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02.01.2018, 15:46

Mit GTI-Gütesiegel satte 200 PS stark

Der Polo für die Piste

Harmloser Kleinwagen? Von wegen! Als GTI wird der VW Polo zum echten Kracher. Schon die Papierform kündet von leistungssportlichem Talent - 200 PS lauern auf ihren Einsatz, 237 km/h Spitze lassen so manchen Pseudo-Sportler alt aussehen. Auch in der fahrtechnischen Praxis erweist sich der Polo GTI als überragender Könner.

VW Polo GTI
VW Polo GTI: Sprintet in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 und rennt bis zu 237 km/h schnell.
© HerstellerZoomansicht

Generation Nummer sechs ist da - und was für ein Auftritt! In den Kleinwagen Polo implantiert VW einen Zweiliter-Turbo mit starken 200 PS, statt der bisherigen 192 PS aus 1,8 Liter Hubraum. Und 320 Newtonmeter Drehmoment, so viel wie früher ein Dreiliter-Sauger auf die Leistungsbremse brachte. Mit dieser Wucht kann man - sorry - die Sau rauslassen, wenn es denn sein soll: In 6,7 Sekunden sprintet der Polo GTI aus dem Stand auf Tempo 100, zieht locker weiter auf 150, 200 km/h. Bis zu 237 km/h sind drin, da bleibt der Kleine easy im Windschatten des legendären Golf GTI neuester Auflage. Ein Wadenbeißer also, wenn man so will. Das Drehmoment, die Durchzugskraft, schaffte zwar schon der Vorgänger, aber nur mit Handschaltgetriebe. Das DSG konnte seinerzeit nicht so belastet werden, wie es heute machbar ist. Den Sechsgang-Handschalter reicht VW diesmal nach, was die Freunde des manuellen Schaltens nicht unbedingt glücklicher macht.

Das Fahrwerk ist die Schokoladenseite

Nur wenige Minuten hinter dem Lenkrad, und das Auto zaubert ein Lächeln auf die Lippen - egal, ob der Handschalter schon zur Verfügung steht oder nicht. Nicht nur die Leistungsentfaltung überzeugt, sondern vor allem das Fahrwerk - die Schokoladenseite des neuen Polo GTI. Der modulare Querbaukasten (MQB) macht's möglich und gäbe gewiss auch noch eine Performance-Version her.

Der GTI beschränkt sich auf zwei Dämpfereinstellungen, aber die decken die Anforderungen voll ab. Ausgezeichnet wirkt schon der Fahrbahnkontakt im Normalmodus, selbst dann, wenn die neuen 18-Zöller montiert sind. In der Stufe "Sport" bleibt kein Auge trocken, sobald die ersten haarigen Kurven angepeilt werden. Dieses vorbildliche Handling-Niveau muss mancher (Pseudo-) Sportwagen erst mal erreichen, geschweige denn überbieten.

VW Polo GTI
Polo GTI im Einsatz: Sein vorbildliches Handling-Niveau muss mancher Pseudo-Sportwagen erst einmal erreichen.
© Hersteller

Zu den weiteren Highlights der gekonnten Abstimmung zählen die in Biegungen geringen Karosseriebewegungen und eine überaus exakte Lenkung. Hier haben die VW-Techniker richtig Hand angelegt und durch viele Modifikationen gegenüber dem Serien-Polo spürbare Verbesserungen erzielt. Die eigenständigen Komponenten an Vorder- und Hinterachse gehen noch weiter als es allein die übliche Tieferlegung um 15 Millimeter bringen würde. Zu den Maßnahmen gehört nicht zuletzt eine um 40 Prozent erhöhte Karosseriesteifigkeit.

Sportfahrer vermissen die Quersperre

Sportfahrer, die es gern krachen lassen, werden freilich ein Manko entdecken. Dem Polo GTI fehlt eine Sperre, genau genommen eine elektrohydraulische Quersperre, an der Vorderachse des Fronttrieblers. Der Fahrer spürt die Traktionsschwäche nicht nur auf rutschigem Untergrund, eine vorhandene Traktionskontrolle reicht speziell bei sehr sportlicher Fahrweise nicht aus. Denn beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven bekommt der Top-Polo die Kraft des Turbotriebwerks nicht auf die Straße.

VW Polo GTI Innenraum
Das kennt man: Wer ein echter GTI sein will, braucht die standesgemäßen Karo-Sitze.
© HerstellerZoomansicht

Trotz aller Sportlichkeit bleibt der 4,07 Meter lange Polo GTI ein zweckmäßiges Fahrzeug. Der nur noch als Viertürer angebotene Kompakte bietet ordentlich viel Platz für die Insassen, auch im Fond. Der Gepäckraum fasst, verglichen mit anderen Modellen von Opel, Ford und Renault im kompakten Fahrzeugsegment, genug Platz, 305 Liter sind es im Normalfall, bei umgeklappten Rückenlehnen bis zu 1.079 Liter. Wie es sich für die GTI-Linie der Wolfsburger gehört, finden sich in der "guten Stube" die traditionellen Karomuster auf den ergonomischen Sitzen, dazu rote Nähte, GTI-Labels und rote Blenden - alles qualitativ hochwertig und gut verarbeitet. Selbst ein virtuelles Display gibt es optional.

Assistenzsysteme en masse

Zur Ausstattung zählen, teilweise optional, reichlich Assistenzsysteme. Darunter der Totwinkelwarner, der Abstandstempomat, Ein- und Ausparkhilfen sowie der serienmäßige Frontassistent, der in kritischen Situationen Bremsmanöver einleitet. Die Wolfsburger nennen im genormten Verbrauch 5,9 Liter auf 100 Kilometer, aber da muss der Fahrer schon sehr zurückhaltend mit dem Gaspedal des 2.0 TSI-Vierzylinders umgehen. Aber wer kauft sich aus diesem Grund die schnellste Modellvariante? Die Preispalette für den VW Polo GTI beginnt wegen der zunächst ausschließlich angebotenen DSG-Doppelkupplung bei stolzen 23.950 Euro.

Ingo Reuss

 

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