Im letzten Derby erlebte Fortunas Abwehrchef einen schwarzen Tag

Gegen Gladbach? Das war Ayhans Tiefpunkt

Kaan Ayhan

Er hat keine guten Erinnerungen an das letzte Derby gegen Gladbach: Fortuna-Verteidiger Kaan Ayhan. imago images

Als "ziemlich brutal" stufte Fortunas Abwehrchef Kaan Ayhan die 0:3-Niederlage in Mönchengladbach noch am Ort des Geschehens Anfang November 2018 ein. An allen drei Gegentoren war der türkische Nationalspieler beteiligt; nach der Partie verordnete ihm Trainer Friedhelm Funkel quasi eine Denkpause und setzte ihn zunächst auf die Bank.

Es war aber auch ein denkwürdiges Spiel für die Fortuna, die zuvor schon fünf Mal hintereinander verloren hatte, in Mönchengladbach aber gar nicht schlecht begann. Mit einem Handelfmeter nahm das Schicksal dann in der 47. Minute seinen Lauf, Ayhan war von Alassane Plea angeschossen worden. "Den darf man niemals geben", wetterte Friedhelm Funkel hinterher, doch die Entscheidung stand nun einmal, Fortuna lag kurz nach der Pause 0:1 hinten.

Anschließend gerieten die Gäste aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt vollends ins Rutschen. Nach einem bösen Ayhan-Fehlpass fiel das 0:2, schließlich unterlief dem Düsseldorfer Abwehrchef auch noch ein Eigentor.

Unumstrittene Figur in der Defensive

All diese Gedanken wird Ayhan, der jüngst seinen Vertrag in Düsseldorf bis 2022 verlängerte, am Sonntag natürlich verdrängen. Längst ist er eine unumstrittene Figur in der Düsseldorfer Innenverteidigung, und natürlich wird er auch am Sonntag gesetzt sein.

Offen ist nur, wer neben ihm verteidigt. Kasim Adams, Leihgabe aus Hoffenheim, könnte sein Startelf-Debüt feiern. Womöglich kehrt aber auch Andre Hoffmann, zuletzt wegen einer Grippe außen vor, wieder in die erste Elf zurück. Dessen Vertreter Robin Bormuth hatte seine Sache gegen Wolfsburg auch solide gelöst, abgesehen vom Gegentreffer, als er sich von Josip Brekalo tunneln ließ. Keine einfache Entscheidung für Funkel vor dem Wiedersehen in Mönchengladbach.

Oliver Bitter