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04.02.2019, 16:41

Kleinwagen mit neuen und stärkeren Motoren

Nissan macht den Micra munter

Vor zwei Jahren hat Nissan dem Kleinwagen Micra zu knackigem Aussehen verholfen. Mit neu ins Blech gepresster, scharfer, ja fast aggressiver Linienführung verabschiedete man sich vom einst eher knuddeligen Auftritt. Was zum neuen, leicht sportiven Outfit nicht so ganz passen wollte: Das Motorenangebot. 90 PS - und Ende! Das aber hat sich jetzt geändert, denn Nissan muntert den Kleinen mit stärkeren Maschinen auf.

Nissan Micra
Nissan Micra: Der kleine Kompakte ist jetzt mit zwei neuen Dreizylindern lieferbar.
© HerstellerZoomansicht

Dabei greifen die Japaner in den Baukasten, der innerhalb des Nissan-Renault-Mitsubishi-Verbunds zur Verfügung steht und aus dem sich teilweise auch Mercedes-Benz bedient. Bei den neuen Micra-Aggregaten, zwei an der Zahl, bleibt es bei einem Liter Hubraum und drei Zylindern, aber man stellt höhere Leistung und gleichfalls höheres Drehmoment bereit. Zehn PS sind es nun mehr, somit steht die Zahl 100 im Verkaufsprospekt. Oder, wie bei der sportlichen Variante, gar 117. Der Blick auf die Drehmomentwerte: 160 bzw. 180 Nm liegen an.

Der Leistungszuwachs ist im Vergleich zur bisherigen 90-PS-Variante durchaus erfahrbar, ein Ausbund an Temperament aber ist der neu motorisierte Micra nicht. Darüber dürfen auch die recht guten Papier-Beschleunigungswerte (0-100 km/h 10,9 bzw. 9,9 Sekunden) nicht hinwegtäuschen. Denn um diese zu erreichen, muss man fix hochdrehen und schalten. Fährt man in höheren Gängen dahin, gibt sich der Kleine schon ein wenig lethargischer. Größter Pluspunkt: Dass ein Dreizylinder implantiert ist, fällt akustisch so gut wie gar nicht auf. Leise arbeitet die Maschine und erstaunlich vibrationsfrei dazu.

Automatik gegen Aufpreis

Wer mit der gemütlichen Gangart - in der Praxis fällt der Leistungsunterschied zwischen 100- und 117-PS-Variante nicht so sehr auf - leben kann, darf sich auch mit der neu angebotenen Automatik anfreunden. 1200 Euro beträgt der Aufpreis, womit man sich die Schaltarbeit erspart. Die Besonderheit hier: Es handelt sich um ein stufenloses CVT-Getriebe, dem man mit ein paar elektronischen Tricks Pseudo-Schaltstufen verpasst hat. Im Stadt- und Umlandverkehr funktioniert das alles recht gut, nur bei hoher Leistungsabforderung, etwa auf der Autobahn, kann das Getriebe seine Arbeitsweise nicht ganz verleugnen.

Komfortgewinn: Wer 1200 Euro investiert, dem nimmt ein stufenloses CVT-Getriebe die Schaltarbeit ab.

Der Blick auf die Verbrauchswerte zeigt, dass die Leistungssteigerung zumindest auf dem Papier nicht mit einer Verbrauchserhöhung einhergegangen ist. Im Gegenteil: Der neue 100-PS-Motor agiert sparsamer als sein 90-PS-Vorgänger. 4,5 l Super je 100 km sollen es nach neuester Verbrauchs- und Abgasnorm sein. Macht 103 bzw. 114 g/CO2 je km.

Verbrauchswunder bleibt aus

Aber: Bei ersten Fahrten ergaben sich zumindest laut Bordcomputer doch spürbar höhere Werte. Verbrauchswunder darf man, das weiß man auch von anderen Herstellern, also von einem hubraumkleinen Dreizylinder nicht erwarten. Das 117-PS-Modell verlangt übrigens nach 0,5 l mehr, bei der nur für den 100-PS-Micra lieferbaren Automatik errechnet sich ein um 0,3 l höherer Verbrauch.

Bleibt noch die Höchstgeschwindigkeit nachzutragen: 184 km/h schafft das etwas schwächere Modell, 195 km/h sind es bei der starken Variante.

Nissan Micra
Bitte schalten: Um die werksseitig verheißenen Beschleunigungswerte zu erreichen, muss man fix hochdrehen.
© HerstellerZoomansicht

Beide Modelle können übrigens auch als N-Sport-Version geordert werden. Unschwer zu erraten, dass es sich hier um eine optisch aufgerüstete, dynamischer anmutende, mi-nimal tiefer gelegte, mit direkterer Lenkung versehene und vom Charakter her flottere Ausführung handelt.

Aufgerüstet hat Nissan auch beim Entertainment, das sich nun mit Android-Auto und Apple-Car-Play versteht. Das Navi, sofern im georderten Ausstattungslevel enthalten, arbeitet auf TomTom-Basis.

Preise ab 11.990 Euro

Schließlich der Blick in die Preisliste: Zwar findet sich dort immer noch ein Basismodell (71 PS) für besonders preissensible Kunden (ab 11.990 Euro), das allerdings von den Stückzahlen weit hinter den beiden neuen Benzinern zurückbleiben wird. Die Kunden werden vor allem die 100-PS-Version bevorzugen. Diese startet bei 15.390 Euro, bedarf aber bei bestimmten Ausstattungs-wünschen doch die Order weiterer, teurerer Ausführungen. Wer 117 PS unter der Haube haben möchte, muss mindestens 18.190 Euro investieren. Unverändert bleiben beim 2019er-Micra das Platzangebot (vorne prima, im Fond kleinwagentypisch eng, mit 300 Litern ordentlicher, erweiterbarer Kofferraum) und die angenehme Fahrwerksabstimmung.

Gerhard Windpassinger

Nissan Micra IG-T in Kürze:

Wann er kommt: Handschalter ab sofort lieferbar, Automatik ab Ende Februar

Wen er ins Visier nimmt: Unter anderem Ford Fiesta, Seat Ibiza, Toyota Yaris, Peugeot 208, Opel Corsa

Was ihn antreibt: Ein 1,0-l-Dreizylinder-Benziner mit 100 und 117 PS

Was er kostet: 15.390 bis 20.790 Euro

Was noch folgt: Die Micra-Serie ist komplett

 

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