Rhein-Neckar Löwen planen Angriff im kommenden Jahr

Lagarde will schon früher nach Mannheim wechseln

Romain Lagarde

Sollen in den nächsten Jahren für weitere Titel bei den Rhein-Neckar Löwen sorgen: Romain Lagarde und Uwe Gensheimer. imago images

Der Wechsel des 22 Jahre alten Rückraumspielers, der noch beim französischen Erstligisten HBC Nantes unter Vertrag steht, ist für die Spielzeit 2020/21 bereits fix. Wenn sich beide Vereine auf eine Ablösesumme einigen, könnte Lagarde schon in der kommenden Bundesliga-Saison für die Mannheimer spielen. Erste Gespräche haben laut Kettemann bereits stattgefunden. Über die Höhe der Ablöse, die im unteren sechsstelligen Bereich liegen soll, machte die Geschäftsführerin keine Angaben. Laut Informationen des Mannheimer Morgen äußerte Champions-League-Sieger Vardar Skopje zudem Interesse an Filip Taleski. Sollte der mazedonische Rechtshänder die Löwen verlassen, wäre ein frühzeitiger Lagarde-Wechsel noch wahrscheinlicher. Beide Spieler sind hauptsächlich im linken Rückraum beheimatet.

Neuer Trainer, neuer Anlauf

Die vergangene Saison verlief nicht nach der Vorstellung der titelhungrigen Löwen-Verantwortlichen. Erstmals seit 2016 blieben die Mannheimer ohne großen Titel. Zugegeben, sie holten zum vierten Mal in Folge den Supercup gegen Meister Flensburg im Sommer 2018. Das war nach zwei deutschen Meisterschaften (2016, 2017) sowie dem DHB-Pokal (2018) in den letzten drei Jahren aber zu wenig für die eigenen Ansprüche. Durch schwankende Leistungen sprang am Ende der Spielzeit nur der vierte Platz hinter Flensburg, Kiel und Magdeburg raus, somit gelang nur die Qualifikation für den EHF-Cup. In der Champions League war wie schon in den letzten Jahren im Achtelfinale Schluss - gegen Lagardes Klub HBC Nantes. In diesem Sommer steht nun ein kleiner Umbruch an. Der Schwede Kristjan Andresson übernimmt das Traineramt von Nikolaj Jacobsen. Mit ihm wird sich auch im Spielerkader etwas tun.

Kleine Transferoffensive gestartet

Lagarde, der trotz seiner jungen Jahre bereits auf drei Jahre in der Champions League zurückblicken kann, wäre nicht der einzige namhafte Neuzugang des zweifachen deutschen Meisters für die kommende Spielzeit. Uwe Gensheimer, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, kehrt nach drei Jahren bei Paris St. Germain zu seinem Heimatverein zurück. Bei der Pariser Startruppe gehörte der 32-Jährige stets zu den gefährlichsten Torewerfern und wurde unter anderem 2018 Torschützenkönig in der Champions League. Mit ihm holen die Löwen nicht nur den aktuell vermutlich stärksten Linksaußen der Welt zurück nach Mannheim, sondern auch das bekannteste Gesicht des deutschen Handballs.

Zudem verstärkt der 25-jährige Niclas Kirkelokke - ein dänischer Nationalspieler - die rechte Rückraumposition. Spätestens 2020 kommt mit Albin Lagergren (SWE/26) vom SC Magdeburg ein weiterer herausragender Linkshänder für den Rückraum zu den Löwen. Diese Neuzugänge sollen dazu führen, dass die Mannheimer in den kommenden Jahren wieder langfristig in die absolute Spitze der Bundesliga stoßen und auch international konkurrenzfähiger werden.

mwo