleiner Vorteil für die Haie.

Ausfälle:
Während die Adler nach eineinhalb Wochen Pause nicht nur ausgeruht in die Serie gehen, sondern personell aus dem Vollen schöpfen können, weil der gegen Nürnberg verletzt ausgeschiedene Tommi Huhtala zurückkehrt, ist der Haie-Kader dezimiert. Die Langzeitverletzten Marcel Müller und Steve Pinizzotto fehlen ohnehin, zuletzt meldeten sich mit Sebastian Uvira und Alexander Oblinger zwei weitere Angreifer ab. In der Abwehr ist Corey Potter verletzt, der in den letzten Jahren sehr häufig ausgefallene Ex-NHL-Akteur Alexander Sulzer hat ebenfalls noch kein Play-off-Spiel absolviert.

Hauptrunde: 4:2, 5:3, 5:1, 2:3 n.P

kicker-Tipp:
Die Adler zeigten in dieser Saison bislang so gut wie keine Schwäche und gehen gegen einen dezimierten Gegner aus Köln ausgeruht ins Halbfinale. 2018/19 muss Mannheim den Play-off-Angstgegner nicht fürchten und siegt mit 4:1.

jom

 
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