1860-Investor Ismaik im Exklusiv-Interview

"Wenn Vernunft einkehrt, fliege ich sofort nach München"

Hasan Ismaik

Hat sich seit zwei Jahren nicht mehr in der Presse geäußert: 1860-Investor Hasan Ismaik. imago images

Denn heiß wird es auch am Sonntag in der Kulturhalle Zenith in München hergehen, wo sich die Löwen-Gemeinde versammeln - und beim 11. Punkt der Tagesordnung über Präsident Robert Reisinger abstimmen wird. Sollte das Votum pro Reisinger ausfallen, "ist das kein positives Signal für die Zukunft von 1860", betont Ismaik: "Wenn dagegen wieder die Vernunft einkehrt, fliege ich am nächsten Tag nach München und bin bereit, sofort über alle Dinge zu sprechen, damit der Profifußball des TSV 1860 wieder aufsteht."

Unter dem aktuellen Präsidenten sieht der 42-Jährige nämlich keinerlei Fortschritt. "Ich frage Sie", sagt Ismaik: "Was ist in den letzten zwei Jahren unter Reisinger besser geworden? Nichts!" Weil seiner Meinung nach zu viel Politik gemacht und zu wenig auf den fußballerischen Ertrag geachtet wird. "Ich stelle mir die Frage, ob wirklich alle für den sportlichen Erfolg arbeiten?", so der Jordanier: "Ich sage klipp und klar: Nein!" Und deshalb müsse sich an der Vereinsspitze etwas ändern.

In der aktuellen Donnerstagsausgabe des kicker spricht Hasan Ismaik zudem über die Machtspielchen im Verein, weshalb er zum Sündenbock gemacht wird, wie er zur Stadiondebatte um das Grünwalder und der 50+1-Regel steht, und er kritisiert scharf, dass 1860-Legenden vom Präsidium diskreditiert werden.

Georg Holzner