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25.06.2018, 00:47

Volkswagen verbessert Allzeit-Bestzeit am Pikes Peak

Rekord beim Höllenritt zum Himmel

Mit einer Zeit von 7:57,148 Minuten hat Volkswagen sein offizielles Ziel, am legendären Pikes Peak im Herzen Colorados die bisherige Elektro-Bestzeit zu verbessern, erreicht. Auch der im Geheimen gehegte Wunsch nach dem Allzeitrekord des Franzosen Sébastien Loeb ging bei diesem Höllenritt zum Himmel in Erfüllung. Romain Dumas pilotierte den Volkswagen I.D. R Pikes Peak um 16 Sekunden schneller ans Ziel. Dabei galt es so manches Hindernis zu überwinden.


Vom Pikes Peak berichtet Stefan Bomhard

Auf dem Weg zur Bestzeit am Pikes Peak.
Auf dem Weg zur Bestzeit am Pikes Peak: Romain Dumas.
© VWZoomansicht

Das Rennen kennt nur ganz wenige Vorschriften und noch weniger Gesetze, nämlich ein einziges: Der Berg entscheidet. Er, so sagen alle, die mit dem Rennen vertraut sind, sucht sich seinen Sieger, er bestimmt, wann es Zeit ist für einen neuen Rekord.

Wobei sich immer die Frage stellt, was denn so schwer daran sein soll, in einem Auto mit 680 PS den Berg hinaufzufahren? Gerade mal 19,99 Kilometer und nicht länger als über einen Spanne von acht, neun Minuten? Schon wer sich gemütlich mit dem Bus auf die Gipfelhöhe von 4302 Meter bringen lässt und dort nur ein paar Schritte geht, spürt, wie die Luft dünn wird - in jeder Hinsicht.

In acht Minuten durch alle Jahreszeiten

Wenn man zum Vergleich die Formel 1 heranzieht, in der Heere von Reifeningenieuren beschäftigt werden, die für jeden Asphalt eine Spezialmischung verwenden und für jede Temperatur ebenfalls, dann wird der Unterschied schnell deutlich. Die Teilnehmer und Autos am Pikes Peak durchleben in neuerdings weniger als acht Minuten alle Jahreszeiten, sie starten bei sommerlichen Temperaturen und enden an der Frostgrenze.

Insbesondere der seit dem Abschluss der Asphaltierungsarbeiten im Jahr 2013 herausfordernd schnelle Schlussabschnitt ab dem sogenannten Devil's Playground fordert vom Fahrer, dessen Muskeln und Lunge jetzt schon heftig unter Sauerstoffmangel leiden, die letzte Anstrengung. Durch den beinahe täglichen Wechsel zwischen Wärme und Frost ist der Belag wellig geworden. Bei Spitzengeschwindigkeiten von 240 km/h wird der Fahrer jetzt von seinem Auto unablässig verprügelt.

Trotz Nebel: Loebs Marke ist Geschichte

Romain Dumas (40), seit Sonntag vierfacher Sieger am Pikes Peak, steckt alle Beeinträchtigungen weg und zerschmettert die Bestzeit seines Landsmanns Sébastien Loeb (8:13,878 Min.), die als beinahe unangreifbar gegolten hatte. Dabei sind die Voraussetzungen an diesem Sonntagmorgen gar nicht besonders gut. Die Sonne hat sich verzogen, die Wolken ziehen in den Berg, der Nebel macht Teile der Strecke feucht. Dazu werden die Zuschauer im Startbereich auf die Folter gespannt, als die TV-Bilder immer wieder aussetzen und auch keine Zwischenzeiten vermelden. Als über Funk nach einer gefühlten Ewigkeit die "7" zu vernehmen ist, bricht ungeheurer Jubel aus, spontan fließen Tränen.

Ab kommender Woche mähe ich wieder meinen Rasen. Mit Benzin.Technikberater Willy Rampf

Für den sympathischen Technikberater Willy Rampf, einen alten Haudegen aus der Formel 1 und der Rallye-WM, den man eigens für dieses Projekt aus seinem Ruhestand am Chiemsee geholt hat, ist es der letzte Arbeitstag. "Ab kommender Woche mähe ich wieder meinen Rasen", sagt er. Elektrisch? "Nein, mit Benzin."

Das im Jahr 1916 erste am Pikes Peak siegreiche Auto erlebte übrigens ein äußerst ungnädiges Ende, als seine noch verwertbaren Teile ausgeschlachtet wurden und der Rest auf dem Schrottplatz landete. Es wäre heute das wertvollste Stück in dem wundervollen Museum "Penrose Collection", wo Tausende Berg-Geschichten erzählt werden. Rea Lentz lenkte den Romano Demon Special seinerzeit mit 45 km/h im Schnitt in fantastischer Fahrt als Schnellster auf den Gipfel.

102 Jahre später: Dumas fährt 145er-Schnitt

Sonntagsfahrer Romain Dumas hat 102 Jahre später mit seiner Traumvorstellung einen kaum zu glaubenden Durchschnitt von 145,132 km/h realisiert. Seinem Auto wird das physische Ausschlachten mit Sicherheit erspart bleiben, das mediale und museale hat es sich mit dem Gipfelsturm in neuer Rekordzeit mehr als verdient.

Der Berg hat entschieden. Auch in diesem Jahr. Er wollte den neuen Rekord. Das Gesetz des Pikes Peak gilt unverändert.

 

kicker

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