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27.12.2017, 21:29

Nissans kleiner Kompakter als 0.9 IG-T im Fahrbericht

Micra heißt nicht Mikro

Micra - das assoziiert noch kleiner als klein. Und tatsächlich firmiert das Nissan-Modell dieses Names als Kleinwagen. Aber was heißt das heutzutage schon? Mit einer Länge von knapp vier Metern ist der Micra in Regionen angekommen, die man noch zu Zeiten des seligen Käfers als familientauglich angesehen hätte. Im Fahrbericht: Der Micra mit 0.9-l-Dreizylinder und 90 PS.

Nissan Micra
Nissan Micra: Die aktuelle Generation des japanischen Kleinwagens sieht dezidiert sportlich aus und fährt immer als Viertürer vor.
© Hersteller

Wie er aussieht: Der Nissan Micra ist ein kleiner Kompakter, mit dem sich vorzugsweise Singles und Paare motorisieren sollen, auch modebewusstes Jungvolk mithin. Dazu haben ihm die Designer eine schicke Formgebung verpasst, die zum niedlichen Habitus der Vorgänger-Baureihen einen maskulin-kantigen Gegenentwurf liefert, mit dezent versteckten hinteren Türgriffen und einem kecken Dachkantenspoiler als Heckabschluss. Grundsätzlich fährt der knapp vier Meter kurze Japaner übrigens als Viertürer vor.

Wie er eingerichtet ist: Wohlwollend wandert das Auge vom optional lederummantelten und unten abgeflachten Multifunktionslenkrad über den großen Touchscreen fürs Infotainment und die überhaupt farbenfroh gestaltete Innenausstattung. Billig ist definitiv was anderes. Was gut und sportlich aussieht - die schmalen Fensterflächen nämlich - muss im Alltag aber mit eher mäßiger Übersichtlichkeit bezahlt werden. Dagegen lässt sich mit beherztem Griff in die Kasse für Extras was tun, etwa indem Parksensoren, Rückfahrkamera und Around-View-Monitor bestellt werden. Die Kosten variieren je nach Ausstattungsversion.

Nissan Micra Innenraum
Micra-Cockpit: Auch im Innenraum geht es sportlich-farbenfroh zu.
© HerstellerZoomansicht

Wie viel Platz er hat: Vorne sitzt es sich bequem. Der Platz im Fond hingegen fällt schon deutlich verknappter aus, vor allem die Kopffreiheit leidet unter der abfallenden Dachlinie. Als Großraumlimousine ist einer wie der Micra freilich auch nicht konzipiert. In den Kofferraum passen 300 bis 1004 Liter, das ist deutlich weniger, als beispielsweise der Konkurrent VW Polo (351 Liter) wegpackt.

Was er leistet: Das 90-PS-Maschinchen ist der kleinere der beiden angebotenen Benziner; ein Dreizylinder-Turbo mit weniger als 900 ccm Hubraum, der sich mit dem typischen Dreiender-Sound zum Dienst meldet - ein knurriges, aber nicht unangenehmes Arbeitsgeräusch. Allerdings will der Micra 0.9 zunächst nicht recht aus den Puschen kommen, eher unmutig erfolgt die Kraftentfaltung nach dem Start. Erst wenn er in Schwung gekommen ist, marschiert der Japaner williger voran. In 12,1 Sekunden hat er aus dem Stand Tempo 100 erreicht, die Spitze liegt bei 175 km/h.

Wie er sich fährt: Die Fahrwerksabstimmung liefert keinen Grund, auf sportlichere Unternehmungen zu verzichten. Im Micra lässt es sich neutral über kurvenreiche Streckenführung wedeln, die Widrigkeiten vernarbten Fahrbahnbelags bügelt er gekonnt aus und behelligt seine Besatzung nicht mit ruppigem Gebaren. Die Partnerschaft mit dem manuellen Fünfganggetriebe funktioniert prima, die Lenkung dürfte allerdings etwas mehr Rückmeldung vermitteln. Auf Wunsch bieten Assistenzsysteme wie Spurhalte-Assistent, Notbremsassistent mit Fußgängererkennung oder eine 360-Grad-Rundumkamera ihre Dienste an.

Nissan Micra
Fährt forsch: Die Fahrwerksabstimmung liefert keinen Grund, auf sportliche Unternehmungen zu verzichten.
© HerstellerZoomansicht

Was er verbraucht: Nach Norm 4,8 l/100 km, in der Praxis exakt einen Liter mehr, nämlich 5,8 l/100 km.

Was er bietet: Kaufen kann man den Nissan Micra 0.9 IG-T ab zweitem Ausstattungslevel "Visia Plus", das schon ein Audiopaket aus Radio mit Bluetooth- und USB-Schnittstelle und Klimaanlage umfasst. Beim "Acenta" kommen ein besseres Audiosystem mit 7-Zoll-Touchscreen und Lenkradfernbedienung sowie ein Tempomat hinzu. Wir waren mit dem "N-Connecta" unterwegs, der unter anderem Aluräder, Klimaautomatik, Sportlederlenkrad, Navi, DAB+-fähiges Radio, Bluetooth-Schnittstelle und Regensensor vorhält. Das Topmodell heißt "Tekna" und ist mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern, Bose-Audiosystem, Rückfahrkamera, Sitzheizung und etlichen Fahrassistenten ausgestattet.

Was er kostet: Als "Visia Plus" ab 15.790 Euro, als "Acenta" ab 17.190 Euro, als "N-Connecta" ab 18.590 Euro und als "Tekna" ab 19.990 Euro.

Was wir meinen: Der Nissan Micra ist ein Kleinwagen von durchaus erwachsenem Gebaren, der in einem sportlich-schicken Outfit steckt. Auch sein ordentliches Ausstattungsniveau fällt nicht unter die Kategorie "mikro". Der 0,9-l-Dreizylinder ist allerdings nicht der Munterste, hier bleibt noch Luft nach oben.

Ulla Ellmer

Die Daten des Nissan Micra 0.9 IG-T

Hubraum 898 ccm, Zylinder 3, Leistung 66 kW/90 PS bei 5.500/min, max. Drehmoment 140 Nm bei 2.250/min, Spitze 175 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h in 12,1 sec, Normverbrauch innerorts 5,6, außerorts 3,7, kombiniert 4,8 l S pro 100 km, Testverbrauch 5,8 l S/100 km, CO2-Emission 107 g/km, Schadstoffklasse Euro 6, Energie-Effizienzklasse A, Länge 4,00 m, Breite 1,73 m ohne, 1,94 m mit Außenspiegeln, Höhe 1,46 m, Kofferraum 300 bis 1004 l, Leergewicht 1.053 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1.530 kg, Zuladung 477 kg, Anhängelast gebremst 1.200 kg, ungebremst 525 kg. Manuelles 5-G-Getriebe, Frontantrieb. Versicherungs-Typklassen 14 (HP), 16 (TK), 19 (VK). Preis ab 15.790 Euro

 

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