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12.11.2017, 12:55

Der i30 N ist ein bis zu 275 PS starkes Sportgerät

GTI-Fighter von Hyundai

Hyundai macht Dampf in allen Gassen. Kaum eine andere Marke schreitet so schnell voran wie die südkoreanische Marke. Vor wenigen Jahren wegen des allzu simplen Modells Pony noch belächelt, haben die Koreaner inzwischen bei Technik, Design und Zuverlässigkeit deutlich zugelegt. Was ihnen noch fehlt, sind Autos mit Emotionen - nicht zuletzt um das Image aufzubessern. Deshalb begibt sich jetzt der dezidiert sportliche i30 N auf GTI-Jagd.

Hyundai i30 N
Hyundai i30 N: Der "Korea-GTI" musste sich bei Abstimmungsfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife beweisen.
© Hersteller

Eigentlich ist der Hyundai i30 ein verhältnismäßiges braves Auto. Aber als "N" wird er zum aufregenden Sportinstrument. Der Motor treibt "den Herzschlag pro Minute hoch statt die Drehzahl", sagt der verantwortliche Entwicklungsingenieur Klaus Köster. Stimmt, der Zweiliter-Turbo schüttelt die Kraft locker aus dem Ärmel: 275 PS und 353 Newtonmeter Drehmoment in der schärfsten Version. Mit dem 1500-Kilo-Gefährt hat er keinerlei Mühe. Der am Lenkrad abrufbare Overboost sorgt für noch schnellere Beschleunigung - kurzzeitig sogar für 376 Newtonmeter schon ab 1750 Touren. Da geht die Post ab: In 6,1 Sekunden schnellt die Tachonadel von 0 auf Tempo 100, erst bei 250 km/h wird automatisch abgeregelt. Aber da geht noch was, sagen die Fans, und bestimmt hantieren schon einige am Begrenzer-Chip.

Besonders auffällig: Der Motor muss für die satten Fahrleistungen gar nicht hochgedreht werden. Zwischenspurt zum Überholen fällig? Runter schalten? Nicht nötig, der "N" flitzt auch im sechsten Gang (des ausschließlich angebotenen Schaltgetriebes) noch los, wenn zum Beispiel der Transporter auf der Überholspur der Autobahn endlich Platz macht. Zum Stichwort Alltagstauglichkeit: Selbst Strecken am Stadtrand könnte der i30 N klaglos im sechsten Gang absolvieren, Gaspedaldruck bei kaum über 1000 Touren nimmt er an. Wäre aber schade, denn gerade das exakte Getriebe sortiert der sportliche Pilot doch gerne.

Kupplung und Schaltung geschärft

"Wir haben jedes Fahrzeugteil des i30 Fünftürers angefasst", erklärt Köster. Nicht zuletzt wurden auch die Kupplung und Schaltung geschärft. Der Sprung vom Allrounder i30 zum "N" ist tatsächlich riesig. So hat Hyundai die Vorderachse komplett neu entwickelt, inklusive einer direkteren Lenkung für ein besseres Handling. In drei Modi kann der Fahrer die Einstellungen des elektronisch geregelten Fahrwerks wählen. Wer schnell fährt, muss auch gut bremsen können. Spezielle Luftkanäle sorgen für Kühlung, auch nach mehrfach starken Verzögerungen erweisen sich die Bremsen als standfest.

Hyundai i30 N Innenraum
So sieht es auf dem Kommandostand aus: Sportlich!
© HerstellerZoomansicht

Abgestimmt auf der Nordschleife

Auf abgelegenen Nebenstraßen, speziell aber auf der Rennstrecke wird der "N" zum Kurvenräuber. Da zahlen sich für die einschlägige Klientel am Steuer die Tausende von Abstimmungskilometern auf der Nordschleife des Nürburgrings aus. Alles geht: Das passende von fünf Fahrprofilen wird ausgewählt, das mit adaptiven Stoßdämpfern ausgerüstete Fahrwerk individuell getrimmt und der "Oberboost" angetippt. Insgesamt sieben Funktionen - von Motoreinstellung bis Auspuffsound - können beim 2500 Euro teuren Performance-Paket programmiert werden. Vielleicht noch das Zwischengas beim Herunterschalten aktiviert und die Stabilitätskontrolle ESC für die Racing-Einlage ausgeschaltet, dann kann die Kurvenhatz beginnen. Überraschend schnell sind wir mit dem Korea-GTI unterwegs. Kein Biest, das man zähmen muss. Die für Hyundai entwickelten 225er/40 R 18-Zoll-Reifen von Michelin - oder beim "N Performance" die Pirelli 235er-Schlappen - krallen sich in den Asphalt. Ein spezielles Differential verringert bei dem Fronttriebler - Allradantrieb ist nicht verfügbar - den Schlupf, erlaubt (um fünf Prozent) höhere Kurvengeschwindigkeiten und gibt in scharfen Biegungen möglichst keinen Zentimeter preis. Ein sportlich ausgelegtes ESC ist optional als elektronischer "Copilot" an Bord. Spritkonsum? Bei so viel Power brauchen wir darüber nicht zu reden. Nur so viel: im (nicht aussagekräftigen) genormten Mix sind es 7,1 l/100 km.

Scharfes Styling, aber nicht krawallig

Optisch wollte Hyundai aus dem i30 "keine Krawallmaschine" machen, erklärt Produktmanager Oliver Gutt. Die N-Version des Fünftürers ist vor allem erkennbar an der Front mit den schwarz eingefassten LED-Scheinwerfern und größeren Lufteinlässen. Seitlich fallen die roten Bremssättel ins Auge, am Heck der Dachspoiler und die beiden dicken Rohre der Abgasanlage. Das Platzangebot entspricht dem Basis-Fünftürer, das Cockpit wurde mit diversen Instrumenten deutlich aufgewertet, bei der Materialauswahl und den Farbkompositionen sind noch Steigerungen möglich. Apropos Farben: Außen dominiert die Lackierung "Performance Blue", ein helles Blau als Extra.

Hyundai i30
Starkes Stück: Schon der "einfache" i30 N leistet 250 PS, die Performance-Variante steigert das auf 275 PS.
© Hersteller

Der Einstieg in den "N" kostet 29.700 Euro. Die "Performance"-Version leistet zusätzliche 25 PS, statt 250 sind es 275 PS. In der Aufpreisliste finden sich nur wenige Extrapositionen: Komfortpaket 1700 Euro, Glasschiebedach 1100 Euro und Stabi-Strebe 180 Euro (quer im Kofferraum unterhalb der Fond-Rücklehne montiert). Im kommenden Jahr sind vom "N", der vor allem als Kontrahent des VW Golf GTI gilt, rund 1000 Verkäufe hierzulande geplant, das wären etwa fünf Prozent der i30-Zulassungen.

Von der Performance-Edition erwarten die Hyundai-Manager den deutlich größeren Anteil im Verkaufsmix. Zum Fünftürer und familienfreundlichen Kombi gesellt sich ab Januar 2018 der Fastback, den es auch in der N-Variante geben soll. Überhaupt werden wohl mehrere Modellreihen die rasante Topvariante bekommen, wie Hyundai-Geschäftsführer Markus Schrick ankündigt.

Ingo Reuss

Hyundai i30 N in Kürze:

Wann er kommt: Ist bereits bestellbar

Wen er ins Visier nimmt: VW Golf GTI, Seat Leon Cupra, Ford Focus ST, Peugeot 308 GTi etc.

Was er leistet: 250 oder 275 PS

Was er kostet: Ab 29.700 Euro

 

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