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08.03.2019, 16:18

600-PS-Motor von Porsche - Hybridantrieb - Luxus auf Russisch

Aurus Senat: Putins Staatskarosse auf dem Genfer Salon

Donald Trump hat das "Beast", Vladimir Putin den Aurus Senat. Während sich der nachtschwarze Cadillac des US-Präsidenten nicht in die Niederungen einer Automobilausstellung begibt, ist die 6,63 Meter lange Staatskarosse seines russischen Amtskollegen derzeit auf dem Genfer Automobilsalon (bis 17. März) zu besichtigen. Der schwergepanzerte Senat erinnert verdächtig an Rolls Royce und Bentley und wird von einem Motor angetrieben, den Porsche mitentwickelt hat. Auch Kalaschnikow ist involviert.

Aurus Senat L700
Aurus Senat L700: Die staatstragende Karosse soll zeigen, dass Russland auch Luxuslimousinen kann.
© uleZoomansicht

"Nicht in den Innenraum fotografieren!" Streng schiebt sich ein Anzugträger zwischen Kamera und Karosserie. So sieht es also aus, wenn staatstragende Limousinen zu Gast auf Automobilausstellungen sind. Dabei handelt es sich bei dem Aurus Senat, der in Halle 2 des Genfer Automobilsalons Hof hält, gar nicht mal um die Original-Staatskarosse des russischen Staatspräsidenten Vladimir Putin. Aber egal, das Innenleben wird dennoch als Geheimsache gehandelt.

Umstieg vom Mercedes S600 Pullman

Wer der 6,63 Meter langen Limousine mit dem ehrfurchteinflößenden Kühlergrill ins Gesicht blickt, fühlt sich durchaus an Bentley oder Rolls Royce erinnert. Der Senat L700 ist aber eine russische Eigenentwicklung. Mit den Repräsentationslimousinen aus dem Hause ZIL (Sawod imeni Lichatschowa) soll Putin unzufrieden gewesen sein, und der bisher genutzte Mercedes S600 Guard Pullman war womöglich zu unpatriotisch. Kurz: Was Russisches sollte her. So erhielt das automobile Forschungsinstitut NAMI den Entwicklungsauftrag, das erforderliche Geld kommt dem Vernehmen nach zumindest teilweise aus dem Fonds für Verteidigung, Sicherheit und Entwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate.

Aurus L700
Rolls Royce lässt grüßen: Der Senat L700 erinnert wohl nicht ganz zufällig an die Formensprache der feinen Briten-Marke.
© Aurus

Die Produktion des Aurus erfolgt beim russischen Automobilunternehmen Sollers. Chef der Marke Aurus ist Franz-Gerhard Hilgert, einst führender Kopf der russischen Daimler-Vertretung.

Elektromotor von Kalaschnikow

Technisch umgibt den Aurus keineswegs eine Aura von Automobilkombinat. Ganz im Gegenteil: Putin - oder andere solvente Kunden - genießen die Vorzüge von Adaptivfahrwerk und Allradantrieb, der Chauffeur erfreut sich an einer Neungangautomatik, und unter der reputierlichen Motorhaube bullert ein von Porsche mitentwickelter 4,4-Liter-V8-Biturbo-Benziner mit 441 kW/600 PS und 880 Newtonmetern Drehmoment. Unterstützung erhält er von einem 82 kW/112 PS starken Elektromotor, den der russische Hersteller Kalaschnikow beisteuert.

Dass das schwergepanzerte und somit fast sieben Tonnen schwere Teil kein Kostverächter ist, lässt sich erahnen. Rund 15 Liter soll sich der L700 pro 100 Kilometer genehmigen.

Senat S600
Senat S600: Auch bei der ungepanzerten Kurzversion können sich die Passagiere hinter Vorhängen verstecken.
© uleZoomansicht

Flachbildschirme und gekühltes Barfach

Alternativ steht übrigens eine nicht gepanzerte Kurzversion zur bereit, die immer noch 5,63 Meter in der Länge misst, S600 heißt und sich in Genf in reputierlichem Goldbronze präsentiert - die deutsche Übersetzung des lateinischen Namens "Aurus" lautet schließlich "Gold". Hier darf man einen Blick ins luxuriöse Interieur werfen und entdeckt feinste Hölzer und nobles Leder, vielfach verstellbare und klimatisierte Massagesitze, große Flachbildschirme an den Lehnen der Vordersitze, ein gekühltes Barfach und ein Cockpit mit volldigitaler Instrumentierung.

Im Raum steht ein Preis von zehn Millionen Rubel, umgerechnet wären das knapp 135.000 Euro. Vorbestellungen nimmt seit August die Aurus Ltd. Moskau entgegen.

Weil der Senat auf einer skalierbaren Plattform steht, sind weitere Karosserievarianten zu erwarten - ein Kompaktwagen beispielsweise, ein Van, ein SUV und ein Cabriolet, das Putin dann zu Paradezwecken nutzen könnte.

Ulla Ellmer

 

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