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29.11.2018, 08:01

Üppige Ausstattung - Selbstzündender Benziner

Neuer Mazda 3: Designerstück mit Diesotto

Eine der wenigen Weltpremieren der Autoshow von Los Angeles (30. November bis 9. Dezember) liefert Mazda an. Im Downtown gelegenen Convention Center zeigt sich erstmals die serienfertige neue 3er Reihe. Vom Gros der kompakten Konkurrenten hebt sich der als Fünftürer und als Limousine erhältliche Japaner nicht nur durch sein elegantes Design ab, sondern auch durch eine Antriebsform, die es so sonst nirgendwo gibt: Der Skyactiv-X ist ein Benziner mit Kompressionszündung - wenn man so will, ein Zwischending aus Ottomotor und Diesel.

Mazda 3
Neuer Mazda 3: Schmale Scheinwerfer, prominenter Kühlergrill, mutig abgerundeter Dachabschluss.
© Hersteller

Kaum irgendwo ist die Dichte teurer automobiler Exoten so hoch wie in der US-amerikanischen Glitzermetropole Los Angeles. Wer in Beverly Hills den opulent weihnachtsgeschmückten Wilshire Boulevard entlangspaziert, sieht sie allerorten - hier einen Lamborghini Urus, dort einen Rolls Royce Ghost, an der nächsten Ampel lauert ein Ferrari California.

Die Autoshow von Los Angeles ist also ein eher ungewöhnliches Umfeld, um die Neuauflage eines Kompaktwagens vorzustellen. Der Zeitpunkt aber passt, schließlich geht der Mazda 3 im März nächsten Jahres in den Verkauf. Ein wichtiges Modell für die Japaner, denn auch wenn die SUVs CX-5 und CX-3 die Verkaufshitliste anführen, so folgt der 3er immerhin an dritter Stelle.

Fünftürer und Fastback

Mazda 3 Cockpit
Modernisiert: Mazda-3-Cockpit, auf Wunsch in rotes Leder gekleidet.
© HerstellerZoomansicht

Beim Design lehnt sich die 3er-Reihe eng an die vor Jahresfrist auf der Tokyo Motor Show vorgestellte Konzeptstudie KAI an. Zwei Versionen hat Chefstylist Yasutake Tsuchida entworfen, neben dem klassischen und 4,46 Meter langen Fünftürer auch die rund acht Zentimeter längere Limousine "Fastback", die in Deutschland aber nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.

Im Konkurrenzumfeld von VW Golf, Opel Astra, Ford Focus & Co. fällt der Mazda 3 durchaus auf. Überflüssiges Chi-Chi geht seinem Auftritt ab, sportlich-elegant und ästhetisch sehr befriedigend steht er da, zwischen schmalen Frontscheinwerfern sitzt prominent ein großer Kühlergrill, die Seitenansicht zeigt kleine Fensterflächen und einen mutig abgerundeten Dachabschluss. Eine erste Inaugenscheinnahme ergab, dass sich Kunden beim Zugang in den Kofferraum - dessen Größe noch unspezifiziert bleibt - auf eine verhältnismäßig hohe Ladekante einstellen müssen.

Aufräumen im Cockpit

Dem Zeitgeist entsprechend wurde im Interieur gründlich aufgeräumt. Zu einem volldigitalen Kombiinstrument hinterm Lenkrad konnte oder wollte man sich aber nicht durchringen, es bleibt teilanalog, ergänzt durch einen 8,8-Zoll großen Bildschirm, der die Wunderwelt des digitalen Zeitalters wiederspiegelt.

Exakte Leistungsdaten der Motoren nennt Mazda noch nicht. Nur so viel: Zum Marktstart im März gibt es wahlweise einen Skyactiv-G-Benziner mit etwa 120 bis 130 PS, der als Mildhybrid ausgelegt ist, sowie den aus dem CX-3 bekannten 1,8-l-Skyactiv-D-Diesel mit 115 bis 120 PS. Sowohl Benziner als auch Diesel schaffen Euro 6d-Temp, einen Ottopartikelfilter bzw. SCR-Katalysator brauchen sie dazu nicht.

Erster Benziner mit Kompressionszündung

Das wahre Highlight der Antriebspalette wird drei Monate später nachgereicht: Der Skyactiv-X - ebenfalls ein Mildhybrid - ist der erste Serien-Benziner mit Kompressionszündung. Vereinfacht gesagt, handelt es sich dabei um einen Zwitter aus Benziner und Diesel, jenem Prinzip ähnlich, an dem sich auch Mercedes schon unter dem Schlagwort "Diesotto" versucht hat. Eine besonders hohe Verdichtung ermöglicht es, dass sich das Kraftstoff-Luft-Gemisch in Teilbereichen selbst entzündet. Im Vergleich zum konventionellen Benziner soll der Skyactiv X etwa 20 bis 30 Prozent weniger Benzin verbrauchen und somit ungefähr auf Diesel-Niveau liegen. Die Schadstoffemissionen, verspricht Mazda, lägen so niedrig, dass die strenge Norm Euro 6d-Temp ohne Probleme eingehalten wird. Auch ein Partikelproblem stelle sich nicht, wobei noch unklar ist, ob hierbei ein Ottopartikelfilter (OPF) eine Rolle spielen wird.

Mazda 3 Fastback
Auch als Limousine elegant: Der "Fastback" wird ausschließlich mit dem selbstzündenden Benziner Skyactiv-X angeboten.
© Hersteller

Der Preisaufschlag gegenüber dem "normalen" Benziner dürfte in etwa dem für den Diesel entsprechen. Die Limousine wird ausschließlich den Skyactiv-X-Motor bekommen, und auch die Option "Allrad" ist an das innovative Triebwerk gebunden. Es ist davon auszugehen, dass der 3er nicht der einzige bleiben wird, der in den Genuss der neuen Technologie kommt. Nächster Skyactiv-X-Kandidat ist wohl die für 2019 avisierte nächste Generation des kleinen SUVs CX-3.

Fahrerüberwachung an Bord

Zu den neuen Assistenzsystemen des Mazda 3 gehört neben dem Front Traffic Alert (erkennt beim Einfahren in unübersichtliche Kreuzungen Fahrzeuge, die sich aus uneinsehbaren Bereichen von links oder rechts nähern) und dem Cruising & Traffic Support (beschleunigt, bremst und lenkt im dichten Autobahnverkehr selbst) auch eine Fahrerüberwachung, die mit Hilfe einer Infrarotkamera den Zustand des Fahrers im Auge behält.

Dass Mazda den Einstiegspreis des 3ers kräftig erhöht - von derzeit gut 18.000 auf etwa 22.000 bis 23.000 Euro - lässt nur auf den ersten Blick schlucken. Denn mit dem Preisaufschlag ist eine umfangreiche Aufwertung verbunden. Schon das Basismodell wird ungewöhnlich üppig ausgestattet sein und unter anderem die teildigitale Instrumententafel, ein "echtes" Head-up-Display (Projektion in die Windschutzscheibe und nicht auf ein Täfelchen), Voll-LED-Scheinwerfer und das MZT-Connect-Infotainment mit Navigationssystem und Smartphone-Anbindung via Apple CarPlay und Android Auto mitbringen. Weitere Extras wie Leder, Matrix-LEDs, Assistenzsysteme oder ein hochwertiges Soundsystem sind in Paketen gebündelt. Bei der Preisgestaltung, sagt Produktmanager Christian Heider, setze man auf die Intelligenz der Kunden: "Wir trauen ihnen schon zu, dass sie nicht über eine kosmetisch billige, letztlich aber spartanisch ausgestattete Einstiegsversion stolpern".

Ulla Ellmer

Mit selbstzündendem Benziner als Besonderheit
So kommt der neue Mazda 3
Mazda 3
Im Doppelpack

Mazda bietet auch den neuen 3er als Fünftürer (rechts) und als Limousine "Fastback" an, die in Deutschland aber wohl nur eine Randerscheinung bleiben wird.
© Hersteller

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