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08.06.2018, 22:53

Für den Weg zur Arbeit gibt es gesündere Optionen als das Auto

Radler leben länger

Ein bequemes Transportmedium ist das Auto zweifellos. Doch wer den Arbeitsplatz per Rad oder zu Fuß ansteuert, tankt dabei gleich eine erfrischende Portion Energie. Gesünder ist eine solch körperliche Betätigung sowieso. Ein paar Einschränkungen aber bleiben.

Radfahrer, Autofahrer
Überholt: In puncto Gesundheit lässt körperliche Bewegung beim Radeln oder Laufen das Autofahren hinter sich.
© Ford

Obwohl sie sich tagtäglich durch den Berufsverkehr stauen, sind viele Arbeitnehmer nicht zum Umstieg vom Auto auf ein anderes Verkehrsmittel zu bewegen. Speziell das Fahrrad wird nur von einem Zehntel der Erwerbstätigen für den Weg zur Arbeit genutzt, noch weniger gehen laut Statistischem Bundesamt zu Fuß. Dabei spricht vieles dafür, dass das Rad oder die eigenen Beine das ideal Transportmedium sind. Eine kanadische Studie aus dem vergangenen Jahr hat ergeben, dass sich von 5.500 Befragten diejenigen bei der Ankunft am Arbeitsplatz am energiegeladensten fühlten, die per Drahtesel gekommen waren. "Körperliche Aktivität steigert Wachheit und Wohlbefinden", sagt Ralf Buchstaller dazu, Psychologe beim TÜV Nord.

Kraftlose Autofahrer

Nicht einmal das Argument "Zeit" ist ein Pro fürs Auto. Ein weiteres Resultat der Studie war, dass sich die Testkandidaten - Studierende und Angestellte - mit dem Auto rund elf Mal so häufig verspätet hatten wie mit dem Rad. Je stärker aber das Gefühl war, hinterm Lenkrad wertvolle Zeit zu vergeuden, desto kraftloser fühlten sich die Probanden, wenn sie endlich am Arbeitsplatz angelangt waren.

"Radfahren und Laufen machen besonders dann zufrieden, wenn der Weg angenehm ist", räumt der Psychologe ein. Das heißt: Die Länge der Strecke, aber auch die Wetter- und Verkehrsverhältnisse müssen akzeptabel sein. 50 Kilometer bei Starkregen oder Schnee und Eis mit dem Radl abzuspulen, das macht natürlich keinen Sinn.

Grafik Wege zur Arbeit
Wege zur Arbeit: Die meisten benutzen das Auto. Mit großem Abstand folgen Fahrrad und die eigenen Füße.
© TÜV NordZoomansicht

Und wie sieht es mit der Schadstoffbelastung aus? Was das betrifft, so hat ein Team um Epidemiologen von der britischen Universität Cambridge nachgeforscht. Man wollte wissen, ob Luftverschmutzung die gesundheitlichen Vorteile von aktiver Fortbewegung zunichtemacht. Erkenntnis: Erst nach eineinhalb Stunden Radfahren oder zehn Stunden Laufen überwiegen die Nachteile, und auch das nur, wenn die Feinstaubkonzentration die zulässigen Grenzwerte um ein erhebliches Maß übersteigt.

Körperliche Aktivität verlängert das Leben

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam das renommierte britische Medizinfachblatt "The Lancet": Obwohl Radler mehr Schadstoffe einatmeten, hätten sie aufgrund ihrer regelmäßigen Bewegung eine höhere durchschnittliche Lebenserwartung als Autofahrer. Sinnvoll ist es aber allemal, sich auf geeigneten Strecken zu bewegen. So haben Forscher aus dem kalifornischen Sacramento herausgefunden, dass sich die Belastung für Radler um bis zu drei Viertel senken lässt, wenn diese spezielle Radwege benutzen und dafür auch einen Umweg in Kauf nehmen.

epr

 

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