Quartett erhält "Ehrenpreis der DFL"

DFL ehrt Matthäus, Overath, Rehhagel - und Pizarro

Die DFL-Preisträger

Geehrt: Die DFL-Preisträger. DFL/Witters

"Der 'Ehrenpreis der DFL' stellt eine Anerkennung für besondere und herausragende Leistungen rund um den deutschen Profifußball dar", sagte Dr. Reinhard Rauball, der am Mittwoch nach zwölf Jahren Abschied als DFL-Präsident nimmt: "Als Persönlichkeiten haben Lothar Matthäus, Wolfgang Overath, Claudio Pizarro und Otto Rehhagel in unterschiedlicher Form und verschiedenen Zeiten zur außergewöhnlichen Popularität des Fußballs beigetragen. In dieser Hinsicht waren und sind sie allesamt wertvolle Repräsentanten für unseren Sport."

Das Quartett folgt auf Uwe Seeler, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld, Udo Lattek, Horst Hrubesch, Karl-Heinz Körbel, Heribert Bruchhagen sowie auf den ehemaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen und den ehemaligen kicker-Chefredakteur und -Herausgeber Karl-Heinz Heimann. Seit 2007 vergibt die DFL die Auszeichnung, die anfangs noch "Ehrenpreis der Bundesliga" hieß.

Heynckes lobt auch Matthäus' "fundierte Kommentierung" im TV

Jupp Heynckes würdigte in seiner Laudatio Matthäus' "einzigartige Laufbahn" und dessen "fundierte und sachliche Kommentierung" als TV-Experte; Rehhagel-Laudator Karl-Heinz Riedle nannte seinen ehemaligen Trainer in Bremen "eine Art Vaterfigur" - und dessen Meisterschaft 1998 als Coach von Aufsteiger Kaiserslautern als "Kirsche auf der Sahnetorte".

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke verriet in seiner Laudatio, dass er einst einen Starschnitt von Wolfgang Overath in seinem Jugendzimmer hängen hatte: "Für mich ist Wolfgang Overath einer der herausragenden Spieler und eine der prägenden Figuren der deutschen Fußballgeschichte. Ich habe seine Art, Fußball zu interpretieren, einfach nur genossen", so Watzke über den Weltmeister von 1974.

Schaaf würdigt Pizarro als "Menschenfänger im positiven Sinne"

In Pizarro ehrte die DFL erstmals einen noch aktiven Spieler. Der 40-jährige Angreifer von Werder Bremen ist mit 473 Einsätzen (197 Tore) unter allen ausländischen Spielern der Bundesliga-Geschichte führend und mit 40 Jahren und 227 Tagen schon jetzt ihr ältester Torschütze.

"Schon als er 1999 aus Peru zu uns kam, war er ein unglaublich kompletter Spieler", erinnerte sich der langjährige Werder-Trainer Thomas Schaaf in seiner Laudatio. "Mit toller Technik, schlitzohrig in jeder Situation des Spiels. Und seine Integration ging von ihm aus - nicht nur auf dem Platz. Zudem ist Claudio ein totaler Teamplayer und Menschenfänger im positiven Sinne, allein schon durch sein Lächeln und sein optimistisches Auftreten."

jpe

40 Jahre und 227 Tage: Kein Torschütze ist so alt wie Pizarro