Mainz: Awoniyi hakt Negativerfahrung beim Debüt ab

Schwarz fordert mehr Ruhe und höhere Effizienz

"Wir müssen bessere Entscheidungen im letzten Drittel treffen": Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz. imago images

Das 0:1 in Hannover Ende April ist noch gut in Erinnerung. Damals schossen die Mainzer sogar 23-mal aufs Tor, ohne den Ball über die Linie zu bringen. Jean-Philippe Mateta und Karim Onisiwo bildeten den Sturm der Startelf, Robin Quaison fungierte als Zehner. In der 79. Minute kam Anthony Ujah für Quaison auf das Feld.

Das 2:3 gegen die TSG Hoffenheim liegt schon länger zurück. Im September 2017 gelangen damals Yoshinori Muto zentral sowie Levin Öztunali und Viktor Fischer auf den Flügeln in einem 4-3-3 21 Torschüsse, aber nur zwei Treffer - und die Gäste machten mit 19 Schüssen drei Tore.

Vergangenen Samstag hießen die Protagonisten in einer 4-4-2-Grundordnung mit Mittelfeldraute Onisiwo und Quaison. In der 84. Minute kam noch Taiwo Awoniyi hinzu. Der einzige noch verfügbare Angreifer aus dem Profikader, Jonathan Burkardt, saß in Freiburg auf der Bank. Bekanntlich fallen Mateta und Dong-Won Ji wegen Knie-OPs mindestens drei Monate aus.

Schwarz: "Was uns gefehlt hat, war einfach die Effizienz im Abschluss"

Die Niederlage in Freiburg und das DFB-Pokal-Aus in Kaiserslautern haben bewiesen, dass Mainz auch ohne die Langzeitverletzten zu Chancen kommt, das Problem liegt in der Verwertung. "In vielen Phasen war das sehr ordentlich. Was uns gefehlt hat, war einfach die Effizienz im Abschluss", hat Schwarz erkannt. Auf dieser Erkenntnis will er in der Trainingswoche vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) aufbauen: "Wir müssen unsere Angriffe mit mehr Ruhe zu Ende bringen und bessere Entscheidungen im letzten Drittel treffen. Aber wir dürfen uns nicht nach zwei solchen Spielen Dinge einreden, die nicht da sind."

Positiv hat der Trainer registriert, dass Neuzugang Taiwo Awoniyi die Negativerfahrung beim Bundesligadebüt wenig belastet. Der Nigerianer verschuldete bei seinem ersten Ballkontakt den Foulelfmeter, der zum 0:3 führte. "Er macht nicht den Eindruck, als sei er komplett im Stimmungstief", erklärt Schwarz.

Michael Ebert

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