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26.05.2018, 11:14

Erste Ausfahrt mit dem Porsche Cayenne E-Hybrid

Porsche Cayenne E-Hybrid: Sportlich stromern!

Der Porsche Panamera ist als Plug-in-Hybrid ein voller Erfolg - jetzt legen die Stuttgarter den Cayenne als Teilzeitstromer nach.

Porsche Cayenne E-Hybrid
Porsche Cayenne E-Hybrid: Das "E" im Kennzeichen verdient er sich durch seine starke Plug-in-Technologie.
© Hersteller

Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen, sagt der Volksmund. Damit das nicht passiert, erfindet sich ausgerechnet der Autobauer immer wieder neu, bei dem die Tradition zum Markenkern gehört: Porsche. Statt sich auf dem Zenith ihres Erfolges mit zweisitzigen Sportwagen auszuruhen, haben die Zuffenhausener früh angefangen, mit der Zeit zu gehen: Erst kam das SUV, dann der Diesel, dann die Limousine - und allen Unkenrufen zum Trotz, ist Porsche sich und seinen Werten immer treu geblieben. Das gilt auch für die jüngste Entwicklung: Die Teilzeit-Stromer, die den Weg zum ersten vollelektrischen Sportwagen Mission E ebnen. Nach dem Panamera - der hierzulande zu über 60 Prozent als Plug-in-Hybrid bestellt wird - bittet Porsche jetzt auch den Cayenne an die Steckdose.

Elektrische Reserven für 44 Kilometer

Porsche Cayenne E-Hybrid
Starker Stromer: Der Cayenne E-Hybrid bringt es auf eine Systemleistung von 462 PS und 700 Nm Drehmoment.
© HerstellerZoomansicht

Dort zapft das SUV bis zu 14,1 Kilowattstunden Strom - an der Haushaltssteckdose in sechs Stunden -, die im Idealfall für eine Reichweite von 44 Kilometern, im Alltag für rund 35 Kilometer reichen. Klingt nicht viel, ist aber für die angestrebte Klientel vollkommen ausreichend. Denn: Zum Cayenne E-Hybrid, der sich durch neongelbe Akzente und Bremssättel von den anderen Versionen unterscheidet, soll freilich nicht greifen, wer tagein, tagaus auf der Autobahn Kilometer schrubbt oder nur alle vierzehn Tage an einer Ladesäule vorbeikommt. Häuschen am Stadtrand, Carport mit Stromanschluss, Büro in der City - so oder so ähnlich lebt der Plug-in-Fahrer, der nicht nur seinen täglichen Arbeitsweg, sondern auch die Abstecher zum Kindergarten, Supermarkt oder Golfplatz unter der Woche weitgehend elektrisch erledigen kann. Gleichzeitig ist er für den Sonntagsausflug aufs Land genauso gerüstet wie für die zweiwöchige Urlaubsreise - ohne sich Gedanken um Ladeinfrastruktur machen zu müssen: Tankdeckel auf, 75 Liter Benzin rein, und schon kann die große Fahrt beginnen.

Mehr Leistung als der Cayenne S

Das Beste: Der E-Motor sorgt nicht nur für den (zumindest wenn man grünen Strom lädt) umweltfreundlichen Antrieb auf weiten Strecken, sondern legt auch in Sachen Dynamik noch eine Schippe drauf. Wer das SUV sportlich bewegt, profitiert von den zusätzlichen 100 kW und 400 Newtonmeter Drehmoment, die sich zusammen mit der Kraft des aus dem Basis-Modell bekannten 340-PS-Dreiliter-V6-Benziner zu einer Systempower von satten 700 Newtonmetern und 462 PS summieren. Mehr als ein Cayenne S zu bieten hat! Und: Stellt man den Fahrmodus-Schalter am Lenkrad nicht auf E (für reinen Elektrobetrieb bis maximal 135 km/h) oder H (dann entscheidet die Elektronik über das Zusammenspiel beider Motoren), kommt man immer in den Genuss der Kraft beider Herzen. Im Sport-Modus nämlich arbeitet der E-Motor als Booster, der für den nötigen Druck im niedrigen Drehzahlbereich sorgt und den gut 2,3 Tonnen schweren Cayenne mit spielerischer Leichtigkeit anschiebt; Null-auf-Hundert schafft er bestenfalls in fünf Sekunden. Im Sport-Plus-Modus gehen die Ingenieure noch einen Schritt weiter, und laden die Batterie während der Fahrt nach, damit auf jeden Fall genug Extra-Power zur Verfügung steht.

Porsche Cayenne E-Hybrid
Alles unter Kontrolle: Im feudal eingerichteten Cockpit informiert der große Screen auch über die Energieflüsse.
© Hersteller

Diesen Lademodus kann man auch im Hybrid-Betrieb erzwingen, etwa weil man weiß, dass am Ende der Fahrt eine Umweltzone auf einen wartet, in der nur noch rein elektrisch gefahren werden darf - das ist noch Utopie, könnte aber schon bald Realität werden. Allerdings ist die Stromerzeugung aus Benzin recht unwirtschaftlich, und man kann dabei zusehen, wie der Durchschnittsverbrauch in die Höhe schnellt. Der liegt offiziell bei 3,2 Litern, was natürlich ein rein rechnerischer Wert ist. Deutlich realistischer sind die achteinhalb bis neun Liter, die uns der Bordcomputer nach unserer ersten, nicht gerade besonders behutsamen Testfahrt bescheinigte. In Anbetracht des Gewichts und der Leistung ein stattlicher Wert, der unter dem Norm-Niveau des Basis-Benziners liegt. Das Beste aber: Mit 89.822 Euro kostet das grüne Gewissen zwar gut fünfzehntausend Euro mehr als das Einstiegsmodell, aber immer noch weniger als der Cayenne S - man muss lediglich wegen der ausladenden Batterie auf 120 Liter Kofferraumvolumen verzichten.

Michael Gebhardt

 

kicker

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