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23.05.2018, 16:22

Zwei Benziner, ein Diesel - Zwei Plug-ins - Ab 40.100 Euro

Neuer V60: Volvo kann noch Kombi

Zuletzt hat sich Volvo stark auf SUVs fokussiert. Die Schweden können aber auch noch Kombi, wie sich am Beispiel des V60 zeigt. Er wurde jetzt komplett erneuert und erhält eine elegante Optik, das markenüblich hohe Sicherheitsniveau und - ja - nach wie vor Dieselmotoren. Zum Jahreswechsel geht der V60 aber auch an die Steckdose. Und man kann ihn künftig abonnieren statt kaufen.

Volvo V60
Neuer Volvo V60: Das Design des eleganten Mittelklasse-Kombis erinnert unverkennbar an den größeren V90.
© Hersteller

Kombis sind schon immer essentieller Bestandteil des Volvo-Portfolios gewesen. Wer weit zurück in der Zeit reist, trifft beispielsweise auf den "Buckelvolvo" PV 445 alias Duett, der in den 1950er Jahren als Familientransporter und Arbeitsgefährt gleichermaßen diente. Später dann, in den 1990ern, gelang der Turnaround zum nach wie vor geräumigen, jetzt aber auch schicken Lastenträger, erster Vertreter dieser neuen Spezies war der 850 Kombi.

Wer sich der Marke Volvo heute annähert, nimmt Lifestyle- und Premium-Attitüde wahr. Das meistverkaufte Modell ist ein SUV, der XC60, und Kombis made by Volvo sehen entschieden anders aus als ihre kastenförmigen Vorfahren. Das gilt auch für den brandneuen und sehr eleganten V60, der in der Liga von Audi A4 Avant, BMW 3er Touring und Mercedes C-Klasse T-Modell antritt. Der V60 und sein Limousinen-Pendant S60 basieren auf Volvos SPA-Plattform, Scalable Product Architecture heißt das ausführlich und meint eine in der Länge variable (skalierbare) Produktionsplattform mit quer eingebautem Frontmotor. Auch das SUV-Pendant XC60 nutzt SPA, ebenso wie die großen Brüder V90, S90 und XC90.

Großer, gut ausgeformter Kofferraum

Auch einem Edel-Kombi wie dem 4,76 Meter langen V60 schaut man zunächst einmal prüfend in den Kofferraum. Platz ist zwar ebenso eine Kernkompetenz der gefragten SUVs, im Falle des V60 stellt man aber fest, dass sein Gepäckabteil um fast 25 Liter größer ausfällt als das des XC60. Auf 529 Liter bemisst sich das Ladevolumen also, hinzu kommt ein zusätzliches Fach im Kofferraumboden. Kräfteschonend niedrig liegt zudem die Ladekante, und überhaupt erweist sich der Kofferraum als gut ausgeformt. Der Aufpreisliste ist die Option einer elektrisch öffnenden und schließenden Heckklappe zu entnehmen, auf Wunsch funktioniert das auch sensorgesteuert, und ebenfalls gegen Aufpreis lassen sich die Rücksitze per Tastendruck aus dem Kofferraum fernumlegen.

Volvo V60
Darf noch dieseln: Zur Startaufstellung des V60 gehören Selbstzünder mit 150 und 190 PS.
© HerstellerZoomansicht

Auf zur Sitzprobe. Von Premium und Lifestyle war bereits die Rede, beides prägt auch das in edel-skandinavischer Manier aufgeräumte Interieur mit den stilsicher ausgewählten Materialien und dem typisch hochkant installierten Touchscreen, über den das Sensus-Infotainmentsystem visualisiert wird, das bedientechnisch - wie schon häufiger angemerkt - allerdings noch ein paar Defizite aufzuarbeiten hat.

T6 mit Allradantrieb und Achtgangautomatik

Motorseitig hat sich Volvo bekanntermaßen vom Sechszylinder verabschiedet und mittelfristig auch den Abschied vom Diesel annonciert. Das lässt sich im Augenblick leicht sagen, denn die aktuelle Selbstzündergeneration ist noch ziemlich frisch. Und so legt der V60 zum Marktstart im Juli den Schwerpunkt nach wie vor auf den Diesel. Einstiegsmodell ist der D3 mit 110 kW/150 PS, 320 Nm Drehmoment und einem Norm-Mix von 4,6 l/100 km. Denselben Verbrauchsschnitt weist Volvo für den stärkeren D4 mit 140 kW/190 PS und 400 Nm aus. Wer den Benziner präferiert, kann beim T6 zugreifen, der 228 kW/310 PS und 400 Nm leistet und im Schnitt 7,6 l/100 km verfrühstückt. Alle drei Motoren verfügen über zwei Liter Hubraum und erfüllen die Abgasnorm Euro 6d Temp. Die Diesel nutzen hierzu SCR-Kat und AdBlue, der T6-Benziner einen Ottopartikelfilter (OPF). Während der T6 serienmäßig mit Allradantrieb und Achtgangautomatik verheiratet wird, rücken die Diesel als Fronttriebler mit manueller Sechsgangschaltung an.

Nach ersten Testfahrten gilt unsere Empfehlung dem D4-Diesel. Schön laufruhig und kultiviert agiert er, hält sich akustisch dezent zurück und zeichnet sich durch geschmeidig-gleichmäßige Kraftentfaltung aus. Allerdings zeigte die Verbrauchsanzeige selbst bei eher unambitionierter Fahrweise mindestens eine Acht, teils sogar eine Neun vor dem Komma. Einmal mehr erweist es sich, dass Volvo am Kraftstoffkonsum seiner Modelle noch arbeiten muss. Der an sich sehr souveräne T6 verharrte verbrauchstechnisch gar im zweistelligen Bereich.

Plug-in-Hybride, Cross Country und Limousine

Zum Jahreswechsel kündigt Volvo indes teilelektrifizierte Alternativen an, dies in Gestalt der Plug-in-Hybriden T6- und T8 Twin Engine. Ersterer bringt es auf eine Systemleistung vom 251 kW/340 PS und 590 Nm, Letzterer auf 288 kW/390 PS und 640 Nm. Die elektrische Reichweite soll bis zu 45 km betragen. Außerdem reichen die Schweden dann die Einstiegsbenziner T4 (190 PS) und T5 (253 PS) nach. Zusätzlich vervollständigt der rustikale Cross Country das V60-Programm. Und die Limousine S60 geht in den Verkauf, bei ihr kommt dann allerdings wirklich kein Diesel mehr unter die Haube.

Volvo V60
Skandinavisch reduziert: Das Interieur ist stilsicher eingerichtet, mit feinen Materialien und hochkant installiertem Touchscreen.
© Hersteller

Auf die Straße gelenkt erweist sich der V6 als agiler Partner, dem es nicht an Komfort gebricht. So gewünscht, lässt sich ein adaptives- bzw. ein Sportfahrwerk buchen. Auch Head-Up-Display, digitale 12,3-Zoll-Instrumentenanzeige, Massagesitze, Vierzonen-Klimaautomatik, Luftreinhaltesystem oder 360-Grad-Kamera sind bestellbar, vieles - wie die Voll-LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht - ist in Ausstattungspaketen gebündelt. Die Sicherheitsausstattung lässt sich markentypisch umfangreich an, neben der klassischen City-Safety-Notbremsfunktion gibt es eine weitere, die eingreift, wenn ein anderes Fahrzeug auf der eigenen Spur entgegenkommt. Der Kreuzungs-Bremsassistent wirkt Unfällen beim Linksabbiegen entgegen, ein weiteres Assistenzsystem wird bei einem unbeabsichtigten Queren der Mittelspur aktiv und verringert die Gefahr eines Zusammenstoßes mit entgegenkommenden Fahrzeugen.

Immer an Bord sind aktiver Spurhalteassistent, Geschwindigkeitsbegrenzer und Verkehrszeichenerkennung, ebenso wie das Notrufsystem Volvo on Call, das im Falle eines Unfalls nicht nur die lokale Rettungsleitstelle oder die Volvo-Telefonzentrale informiert, sondern nebst anderer Funktionen die Einrichtung eines WLAN-Hotspots ermöglicht.

Auch preislich in der Premium-Liga

Volvo V60
Aufgeladen: Zum Jahreswechsel kommen auch zwei Plug-in-Hybride mit je rund 45 km elektrischer Reichweite.
© HerstellerZoomansicht

Auch preislich ist Volvo in die Premium-Liga aufgestiegen. Einstiegsmodell ist der D3 zu mindestens 40.100 Euro, der D4 kostet ab 43.300, der T6 AWD ab 49.500 Euro. Zur Auswahl stehen die Varianten "Momentum" und "Inscription".

Neben Kauf oder Leasing bieten die Schweden aber auch noch ein anderes und neues Geschäftsmodell an. "Care by Volvo" ist eine Art Abo, bei dem Anmeldung, Versicherung und Wartung "all inclusive" sind. Wählbar sind Pakete mit unterschiedlicher Kilometerleistung und Laufzeit. Wenn das Abo ausläuft, geht das Fahrzeug wieder an Volvo zurück, ein für den Kunden sehr praktischer Unterschied zum Leasing. Ganz billig ist das Rundum-Sorglos-Paket freilich nicht. Es kostet monatlich 1,5 Prozent vom Listenpreis - im Falle eines V60 D3 wären das also mindestens 600 Euro.

Ulla Ellmer

Volvo V60 in Kürze:

Wann er kommt: Mitte Juli 2018

Wen er ins Visier nimmt: BMW 3er touring, Audi A4 Avant, Mercedes C-Klasse T-Modell

Was ihn antreibt: Zweiliter-Vierzylinder; Diesel mit 150 und 190 PS, Benziner mit 310 PS

Was er kostet: Ab 40.100 Euro

Was noch kommt: Zwei Plug-in-Hybride, kleinere Benziner, rustikaler V60 Cross Country, Limousine S60

Noch als Diesel - Plug-ins in Sicht - Mieten statt kaufen
Neuer Volvo V60: Kombi auf die elegante Tour
Volvo V60
Lifestyle statt Laster

Optisch erinnert der Volvo V60 stark an den größeren Bruder V90. Mitte Juli kommt er auf den Markt, zu Preisen ab 40.100 Euro.
© Hersteller

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