Augsburg: Lichtsteiner, Jedvaj und Finnbogason sind bereit

"Alles auf Anfang": Schmidt setzt auf einen Schub

Verstärkungen für die Startelf: Augsburgs Trainer Martin Schmidt mit Tin Jedvaj (li) und Stephan Lichtsteiner.

Verstärkungen für die Startelf: Augsburgs Trainer Martin Schmidt mit Tin Jedvaj (li) und Stephan Lichtsteiner. imago images

Mit den Verpflichtungen des renommierten Lichtsteiner sowie des talentierten Jedvaj will der FCA seine zuletzt extrem wackelige Defensive stabilisieren. "Jetzt habe ich einen tollen, kompletten Kader. Wir haben das nachgelegt, was wir gebraucht haben", freut sich Schmidt über die Neuen. Zudem sind mit Finnbogason sowie Linksverteidiger Philipp Max zwei Leistungsträger wieder einsatzbereit - und bieten neue Optionen.

Startelf: Lichtsteiner auf der rechten Abwehrseite, Jedvaj innen

Schmidt sieht den aus Leverkusen geliehenen Jedvaj als "Soforthilfe": "Er ist auf einem Top-Level und braucht keine Anpassungszeit." Auch Lichtsteiner, der seit Juli vereinslos war, sei "körperlich auf einem guten Niveau" und bringe seine Qualität und Mentalität sofort ein. Beide Neuzugänge dürften also in der Startelf stehen, Lichtsteiner auf der rechten Abwehrseite, Jedvaj innen. Finnbogason könnte bei seinem Comeback zunächst in die Jokerrolle schlüpfen.

"Man hat noch mal ein neues Triebwerk gezündet, um so richtig wegzukommen"

Die erhöhte Konkurrenz durch Verstärkungen und Rückkehrer habe einen Effekt auf die restliche Mannschaft, ist Schmidt überzeugt: "Ab Dienstag war eine neue Welle drin, eine neue Positivität durch die zwei neuen Spieler. Man hat gemerkt, im Team passiert etwas", berichtet der Schweizer, um es dann bildlich zu formulieren: "Man hat noch mal ein neues Triebwerk gezündet, um so richtig wegzukommen."

Das muss dem FCA am Samstag gelingen. Gegen Aufsteiger Union stehen die Schwaben bereits mächtig unter Druck. Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten kann die Stimmung rund um den FCA drehen, eine Niederlage würde den Fehlstart komplett machen. Schmidt wirbt nach dem Umbruch im Kader einerseits zwar um Geduld, er weiß aber auch, dass sein Team schnell Fortschritte machen und Ergebnisse erzielen muss. Zumal der 52-Jährige sagt: "Es gibt Spiele, auf die es in dieser Saison ankommt. Ich rede gerne von den richtigen Spielen, in denen man punkten muss." Die Partie gegen Union dürfte dazuzählen, auch wenn der Zeitpunkt am 2. Spieltag noch sehr früh ist.

David Bernreuther

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