96-Schlussmann hofft auf den Effekt seines Wechsels nach Hannover

Zieler über Slomka: "So hat sich auch unser Verhältnis geändert"

Ron-Robert Zieler

Er will mit Hannover 96 möglichst schnell in die Bundesliga zurückkehren: Ron-Robert Zieler. imago images

Keine Lust auf das deutsche Unterhaus? Davon will Zieler im kicker-Interview (Montagsausgabe) nichts hören: "Es erweitert auch meinen Fußball-Horizont", gibt der Schlussmann offen zu. Die Rückkehr nach Hannover weckt Erinnerungen an die Anfänge seiner Karriere im Sommer 2010. "Ich war ein Nobody, der erst einmal drei Tage zur Probe mittrainieren sollte", erinnert sich Zieler und schiebt hinterher: "Dann kam Manager Jörg Schmadtke und sagte mir: Wir wollen dich verpflichten! Kaum einer bei 96 wusste, wer ich bin. Das war diesmal bei meiner Rückkehr etwas anders..."

In Niedersachsen trifft Zieler auf einen weiteren Rückkehrer, an den er gute Erinnerungen hat. "Mirko Slomka habe ich zu verdanken, dass ich als junger Spieler in die Bundesliga kam. Er hat mich damals ins kalte Wasser geworfen und mir Vertrauen geschenkt. So wie ich mich verändert habe, hat sich auch unser Verhältnis verändert. Jetzt ist es eher so, dass ich von dem damaligen Vertrauen als Führungsspieler etwas zurückgeben will", so der gebürtige Kölner.

"Ich verdiene doch immer noch sehr gut"

Für 96 schlug Zieler lukrativere Angebote aus ("Ich verdiene doch immer noch sehr gut, so ehrlich will ich sein"), was vor allem mit dem Verein und der Stadt zu tun hatte. "Dieser Wohlfühlfaktor und diese emotionale Bindung sind mir inzwischen wichtiger", so Zieler: "Ich hoffe und denke auch, mit meiner Entscheidung für Hannover ein Signal für andere gegeben zu haben, hier ebenfalls einzusteigen und mitzuhelfen."

Sein "absoluter Wunsch" sei, möglichst schnell wieder mit "seinem" Verein im deutschen Oberhaus zu spielen. Bei der Mission Wiederaufstieg haben Zieler & Co. allerdings große Konkurrenz.

Was Ron-Robert Zieler außerdem über die unmittelbare Rückkehr nach Stuttgart am ersten Spieltag denkt, seinen ständigen Begleiter Jan Schlaudraff sagt und wie sein Kontakt zum DFB um Torwarttrainer Andreas Köpke ist, lesen Sie in der Montagsausgabe des kicker.

msc/mri

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