Familientreffen bei Karlsruhe gegen Dresden

Röser gegen Röser: Erstes Brüderduell in der 2. Bundesliga

Lucas Röser, Martin Röser

Eigentlich ein Herz und eine Seele, aber am Samstag sind sie Gegner: Lucas Röser (li.) gastiert mit Dynamo bei seinem Bruder Martin in Karlsruhe. imago images

Hinsichtlich ihrer fußballerischen Laufbahn verbindet die Brüder nur eine Station: Beide begannen ihre Karriere in ihrer Geburtsstadt beim Ludwigshafener SC, anschließend trennten sich die Wege der beiden Offensivakteure. Während Martin im Alter von 19 Jahren seinen Heimatverein verließ, um bei Wormatia Worms, den Offenbacher Kickers, Wehen Wiesbaden und dem Halleschen FC in der Regionalliga beziehungsweise in der 3. Liga zu spielen, probierte sich Lucas bereits mit 15 in einem Nachwuchsleistungszentrum: Beim 1. FSV Mainz 05 durchlief er sämtliche Jugendmannschaften und wechselte schließlich von der zweiten Mannschaft zur U 23 der TSG Hoffenheim. Nach zwei Jahren im Kraichgau folgte der Wechsel nach Dresden.

Erstes Aufeinandertreffen in der 2. Bundesliga

Wenn er am Samstag auf seinen Bruder trifft, der in der vergangenen Saison (seinem ersten Jahr in Karlsruhe) direkt mit dem Sportclub aufgestiegen war, sehen die Vorzeichen für Lucas vielversprechend aus: In den letzten sieben Röser-Duellen (Regionalliga und 3. Liga) konnte der SGD-Stürmer sechs Tore erzielen, Martin traf nur einmal. Dies ist jedoch auch auf die unterschiedlichen Spielertypen zurückzuführen: Während Martin als dynamischer Außenbahnspieler seine Qualitäten im Eins-gegen-eins und im Flanken hat, verwertet der großgewachsene Lucas (1,86 Meter) als Mittelstürmer eher derartige Hereingaben.

Ob letztendlich auch beide auf dem Platz stehen werden, bleibt abzuwarten. Martin laborierte bis vor Kurzem an einer Innenbandverletzung, beim 2:1-Auswärtssieg in Wiesbaden stand der 28-Jährige noch nicht im Kader von KSC-Trainer Alois Schwartz. Sein Bruder Lucas darf sich hingegen Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz machen: Nach dem Wechsel von Konkurrent Haris Duljevic zu Olympique Nimes und der vermuteten Systemumstellung auf ein 3-5-2 mit Doppelspitze stehen die Chancen für Röser gut, von Beginn an zu spielen zu dürfen.

Weiteres Brüderduell in der 2. Bundesliga bereits am Freitag

Zwar hoffen beide auf einen Einsatz, unabhängig davon freuen sie sich jedoch auf das Aufeinandertreffen, bei dem "die ganze Familie da sein und uns anfeuern wird". Am Vortag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) kommt es übrigens zu einem weiteren Brüderduell in der 2. Bundesliga: Ulrich Taffertshofer gastiert mit dem VfL Osnabrück bei seinem Bruder Emanuel in Sandhausen.

kon