Vermeintliches Doping-Vergehen 2016

Wegen Sperre: Ex-Liverpooler Sakho klagt die WADA an

Mamadou Sakho

Bis 2017 beim FC Liverpool aktiv: Innenverteidiger Mamadou Sakho. imago images

Nach dem Europa-League-Achtelfinal-Hinspiel 2015/16 gegen Manchester United wurde bei Sakhos Dopingkontrolle die fettverbrennende Substanz Higenamin, auch bekannt unter der Bezeichnung Norcoclaurin, festgestellt. Durch eine später in Kraft getretene Sperre von 30 Tagen verpasste der damalige Innenverteidiger des FC Liverpool daraufhin das EL-Finale 2016 gegen den FC Sevilla (1:3) - und, so glaubt Sakho, auch die Nominierung für den finalen Kader der französischen Nationalmannschaft für die Heim-EM 2016.

WADA in der Kritik

Hinterher stellte die Disziplinarkammer der UEFA fest, dass Higenamin nicht auf der verbotenen Liste der WADA stand, und sprach ihn von seiner Schuld frei. Die WADA, die die Sperre veranlasst hatte, musste daraufhin schwere Kritik einstecken, nachdem auch ein Report veröffentlicht wurde, der von weiteren Nachlässigkeiten der Agentur berichtete.

Sakho konnte sich seinen Stammplatz bei den Reds nach der Sperre nicht mehr zurückerobern - angeblich gab es auch Probleme mit Trainer Jürgen Klopp - und wurde 2017 an Crystal Palace verkauft. 2018/19 kam er auf 27 Premier-League-Einsätze, die Eagles beendeten die Saison auf dem zwölften Platz. Weltmeister wurde Frankreich im Vorjahr mit ganz anderen Innenverteidigern.

Nationalmannschafts-Nominierungen 2018

Obwohl Sakho im Herbst 2018 wieder für Länderspiele nominiert wurde: Das ist nicht der Status, den Sakho vor seiner Sperre innehatte. So entschloss sich der inzwischen 29-Jährige nun dazu, die WADA auf 13 Millionen Pfund Schadensersatz zu verklagen. Geld, das dem 1,87-Mann in Form von Gehältern und persönlichem Wert entgangen war, nachdem seine schließlich gebrandmarkte Zeit in Liverpool vor gut zwei Jahren endete.

nba